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Krisen, Vergütung und Co.Warum jetzt der beste Zeitpunkt für eine PV-Anlage ist

26.03.2026, 08:59 Uhr
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Das kann sich lohnen: Solaranlagen sind ein Beitrag zur eigenen Energie-Unabhängigkeit. (Foto: Imago-images)

Die eigene Solaranlage war lange ein Nischenthema für Enthusiasten. Heute hat laut Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereits jeder sechste Haushalt PV auf dem Dach – und wer noch wartet, zahlt im Zweifel drauf.

Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage zu erzeugen, klingt vielleicht erstmal nach Aufwand, ist für Millionen Haushalte in Deutschland aber bereits gelebte Realität. Die PV-Anlage auf dem Dach produziert dabei Strom, der direkt im Haushalt genutzt oder teilweise ins Netz eingespeist werden kann. Je nach Anlagengröße und Standort können sich damit erhebliche Teile des Jahresverbrauchs selbst decken lassen. Die Wirtschaftlichkeit spricht dabei inzwischen eine klare Sprache: Die Kosten für Solarstrom liegen laut Experten weit unter dem, was der Netzbezug kostet.

Eigenstrom ist der günstigere Strom – und das bleibt auch so

Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis liegt laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für 2026 bei 37,2 Cent pro Kilowattstunde. Trotz eines bisher leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr ist das immer noch ein Niveau, das den Geldbeutel spürbar belasten kann. Zum Vergleich: Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) beziffert die Erzeugungskosten für Solarstrom in Deutschland je nach Anlage und Standort auf rund vier bis 14 Cent pro Kilowattstunde, bei Systemen mit Batteriespeicher auf etwa sechs bis 22 Cent. Das ist zwar kein direkter Eins-zu-eins-Vergleich mit dem Endkundenpreis, zeigt aber den entscheidenden wirtschaftlichen Kern: Wer selbst produziert, muss einen großen Teil des teuren Netzstroms schlicht nicht mehr kaufen.

Das ist besonders relevant, weil sich die Strompreise nicht absehbar im freien Fall befinden. Eher im Gegenteil: Konflikte im Nahen Osten könnten auch die Stromerzeugung in Deutschland absehbar teurer machen, da diese zu einem relevanten Anteil von Erdgas abhängt. Steuern, Abgaben und Umlagen machen beim Haushaltsstrompreis zudem aktuell rund 12,6 Cent pro Kilowattstunde aus. Dieser Anteil bleibt strukturell hoch, auch wenn die Preise stabil sind. Wer also auf sinkende Netzstrompreise wartet, wartet auf eine Entwicklung, die von unwägbaren politischen Entscheidungen und Marktpreisen abhängt. Beides ist schwer vorhersehbar. Eigenstrom dagegen lässt sich planbar kalkulieren, sobald die Anlage auf dem Dach steht und abbezahlt wird.

Komplett-Service von Enpal: PV-Anlage planen und bauen

Wer bei der Errichtung einer eigenen PV-Anlage nicht selbst auf die Suche nach Energieberatern, Installateuren und Elektrikern gehen möchte, findet bei Anbietern wie Enpal eine schlüsselfertige Alternative. Das Berliner Unternehmen plant, installiert und betreut komplette PV-Anlagen inklusive Speicher und übernimmt im Anschluss laut eigener Aussage auch die Anmeldung beim Netzbetreiber.

Eine unverbindliche und kostenfreie Beratung kann Aufschluss darüber geben, welche Anlagengröße zum eigenen Dach und Verbrauch passt, welche Fördermittel nutzbar sind und mit welchen konkreten Einsparungen zu rechnen ist. Gerade für Einsteiger ist das ein praktikabler Weg, um ohne Vorwissen in die eigene Energieversorgung einzusteigen.

