Premier-League-Klubs liefern sich Battle um Bundesliga-Profi
Die Verpflichtung von Benjamin Sesko von RB Leipzig wird zu einem Zweikampf: Nach Newcastle United hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge auch Manchester United ein Angebot für den 22 Jahre alten Slowenen abgegeben. In beiden Fällen könnten die Leipziger eine Ablösesumme von mindestens 75 Millionen Euro erlösen.
Sesko hatte beim Testspiel am Samstag gegen Atalanta Bergamo (1:2) nicht im Kader der Leipziger gestanden. Sportdirektor Marcel Schäfer begründete dies mit einem möglichen Transfer und sprach von einem "sehr konkreten Interesse mehrerer Klubs". Mit Newcastle könnte Sesko in der kommenden Saison in der Champions League spielen. Bei ManUnited wäre er nach der schlechtesten Saison in den vergangenen 51 Jahren Teil des anstehenden Umbaus und Neuaufbaus der Mannschaft. Newcastle läuft unterdessen noch Gefahr, Angreifer Alexander Isak an Ligakonkurrent und Meister FC Liverpool zu verlieren.
Hochbegabter mit Verletzungspech: Nürnberg leiht Bayern-Spieler aus
Der 1. FC Nürnberg verstärkt sich für die kommende Saison mit Tarek Buchmann aus dem Nachwuchs des FC Bayern. Wie der Fußball-Zweitligist mitteilte, wechselt der 20 Jahre alte Innenverteidiger für ein Jahr per Leihe zum Klub von Trainer Miroslav Klose. Bei den Bayern hatte Buchmann zuvor seinen im kommenden Sommer auslaufenden Vertrag verlängert.
Buchmann gehört in München bereits seit zwei Jahren offiziell zum Profikader, kam dort auch aufgrund von Verletzungen aber noch nicht zum Einsatz. Buchmann sei "ein hochbegabter Innenverteidiger, der in der Vergangenheit etwas Verletzungspech hatte", sagte Nürnbergs Sportvorstand Joti Chatzialexiou: "Wir sind davon überzeugt, dass wir ihm beim Club das passende Umfeld bieten können, damit Tarek bei uns seine Entwicklung vorantreiben kann und wir in Zukunft von seinen Stärken profitieren können."
Keine Ausraster mehr - Zverev will's wie Federer machen
Die Tennisschläger von Alexander Zverev hatten es in der Vergangenheit nicht leicht. Die Wutausbrüche des deutschen Tennis-Stars haben so manchem Sportgerät den Garaus gemacht. Damit soll jetzt Schluss sein, verspricht Zverev - und zieht eine Ikone des Sports zum Vergleich heran.
"Ohne seine schützende Hand": Olympiasieger verlässt Erfolgsgarant Beerbaum
Olympiasieger Christian Kukuk macht sich selbstständig. Nach rund 13 Jahren verlässt der Springreiter zum Jahresende den Stall von Ludger Beerbaum in Riesenbeck, bei dem er als Praktikant angefangen und zuletzt als Bereiter gearbeitet hat. "Alles, was ich in sportlicher Hinsicht gelernt habe, weiß ich von Ludger Beerbaum", sagte Kukuk in einer Mitteilung. Der 35 Jahre alte Profi hatte im Vorjahr bei den Olympischen Spielen in Paris Einzel-Gold mit dem Pferd Checker gewonnen. Beerbaum war als Coach vor Ort daran beteiligt.
Vor einigen Wochen war der aus Warendorf stammende Kukuk mit seiner aus den USA stammenden Frau Veronica Tracy nach Münster gezogen. Das Paar hat seit März eine gemeinsame Tochter. Zu Beginn des kommenden Jahres will der Reiter wieder mehrere Monate in Florida reiten. "Ich bin mir darüber im Klaren, dass es schwierig sein wird, meinen Weg ohne seine schützende Hand und einzigartige Erfahrung zu bewältigen", sagte Kukuk über Beerbaum. "Dennoch freue ich mich auf einen neuen Abschnitt in meinem Leben."
