Einfache LösungenWie Kabelsalat unser Gehirn stresst und wie wir ihn loswerden

Kabel liegen oft quer über dem Boden oder sammeln sich auf dem Schreibtisch. Das Chaos beeinträchtigt die Konzentration und das Wohlbefinden. Mit einfachen Mitteln lässt sich das ändern.
Mit jedem neuen Elektrogerät kommt ein neues Kabel ins Haus. Zwar gilt seit Ende 2024 in der EU eine Richtline, wonach alle neuen elektrischen Kleingeräte wie Smartphones, Tablets, Kopfhörer, Tastaturen, Mäuse oder Digitalkameras einen USB-C-Stecker haben müssen. In den meisten Haushalten dürften sich allerdings jede Menge Kabel mit unterschiedlichen Steckern angesammelt haben. Die müssen entweder jedes Mal samt Netzteil zum Aufladen aus der Schublade geholt werden, oder sie bleiben direkt auf dem Boden oder dem Schreibtisch liegen.
Der Kabalsalat nervt aus mehreren Gründen: Herumliegende Kabel sind nicht nur Stolperfallen und behindern beim Staubsaugen. Unordnung stresst auch unser Gehirn, das jedes sichtbare Objekt verarbeiten muss. Forschende der Yale University im US-Bundesstaat Massachusetts konnten in einer Studie zeigen, dass Unordnung den Informationsfluss im Gehirn verschlechtert. Vor allem die genaue Position der Gegenstände in unserem Blickfeld spielt hier laut der Studienergebnisse eine Rolle. Ein Schreibtisch oder eine Wohnung mit sauber geführten oder versteckten Kabeln wird als unter Kontrolle und aufgeräumt erlebt, was sich positiv auf Fokus und Stimmung auswirkt. Deshalb wirken schon einfache Maßnahmen wie Kabelclips, -hüllen oder eine Kabelbox überproportional entlastend, obwohl sich rein sachlich nur ein paar Kabel verändert haben. Mit diesen Tipps lässt sich Ordnung ins Leitungs-Chaos bringen.
1. Kabelbox für Netzteile und Steckdosen
Die Kisten aus Kunststoff oder Holz bieten gleich mehrere Vorteile, da sich in ihnen eine Sammelsteckdose samt Netzteilen und Kabeln verstecken lässt. Die Kabelboxen sind mit Löchern oder Schlitzen versehen. Wer möchte, kann nur die entsprechenden Stecker herausragen lassen, um Geräte zu laden, ohne den Deckel zu öffnen. Das Angebot ist groß, es gibt sogar Modelle, in denen bereits eine Steckdosenleiste integriert ist. Die sollte am besten mit einem Einschaltknopf ausgestattet sein. Bei Bedarf können so direkt alle Netzteile vom Strom getrennt werden, da sie auch ohne angeschlossenes Geräte Energie verbrauchen.
Maße : 41 x 5.5 x 13.5 cm
Die Box mit Bambusdeckel gibt es in weiß oder schwarz. Enthalten sind sechs wiederverwendbare Klettkabelbinder, sechs Kabelhalter und ein Meter Kabelkanal . Der Hersteller verspricht außerdem, dass die Box ohne bohren zu müssen an der Wand aufgehängt werden kann.
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Maße: 32,5 x 12,5 mm x 11,5 cm
Das Modell von D-Line gibt es in zwei verschiedenen Größen und unterschiedlichen Farben. "Die Kunden sind mit der Qualität, Optik und Funktionalität der Kabelbox zufrieden. Sie wird als praktisch, formschön und unauffällig beschrieben", heißt es in der KI-Zusammenfassung der Rezensionen, von denen bereits über 37.000 eingegangen sind. Durchschnittlich kommt die Box auf hervorragende 4,6 von fünf Sternen.
2. Kabelclips für Wände und Tische
Damit der Kabelsalat an der Wand oder auf dem Schreibtisch nicht weitergeht, bieten sich Kabelclips an. Die Kabel können darin einklemmt werden und rutschen nicht mehr von der Oberfläche. Es gibt unzählige Farben und Ausführungen. Der Hersteller Synchwire etwa bietet fünf Kabelclips mit diversen Steckhalterungen an, die einfach aufgeklebt werden können. Das scheint gut zu funktionieren, denn in über 11.000 Rezensionen kommen die Clips auf 4,4 von fünf Sternen. Darin werden sie laut KI-Zusammenfassung "als sehr gut, toll und perfekt beschrieben. Die Teile erfüllen voll ihre Aufgaben und die Effektivität der Kabelclips bei der Organisation und Führung von Kabeln wird gelobt."
3. Kabelschlauch zum Bündeln
Mehrere Kabel können in einem Kabelschlauch gebündelt werden, wenn sie zur gleichen Steckdose führen. Die Sortierhelfer schließen in der Regel von selbst und können einfach mit einer Schere auf die gewünschte Länge gekürzt werden. Das Modell von Alex Tech hat einen Durchmesser von 13 Millimetern und ist 3,1 Meter lang und in verschiedenen Farben erhältlich.
4. Kabelkanal für mehr Stabilität
Teurer, aber auch stabiler als ein Kabelschlauch ist ein Kabelkanal. Er lässt sich ohne Bohren anbringen, einfach ankleben, fertig. Praktisch: Wer möchte, kann ihn in Wandfarbe überstreichen, damit er optisch kaum noch auffällt. So verschwinden lästige Kabel dezent aus dem Blickfeld.
Mit den Hilfsmitteln herrscht schnell Ordnung im Technik-Dschungel. Staubansammlungen, beschädigte Stecker, Kabelbrüche durch Knicke und Stolperfallen gehören ruckzuck der Vergangenheit an, wenn Kabel gebündelt oder versteckt werden. Zudem kosten die einzelnen Hilfsmittel nicht die Welt. Und glaubt man den Forschern, dann entlasten wir obendrein unser Gehirn und sind produktiver.