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Der Förderrahmen ist noch intakt – aber er schrumpft

Für PV-Anlagen auf Wohngebäuden gilt seit Januar 2023 ein Nullsteuersatz, der nicht nur für Solarmodule, sondern auch für Batteriespeicher, Wechselrichter, Energiemanagementsysteme und die nötige Ertüchtigung des Zählerschranks greift. Das senkt die Einstiegskosten für PV-Anlagen direkt und messbar. Dazu kommt die gesetzliche Einspeisevergütung: Bei Anlagen bis zehn Kilowattpeak (kWp), die zwischen Februar und Juli 2026 in Betrieb gehen, beträgt die Vergütung für eingespeisten Strom derzeit 7,78 Cent pro Kilowattstunde. Diese Vergütung sinkt halbjährlich um ein Prozent. Kurz: Wer jetzt baut, sichert sich noch einen funktionierenden Förderrahmen.

Denn Spielregeln haben sich ein Stück weit geändert: Seit der jüngsten Gesetzesreform werden Zeiträume mit negativen Börsenstrompreisen bei neuen Anlagen nicht mehr vergütet. Das macht deutlich, wohin die Reise geht: Der Gesetzgeber will, dass möglichst viel Solarstrom direkt verbraucht wird, statt ihn einzuspeisen. Wer eine PV-Anlage heute plant, sollte deshalb Eigenverbrauch, Speicher und eine smarte Energiesteuerung von Anfang an mitdenken. Dies wird mehr und mehr zum Kern der Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage. Denn: Der finanzielle Ertrag ist bei einer eingesparten Kilowattstunde wesentlich höher als bei Einspeisung.

Für PV-Einsteiger: Solarstrom mit einem Balkonkraftwerk ausprobieren

Wer sich zunächst kostengünstiger von den Vorzügen der Solarenergie überzeugen möchte, kann mit einem Balkonkraftwerk in die eigene Stromproduktion einsteigen. Geräte wie das Komplettpaket Duo des Anbieters Kleines Kraftwerk beinhalten von Solarpanel bis Wechselrichter alles, was es braucht, um direkt in die Sonnenernte zu starten. Balkonkraftwerke unterliegen weniger Regeln als große PV-Anlagen, dürfen dabei aber nur bis zu 800 Watt ins Hausnetz einspeisen. Eine Vergütung wie bei großen PV-Anlagen ist zudem nicht vorgesehen.

Die Details:

  • Solarpanels: 2x 450 Wp, bifazial

  • Wechselrichter: Hoymiles 800W-2T (800 Watt)

  • Halterungen: für Flachdächer

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

PV-Anlage mit Speicher: Das Komplettsystem rechnet sich besonders

Moderne PV-Anlagen funktionieren am besten als System. Ein Batteriespeicher ermöglicht, dass tagsüber erzeugter Strom auch abends noch zur Verfügung steht und erhöht damit den Eigenverbrauchsanteil deutlich. In Kombination mit einem Energiemanagementsystem lassen sich zudem flexible Verbraucher wie Waschmaschine, Spülmaschine oder ein Elektroauto gezielt dann betreiben, wenn die Sonne scheint und die Kilowattstunde faktisch nahezu kostenlos ist.

Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sieht dabei mehr Tempo bei Smart Metern, dynamischen Stromtarifen und einer systemdienlichen Förderung von Solar-Speicher-Kombinationen vor. Der politische Rückenwind für integrierte Lösungen scheint also vorhanden zu sein.

Fazit: Der Moment für eine PV-Anlage ist jetzt genau richtig

Wer die Zahlen nüchtern betrachtet, kommt kaum um eine klare Schlussfolgerung herum: Die Rahmenbedingungen für eine eigene Solaranlage sind 2026 so gut wie selten zuvor. Strukturell werden sie sich aber wohl eher verschlechtern als verbessern. Der Netzstrompreis von 37,2 Cent pro Kilowattstunde bleibt allerdings hoch und die Erzeugungskosten für Solarstrom liegen weit darunter. Die Vergütung sinkt jedoch halbjährlich und könnte in Zukunft für neue Anlagen sogar ganz wegfallen. Wer wartet, verschenkt bares Geld.

Anbieter wie Enpal unterstützen dabei von der ersten Beratung über die Auslegung der optimalen Anlagengröße bis zur fertigen Installation inklusive Netzanmeldung. Eine unverbindliche Beratung kostet hier nichts – und gibt Aufschluss darüber, ob und wie sich eine PV-Anlage auf dem eigenen Dach konkret rechnet.

Quelle: ntv.de