Nicht nur Fußball: Zweitliga-Kapitän kassiert "oft negatives Feedback"
Durch sein Engagement für den Klimaschutz erhält Kapitän Mael Corboz vom Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld immer wieder negative Reaktionen. "Als die sportlichen Ergebnisse nicht da waren, kamen immer mehr Nachrichten, dass ich eher einen Pass an den Mann bringen soll statt die Öko-Kacke", sagte Corboz dem Deutschlandfunk. Ein Spieler bekomme "oft negatives Feedback, dass man sich eher auf Fußball und nicht auf andere Themen konzentrieren soll", sagte der 30 Jahre alte US-Amerikaner. Corboz ist Geschäftsführer der Firma Elevengreen, die Vereinen dabei hilft, nachhaltiger zu arbeiten.
Andere Spieler würden sich deswegen öffentlich zurückhalten, obwohl auch ihnen Umweltschutz am Herzen liege. "Bei Themen, die oft politisch betrachtet werden, ist man vorsichtiger. Deswegen ist es oft der Fall, dass die Spieler oder Spielerinnen nicht unbedingt darüber sprechen möchten. Und das finde ich schade", betonte Corboz. Ihm sei klar, dass der Profifußball eine Branche ist, die unter anderem durch Kurzstreckenflüge angreifbar sei: "Unser Sport wird sich mit dem Klimawandel ändern."
Ex-Fußballprofi Doumbia flaniert mit Löwen
Vier Jahre nach seinem Karriereende sorgt der ehemalige Fußballstar Seydou Doumbia mit zwei Löwen an seiner Seite für Furore. Auf Instagram präsentiert er sich selbstbewusst wie eh und je - mitten in der Savanne und mit der "Energie eines Königs", wie er selbst zu seinem Beitrag schreibt.
"Bin befangen": DFB-Geschäftsführer über ter-Stegen-Krach
DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig hat sich im Streit zwischen Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen und dem FC Barcelona zurückhaltend geäußert. "Ich bin natürlich befangen. Er ist ein Spieler unserer Nationalmannschaft. Deswegen bin ich vielleicht nicht der richtige Ansprechpartner, um das objektiv bewerten zu können. Aber ich würde mir natürlich wünschen, dass im Umgang mit ihm den Verdiensten und dem Stellenwert, den Marc-André nicht nur bei uns, sondern auch in Barcelona hatte, Rechnung getragen werden", sagte Rettig am Dienstag bei einem Termin in Thüringen.
Der FC Barcelona hat am Dienstag ein Disziplinarverfahren gegen den 33-Jährigen eingeleitet. Der langjährige Stammtorhüter weigert sich nach seiner Rückenoperation offenbar, eine Einverständniserklärung zu unterschreiben, durch die Barca den Verletzungs- und Operationsbericht an die Medizinische Kommission der spanischen Liga weiterleiten dürfte. Ohne den Bericht kann die Liga nicht beurteilen, wie schwer die Verletzung des Keepers ist.
Trauer um Jorge Costa
Der frühere portugiesische Fußball-Nationalspieler und langjährige FC-Porto-Kapitän Jorge Costa ist im Alter von nur 53 Jahren gestorben. Das teilten der FC Porto und auch der portugiesische Fußball-Verband FPF mit. "Ruhe in Frieden, Kapitän", schrieb der Verein in den sozialen Netzwerken.
Costa, der in Porto zuletzt als Sportdirektor tätig war, habe während des Morgentrainings der Profi-Mannschaft der "Drachen" einen Herzstillstand erlitten, erklärte der Klub. Nach dem Zwischenfall im Trainingszentrum Olival in Vila Nova de Gaia sei Costa umgehend von der medizinischen Abteilung des FC Porto versorgt und anschließend ins Hospital de São João in Porto gebracht worden. Die Ärzte dort hätten ihn aber nicht retten können, hieß es.
