Bundesligist verliert Erfolgsmanager
Frauenfußball-Direktor Ralf Kellermann wird die Vizemeisterinnen des VfL Wolfsburg im Sommer überraschend verlassen. Berichte der "Bild"-Zeitung und des NDR decken sich mit dpa-Informationen. Der Bundesligist bestätigte die Trennung bislang nicht.
Kellermann sucht offenbar eine neue Herausforderung. Im Gespräch ist ein Wechsel zu einem europäischen Top-Klub. Nach "Bild"-Informationen soll der langjährige VfL-Macher den Spielerinnen seine Entscheidung nach der bitteren 1:4-Niederlage am Sonntag bei Spitzenreiter und Titelverteidiger FC Bayern München mitgeteilt haben.
Der 57-Jährige arbeitet seit 2008 beim VfL und gilt als Wegbereiter des Erfolgs beim niedersächsischen Klub. In dieser Zeit feierten die Wolfsburgerinnen ihre sieben Meisterschaften, elf Pokalsiege und zwei Champions-League-Titel.
Auf nationaler Ebene sind die VfL-Frauen um Stürmerstar Alexandra Popp inzwischen aber von den Münchnerinnen abgelöst worden
Trotz Bandengewalt nach Liquidierung von "El Mencho": ATP-Turnier wird durchgezogen
Das ATP-Turnier in Acapulco soll trotz der Eskalation der Gewalt in weiten Teilen Mexikos wie geplant stattfinden. Deutschlands Topspieler Alexander Zverev soll am Mittwoch erstmals bei dem Turnier aufschlagen.
"Wir stehen in ständiger Koordination und Kommunikation mit den Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden", hieß es in der Mitteilung des Veranstalters. Ziel sei es, die "Einhaltung der festgelegten Sicherheitsprotokolle" zu gewährleisten.
Nach der Tötung des berüchtigten Drogenbosses Nemesio "El Mencho" Oseguera Cervantes durch die mexikanische Armee, die am Sonntag verkündet worden war, haben mutmaßliche Bandenmitglieder in weiten Teilen des Landes eine Welle der Gewalt ausgelöst. In einem Großteil der 32 Bundesstaaten kam es seither zu Ausschreitungen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens.
Das Auswärtige Amt rät "dringend" von Reisen in bestimmte Regionen des Landes ab. Zu diesen zählt auch Guerrero, der Bundesstaat, in dem Acapulco liegt.
"Wäre bereit, alles zu machen": Jürgen Klopp will für Deutschland wirbeln
Jürgen Klopp wünscht sich Olympische Spiele in Deutschland und will sich dafür auch persönlich ins Zeug legen. "Ich weiß nicht, ob man mich als Olympia-Botschafter braucht. Aber was auch immer ich tun könnte, damit Deutschland die Olympischen Spiele bekommt, wäre ich bereit zu machen", sagte der ehemalige Kulttrainer und jetzige globale Fußball-Chef von Red Bull beim "Ball des Sports".
Der 58-Jährige, der in der vergangenen Woche als Star-Gast mehrere Veranstaltungen bei den Olympischen Winterspielen in Italien besucht hatte, erhofft sich von einer erfolgreichen Bewerbung für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 auch einen Gewinn für die gesamte Gesellschaft.
"Ich würde gern erleben, was so eine kollektive Vorfreude in unserem Land auslösen kann. Es geht um ein positives Ziel in einer Zeit, wo man das Gefühl hat, es macht nicht richtig Spaß, über die Zukunft nachzudenken", sagte der ehemalige Trainer der Bundesligisten FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund sowie des englischen Topclubs FC Liverpool.
Während er selbst im Cockpit sitzt: Fahrer von Formel-1-Team setzt Weltmeister-Auto in Brand
Das war so nicht geplant. Yuki Tsunoda, japanischer Testfahrer des Formel-1-Teams von Red Bull, zieht auf einem Show-Event mit seinem Auto Kreise auf dem Asphalt. Sekunden später steht es in Flammen. Besonders tragisch: Es ist ein besonderer Bolide.
FBI-Boss Patel verteidigt Party in Kabine der Olympiasieger
Ihren Olympiasieg über Erzrivale Kanada haben die Eishockey-Profis aus den USA mit einem besonderen Gast in der Kabine gefeiert. Auf einem Video ist FBI-Direktor Kash Patel zu sehen, wie er in Mailand zusammen mit den Profis aus der NHL heftig jubelte. Dabei ist zu erkennen, wie er ausgelassen aus einer Bierflasche trank, den Rest des Getränks um sich spritzte und mit der Faust auf den Tisch haute, ehe ihm von einem Spieler eine Goldmedaille umgehängt wurde. Danach sang Patel zusammen mit den Sportlern den patriotischen US-Song "Courtesy of the Red, White and Blue". Im Internet herrschte großer Ärger.