Jorge Costa war eine der prägendsten Figuren in der Vereinsgeschichte des FC Porto. Der Höhepunkt seiner Karriere: Unter Trainer José Mourinho gewann er 2004 die UEFA Champions League. Neben anderen Titeln wurde er mit dem Klub aus dem Norden Portugals achtmal Landesmeister und fünfmal Pokalsieger. Für die "Seleção" bestritt er 50 Länderspiele.
"Schockiert": Rudi Völler trauert um Weltmeister-Kollegen
DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat sich tief bestürzt über den Tod seines früheren Nationalmannschaftskollegen Frank Mill gezeigt. "Die Nachricht von Frank Mills Tod hat mich schockiert. Neben Franz Beckenbauer und Andy Brehme wird uns jetzt ein weiterer Weltmeister von 1990 für immer fehlen", sagte Völler, der damals ebenfalls zum Weltmeister-Team in Italien gehört hatte: "Er war ein feiner Fußballer und ein Schlitzohr im positivsten Sinne auf und neben dem Platz. Wir werden ihn vermissen."
Für DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig hat Mill bei "all seinen Stationen Spuren hinterlassen". Mill sei ein "außergewöhnlicher Mensch" gewesen. Mill war am Dienstag im Alter von 67 Jahren an den Folgen eines schweren Herzinfarktes verstorben. Er spielte für Rot-Weiss Essen, Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund und Fortuna Düsseldorf.
Bundesliga trifft erste Entscheidung um Insolvenz-Klub
Die Handball-Bundesliga der Frauen hat auf das drohende Aus des insolventen Meisters HB Ludwigsburg reagiert und den Supercup am 23. August modifiziert. Statt Ludwigsburg trifft nun European-League-Sieger Thüringer HC in München auf Vizemeister HSG Blomberg-Lippe. "Aufgrund der bestehenden Unsicherheit um die Teilnahme der HB Ludwigsburg hat der Vorstand diese Entscheidung treffen müssen, um die Durchführung der Super-Cup-Partie sicherzustellen. Organisatorische Zwänge sowie bestehende Verpflichtungen gegenüber unseren Partnern lassen uns zu diesem Zeitpunkt keine andere Wahl", sagte HBF-Geschäftsführer Christoph Wendt.
Am Montagabend hatte der insolvente Klub mitgeteilt, dass die wirtschaftliche Grundlage fehle, um die Spielerinnen weiterhin an ihre bestehenden Verträge zu binden. Ob und mit welcher Mannschaft Ludwigsburg in die Saison geht, ist unklar.
Ja, ist denn schon Weihnachten? Basketball-Klub verkündet Transfer
Die Frankfurt Skyliners haben Flügelspieler William Christmas verpflichtet. Der 28-Jährige mit Bundesliga-Erfahrung unterschreibt bei den Hessen einen Vertrag für eine Saison, wie der Verein mitteilte. "Er bringt Erfahrung aus der Liga mit und hat zuletzt in Frankreich gespielt. Hoffentlich ist er ein weiteres Puzzlestück in unserem Konstrukt, das uns Stabilität verleiht und erkennt, wie man Spiele gewinnt", sagte Trainer Klaus Perwas.
In Deutschland hat Christmas bereits für Hamburg und Chemnitz gespielt. "Will ist auf allen Guard-Positionen von eins bis drei einsetzbar und äußerst vielseitig, sowohl offensiv als auch defensiv", sagte Geschäftsführer Sebastian Gleim über den Neuzugang.
Fußballprofi bleibt trotz Vergewaltigungsanklage auf freiem Fuß
Der frühere Arsenal-Profi Thomas Partey bleibt nach der Anklage wegen Vergewaltigung zunächst unter Auflagen ein freier Mann. Das entschied der Richter am Westminster Magistrates' Court bei der ersten Anhörung des Falls. Der Fußballprofi wird der Vergewaltigung zweier Frauen in fünf Fällen sowie der sexuellen Nötigung einer dritten Frau beschuldigt, seine Anwältin hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.
Die Taten sollen zwischen 2021 und 2022 begangen worden sein, zu dieser Zeit spielte Partey für den Londoner Premier-League-Klub. Sein Vertrag endete nach der vergangenen Saison. Zuletzt war über einen Wechsel nach Spanien zum FC Villarreal spekuliert worden. Soweit er informiert sei, sei Partey nicht mehr in diesem Land beschäftigt und spiele jetzt in Spanien, sagte der Richter der Nachrichtenagentur PA zufolge. Die Hauptverhandlung soll am 2. September beginnen.
Bundesligist erleidet Schlappe vor Gericht
Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 ist mit seiner Verwaltungsbeschwerde beim DFB-Bundesgericht zur Verlegung des Spiels in der ersten Pokalrunde erfolglos geblieben. Die Partie bei Dynamo Dresden wird damit wie geplant am 18. August angepfiffen, wie die Mainzer mitteilten. Hintergrund ist, dass der FSV nur drei Tage später auswärts zum Playoff-Hinspiel in der Conference League reisen muss. Gegner wird der Sieger des Duells zwischen Rosenborg Trondheim aus Norwegen und dem schwedischen Klub Hammarby IF sein. Mit wem es die Mainzer zu tun bekommen, entscheidet sich am 14. August.
Sportvorstand Christian Heidel zeigte sich von der Entscheidung ernüchtert. "Das Urteil ist für uns sehr enttäuschend und zum deutlichen Wettbewerbsnachteil des einzigen Vereins, der den deutschen Fußball in der Conference League vertritt", kritisierte Heidel. "Die hohe Belastung und die kurzen Regenerationszeiten unserer Spieler schränken uns innerhalb der ersten zwei Wettkampfwochen erheblich ein."
Zweitliga-Topklub lässt Transfer plötzlich platzen
Fortuna Düsseldorf hat den Transfer von Stürmer Shon Weissman auf einmal doch noch abgesagt. "Wir haben uns intensiv mit Shon Weissman beschäftigt, uns aber final entschieden, von einer Verpflichtung abzusehen", teilte der Zweitligist mit. Dahinter steckt mehr, als es zunächst klingt. Denn nach den Berichten um den bevorstehenden Wechsel des israelischen Nationalspielers gab es Fan-Proteste. Auslöser waren Social-Media-Aktivitäten des Spielers nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Weissman postete und likte Beiträge, die Berichten zufolge teils menschenverachtend waren.
Der "Bild" zufolge hatte Weissman am Montag den Medizincheck erfolgreich absolviert, doch anschließend nahm Fortuna doch noch Abstand vom Transfer. Obwohl in den Gesprächen auch die Gaza-Posts Thema gewesen sein sollen und Weissman sich darauf berief, im Affekt gehandelt zu haben. Dennoch bleibt der Stürmer jetzt erst einmal beim FC Granada.
Werder-Profi verabschiedet sich zu englischem Zweitligisten
Werder Bremens Stürmer Marvin Ducksch steht kurz vor einem Wechsel nach England. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird der Angreifer in der kommenden Saison für den englischen Fußball-Zweitligisten Birmingham City auf Torejagd gehen. Der 31-Jährige soll sich nach Informationen von "Kicker" und "Bild" bereits von seinen Teamkollegen verabschiedet haben und auf der Insel einen Dreijahresvertrag unterschreiben.
Als Ablöse sind rund zwei Millionen Euro plus Bonuszahlungen im Gespräch. In Birmingham ist NFL-Legende Tom Brady Minderheitseigentümer, seitdem steckt der Klub viel Geld in neue Spieler und strebt die Rückkehr in die Premier League an. Ducksch war 2021 aus Hannover an die Weser gewechselt und hatte mit seinen Treffern großen Anteil daran, dass Werder direkt nach dem Abstieg wieder in die Bundesliga zurückkehrte und sich dort in den vergangenen Jahren etablierte.
Alles wie immer: Thomas Müller trainiert mit dem FC Bayern
In Erwartung seines Wechsels nach Nordamerika hält sich Thomas Müller nicht mehr nur individuell beim FC Bayern fit. Der Routinier trainierte am Morgen auch ganz regulär mit seinem ehemaligen Team an der Säbener Straße. Auf Sky-Videos ist zu sehen, wie der 35-Jährige wie ein ganz normaler Mitspieler bei einer Einheit mitmacht und auch Anweisungen gibt.
Ein Sprecher des deutschen Fußball-Rekordmeisters bestätigte den prominenten Trainingsgast auf Anfrage. Ob Müller in den nächsten Tagen noch öfter mit den Bayern arbeiten werde, das sei offen. Denn eigentlich will sich der Weltmeister von 2014 den Vancouver Whitecaps aus der Major League Soccer (MLS) in Nordamerika anschließen. Laut übereinstimmenden Medienberichten steht der Deal kurz bevor - nur noch letzte Details seien mit dem Team von der kanadischen Westküste zu klären.
Bundestrainer über Krise wenige Monate vor Heim-WM
Frauen-Bundestrainer Markus Gaugisch hat besorgt auf das drohende Aus des deutschen Handball-Meisters HB Ludwigsburg und die mögliche Vereinslosigkeit von sechs Nationalspielerinnen reagiert. "Diese Nachricht und die daraus resultierende Unsicherheit ist wenige Monate vor der Heim-WM natürlich nicht optimal für die Spielerinnen", sagte Gaugisch. Am Montagabend hatte der insvolvente Klub mitgeteilt, dass die wirtschaftliche Grundlage fehle, um die Spielerinnen weiterhin an ihre bestehenden Verträge zu binden. Xenia Smits, Deutschlands Handballerin des Jahres, DHB-Kapitänin Antje Döll sowie Viola Leuchter, Jenny Behrend, Mareike Thomaier und Lena Degenhardt müssen somit voraussichtlich kurz vor Saisonstart und knapp vier Monate vor der WM, die auch in Deutschland stattfindet, auf Vereinssuche gehen.
"Für alle Beteiligten gilt es jetzt, so schnell wie möglich Lösungen zu finden. Ludwigsburg war eine super Station, sehr fordernd mit einer Top-Mannschaft auf Champions-League-Niveau Das ist so kurz vor dem Saisonstart schwer, einen adäquaten Verein zu finden", sagte Gaugisch
"Coolesten Moment" wiederholen: Bayern-Neuzugang mit Ziel
Neuzugang Jonathan Tah will mit dem Fußball-Rekordmeister Bayern München in die gleiche Gefühlswelt eintauchen wie zuvor mit seinem Ex-Klub Bayer Leverkusen. "Genau dafür bin ich hier", sagte der 29-Jährige bei der Frage nach seiner ersten Meisterschaft mit Leverkusen im Jahr 2024. Das sei "bisher der coolste Moment" in seiner Karriere, er sei "wie in Trance" gewesen, sagte er dem Münchner Vereinsmagazin "51".
Beim FCB will er nun ebenfalls "Verantwortung übernehmen", sagte Tah. "Das ist die Erwartung, die der Verein an mich hat, die auch wahrscheinlich die Mannschaft an mich hat, aber vor allem ist es die Erwartung, die ich an mich selbst habe." Grundsätzlich seien die hohen Erwartungen "eine Ehre" für ihn, trotzdem müsse er sich in der Rolle erstmal zurechtfinden. "Da muss man Leistung bringen, dann kommt es mit der Zeit, mit den Spielen, mit vielen Trainingseinheiten - auf wie neben dem Platz", sagte Tah. Wenn seine Karriere beim FC Bayern endet, sollen sich die Fans an einen authentischen Menschen erinnern. "Einer, der mutig war. Der immer versucht hat, Verantwortung zu übernehmen. Und der immer sein Bestes für den FC Bayern gegeben hat", sagte Tah, der bei der Klub-WM bereits viermal in der Startelf gestanden hatte.
DFB Schiri GmbH widerspricht "Falschmeldung" über Top-Schiedsrichter
Wie für die Spieler heißt es auch für die Schiedsrichter: die Sommerpause ist beendet, das Training ist in vollem Gange. Fitness- und Gesundheitstests stehen an. Die private Gruppe IG Schiedsrichter meldete das Gerücht, dass Deniz Aytekin, Tobias Welz und Sven Jablonski den Leistungstest nicht bestanden haben. Doch das ist eine Falschmeldung, denn dem widersprach Alex Feuerherdt, der Leiter Kommunikation der DFB Schiri GmbH. "Die drei sind angeschlagen und mussten im Trainingslager das Laufen deshalb entweder abbrechen oder sind gar nicht erst angetreten", sagt er gegenüber ntv.de. "Es ist also ausdrücklich nicht so, dass sie 'den Leistungstest nicht bestanden haben'."
Feuerherdt erklärt, dass die drei "im Sinne der Belastungssteuerung und der Nachhaltigkeit" aufgebaut werden. Zum geeigneten Zeitpunkt werde dann besprochen, wann sie wieder einsteigen und die Leistungsprüfung ablegen können. Aufgrund der Verletzung hat Jablonski die Spielleitung für die Partie FC Bayern gegen Tottenham Hotspur am Donnerstag im Rahmen des Telekom Cups in München zurückgegeben, Robert Hartmann ist nun der Schiedsrichter des Spiels.
NFL-Eröffnungsspiel gibt es live bei RTL
Das Eröffnungsspiel der neuen NFL-Saison zwischen dem Super-Bowl-Champion Philadelphia Eagles und den Dallas Cowboys wird live bei RTL übertragen. In der Nacht zum 5. September steigt der Privatsender ab 1.40 Uhr in die Berichterstattung ein, das Spiel im Lincoln Financial Field von Philadelphia beginnt um 2.20 Uhr deutscher Zeit.
Am Sonntag, 7. September, sind die Partien zwischen den New England Patriots und den Las Vegas Raiders (19.00 Uhr) sowie den Seattle Seahawks und den San Francisco 49ers (22.05 Uhr) bei Nitro zu sehen. Ab der zweiten Spielwoche erfolgt die Übertragung bei RTL, zudem wird ein Spiel beim Streamingdienst RTL+ gezeigt.
RB Leipzig erhält offenbar Mega-Offerte aus Premier League
Der Poker um Benjamin Sesko von RB Leipzig nimmt weiter an Fahrt auf. Laut Transfer-Experte Fabrizio Romano hat Newcastle United ein offizielles Angebot an die Sachsen für den Mittelstürmer abgegeben.Die Offerte soll sich auf 80 Millionen Euro fix plus zehn Millionen Euro an möglichen Bonuszahlungen belaufen. Sesko selbst hat wohl noch keine Entscheidung getroffen. Manchester United soll ebenfalls um den 22-Jährigen buhlen. Bei Newcastle könnte er Alexander Isak ersetzen, der ebenfalls sehr umworben ist.
Absurde Aktion: Fußball-Fans werfen haufenweise Koffer aufs Spielfeld
Die Fans des litauischen Fußball-Erstligisten Zalgiris Vilnius haben Trainer Wladimir Tscheburin einigermaßen eindeutig zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen Tabellenführer Zalgiris Kaunas am Montagabend schmissen Anhänger des Hauptstadtklubs rund zwei Dutzend Koffer von der Tribüne des Zalgiris-Stadions auf das Spielfeld, der Spielbeginn verzögerte sich um mehrere Minuten.
Dass die Fans das leere, aber dennoch sperrige Reisegepäck in die Arena schaffen konnten, löste bei Tscheburin durchaus eine Reaktion aus - wenngleich nicht die gewünschte: Der 60 Jahre alte Kasache klatschte vom Spielfeldrand Beifall. Am Morgen nach der 1:2-Niederlage war Tscheburin aber noch nicht zurückgetreten. Genug Reisegepäck dürfte er nun besitzen
Der Coach, der seit fast fünf Jahren im Amt ist, steht vor allem wegen des Ausscheidens in der Qualifikation zur UEFA Conference League gegen den Pafos FC aus Zypern in der vergangenen Woche verstärkt in der Kritik. In der Liga, die mit dem Kalenderjahr spielt, liegt Vilnius nach 21 Spielen auf Platz sieben unter zehn Teams.
Liverpool ist schockverliebt: Florian Wirtz verzaubert Anfield
Die Fans des FC Liverpool haben den deutschen Jungstar Florian Wirtz offenbar schon in ihr Herz geschlossen. Der 150-Millionen-Euro-Neuzugang von Bayer Leverkusen erhielt bei seiner Anfield-Premiere beim 3:2 im Test gegen den spanischen Klub Athletic Bilbao viel Applaus und auch entsprechend Lob in der englischen Presse.
"Man kann den Blick nicht von Florian Wirtz lassen. Der Deutsche wird offensichtlich zum zentralen Punkt der Angriffsstrategie von Liverpool", schrieb der "Mirror" und im "Liverpool Echo" war zu lesen: "Wirtz ist zwar erst 22 Jahre alt, aber schon jetzt ein echter Star. Die Ergebnisse der Saisonvorbereitung deuten darauf hin, dass er bereit sein wird, durchzustarten. (...) Der Applaus, den Wirtz zu Beginn der zweiten Halbzeit bei einer Ecke bekam, zeigt, dass the Kop (Liverpools Fankurve) bereits überzeugt ist."
Wirtz kam im letzten der beiden Testspiele gegen Bilbao über 75 Minuten zum Einsatz und hatte einige gute Offensivaktionen. Ein Tor war dem Mann mit der Nummer sieben aber nicht vergönnt. Wirtz bringe viel Kreativität im letzten Drittel, lobte Liverpool-Coach Arne Slot und ist mit den Verstärkungen im Sommer zufrieden: "Man muss den nächsten Schritt machen, weil unsere Rivalen nicht still sitzen bleiben."
Deutscher Trainer wirft hin, Spieler streiken: Traditionsklub versinkt im Chaos
Der in argen finanziellen Nöten steckende Traditionsklub Sheffield Wednesday droht wenige Tage vor dem Saisonstart in der zweiten englischen Liga im Chaos zu versinken. Wegen überfälliger und verspäteter Gehaltszahlungen forderten die Fußballprofis in einem offenen Brief, "dass diese Situation so schnell wie möglich geklärt wird, damit Entscheidungen wie die, nicht in Burnley zu spielen, in Zukunft vermieden werden". Vor wenigen Tagen hatten sich die Spieler geweigert, bei einem Freundschaftsspiel gegen den FC Burnley aufzulaufen.
Zuvor hatte bereits der deutsche Trainer Danny Röhl, der in der vergangenen Saison bei RB Leipzig und dem Hamburger SV als Kandidat gehandelt worden war, den in Hillsborough beheimateten Klub mitten in der Saisonvorbereitung verlassen. Ob das erste Saisonspiel am kommenden Sonntag bei Premier-League-Absteiger Leicester City stattfinden kann, ist weiter fraglich.
Die Spieler und Mitarbeiter würden nun reale Auswirkungen auf ihr berufliches und persönliches Leben spüren. "Wir sind äußerst besorgt über die Unklarheit, darüber, was gerade passiert und wann diese Situation gelöst sein wird." Im Training wolle man aber "so hart wie möglich arbeiten".
"Fehlinvestitionen" - Matthäus legt Finger in Wunde des FC Bayern
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht die Einkaufspolitik des FC Bayern der vergangenen Jahre kritisch. Gleichzeitig wünscht er sich beim deutschen Rekordmeister mehr Einsatzzeiten für junge Spieler. "Man kann nicht immer alles richtig machen. Aber nicht nur Palhinha war eine Fehlinvestition, auch ein Zaragoza, Sarr oder Boey haben viel Geld gekostet. Sie alle hatten aber keine bzw. kaum Einsatzzeiten. Man verbaut damit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs den Weg, den der Klub immer einschlagen wollte und immer noch einschlagen möchte", schrieb Matthäus in seiner Sky-Kolumne.
Trainer Vincent Kompany hatte am Samstag im Test gegen Lyon (2:1) die Talente Paul Wanner, Lennart Karl, Jonah Kusi-Asare und Cassiano Kiala eingesetzt. Matthäus würde es begrüßen, wenn Spieler "wie Wanner oder Karl auch in den ersten Bundesligaspielen gegen Leipzig, in Augsburg und gegen den HSV ihre Einsatzzeiten bekommen würden. Diese Jungs müssen das Vertrauen bekommen, dass sie nicht nur eine Halbzeit lang spielen." Im Sommer hatten unter anderem schon junge Profis wie Frans Krätzig und Adam Aznou die Münchner verlassen.
Millionen-Transfer des HSV völlig überraschend geplatzt
Die Hoffnungen von Fußball-Bundesligist Hamburger SV auf einen millionenschweren Transfer von Stürmer Ransford Königsdörffer zu OGC Nizza haben sich offenbar zerschlagen. Informationen des "Kicker" zufolge war der 23-Jährige bei den Südfranzosen zunächst schon am Sonntag durch den obligatorischen Medizincheck gefallen, ehe Nizzas Management zu Wochenbeginn im Anschluss an eine Nachuntersuchung endgültig von einer Verpflichtung des gebürtigen Berliners Abstand nahm. Königsdörffer soll bereits wieder nach Hamburg zurückgekehrt sein.
Ausschlaggebend für Nizzas Rückzug sind angeblich Probleme im linken Knie des Angreifers. Königsdörffer hatte als Juniorenspieler bei Hertha BSC zwei schwere Knieverletzungen auskurieren müssen.
"Diese Entwicklung haben wir nicht erwartet, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass Ransi während seiner dreijährigen Vertragslaufzeit beim HSV insgesamt lediglich zwei Spiele mit muskulären Problemen verpasst hat", kommentierte Hamburgs Sportvorstand Stefan Kuntz im kicker die Nachrichten aus Frankreich. Angeblich hatten sich die Vereine bereits auf eine Ablöse von sieben Millionen Euro geeinigt. Königsdörffer soll nun offenbar mit der HSV-Mannschaft ins Trainingslager nach Mallorca reisen. Sein Vertrag an der Alster läuft noch bis zum Saisonende.
Alarm in Liverpool: Anfield vorübergehend evakuiert
Das Stadion des FC Liverpool ist kurz vor Anpfiff des ersten von zwei Testspielen gegen Athletic Bilbao geräumt worden. Grund für die Evakuierung sei ein Alarm gewesen, hieß es in Medienberichten übereinstimmend. Weitere Informationen lagen vorerst nicht vor. Fans des englischen Fußball-Meisters hätten zum Teil bereits ihre Plätze eingenommen, sollen dann aber dazu aufgefordert worden sein, die Arena wieder zu verlassen.
Die Tageszeitung "The Sun" berief sich wenig später auf ein Statement des Vereins, wonach es sich um einen "Fehlalarm" gehandelt habe. Dies habe dazu geführt, dass "die Fans in diesem Bereich des Stadions vorübergehend evakuiert werden" mussten. Die Freundschaftspartien wurden nicht weiter beeinträchtigt, die Reds siegten 4:1 und 3:2.
Zuvor hatte der FC Liverpool via Social Media lediglich die Startelf für das erste Aufeinandertreffen sowie ein Video, in dem sich die Spieler aufwärmen, und Fotos veröffentlicht. Im Hintergrund waren bereits wieder Zuschauer auf der Tribüne unscharf zu erkennen. Liverpools deutscher Nationalspieler Florian Wirtz kam wie viele weitere Stars nur in der zweiten Partie zum Einsatz, blieb aber ohne Tor oder Vorlage.