"An die sehr besorgten Medien" schrieb Patel später auf der Plattform X: "Ja, ich liebe Amerika und war zutiefst geehrt, als mich meine Freunde, die frischgebackenen Goldmedaillengewinner des Teams USA, in die Umkleidekabine eingeladen haben, um diesen historischen Moment mit den Jungs zu feiern." In einem anderen Beitrag hatte er der US-Auswahl dafür gedankt, "das großartigste Land der Welt und das großartigste Spiel, das je erfunden wurde", zu repräsentieren. Patel ist ein großer Eishockey-Fan.
Immerhin Trainer noch sicher: Gladbach verfällt in Panik-Modus
Sportchef Rouven Schröder hat nach der 1:2-Niederlage von Borussia Mönchengladbach beim SC Freiburg eine "schonungslose" Aufarbeitung gefordert. "Wir sollten uns schon ehrlich die Meinung sagen. Mitzuspielen und nicht zu punkten, das ist das maximal Schlechteste", sagte der 50-Jährige nach dem siebten sieglosen Bundesliga-Spiel der Fohlen in Serie. "Und nicht sagen: Das kriegen wir schon hin. Die Zeit läuft."
Die kriselnden Gladbacher liegen in der Fußball-Bundesliga nur noch zwei Punkte vom Relegationsplatz mit dem FC St. Pauli entfernt. Der frühere Borussen-Profi Matthias Ginter (38. Minute) und Igor Matanovic (74.) trafen für den Sport-Club. Die harmlosen Gäste kamen durch Haris Tabakovic (85.) nur noch auf 1:2 heran.
"Gegen Union Berlin wird es genauso ein ekliges Spiel", warnte Schröder vor der nächsten Herausforderung des Tabellen-14. am kommenden Samstag. Auch im 18. Anlauf hintereinander gelang den Gladbachern kein Sieg im Breisgau. Schröder betonte, er wolle keine Überschriften lesen, wonach nun der Trainer gefordert sei: "Wir alle sind gefordert. Wir sind alle in der Verantwortung." Dass Eugen Polanski, der im September Gerardo Seoane als Chefcoach abgelöst hatte, keine Erfahrung im Abstiegskampf habe, ließ Schröder nicht gelten: "Wenn wir es ihm nicht zutrauen würden, würden wir handeln."
Mexikanische Ligaspiele nach Tötung von "El Mencho" abgesagt
Die Gewalt in Mexiko nach der Tötung des berüchtigten Drogenbosses "El Mencho" Oseguera Cervantes durch die mexikanische Armee nahe Guadalajara, einem Spielort der Fußball-WM 2026, hat zur Absage von gleich vier Fußballspielen geführt. Betroffen waren je ein Spiel der ersten Männer- und Frauenliga sowie zwei Partien der zweiten Liga an diesem Wochenende. Unklar bleibt auch, ob das für Mittwoch angesetzte Testspiel der Fußball-Nationalmannschaft Mexikos gegen Island in Querétaro ausgetragen werden kann, berichtet AP.
Der Bundesstaat Jalisco mit seiner Hauptstadt Guadalajara ist im Sommer 2026 Austragungsort für vier Spiele der Fußball-WM 2026 in Mexiko, Kanada und den USA. Neben Südkorea, Co-Gastgeber Mexiko, Uruguay und Kolumbien wird auch Europameister Spanien in Guadalajara erwartet.
"El Mencho" sei bei einem Einsatz in der Stadt Tapalpa in Jalisco verletzt worden und auf dem Flug in die Hauptstadt Mexiko-Stadt gestorben, erklärte die mexikanische Armee. Die USA hatten eine Belohnung von 15 Millionen Dollar (12,7 Millionen Euro) für Hinweise zu seiner Ergreifung ausgesetzt.
Saison im Februar vorbei: Traditionsklub schreibt englische Fußballgeschichte
Der englische Traditionsklub Sheffield Wednesday hat in der Championship, der zweiten englischen Liga, einen traurigen Rekord aufgestellt. Die "Owls" sind nach dem 1:2 im Stahlderby bei Sheffield United der erste Verein in der English Football League (EFL), der bereits im Februar als Absteiger feststeht. Nach 33 Spieltagen hat der vierfache englische Meister minus sieben Punkte auf dem Konto; selbst bei nicht anzunehmenden 13 Siegen aus den letzten 13 Spielen der Saison kann er das rettende Ufer auch rechnerisch nicht mehr erreichen.
Der im vergangenen Jahr noch vom ehemaligen DFB-Assistenten Danny Röhl trainierte Klub hat im Laufe der Saison insgesamt 18 Punkte abgezogen bekommen. Der Grund dafür waren zum einen "Verstöße gegen Zahlungsverpflichtungen" – mehrmals soll der Klub Spielergehälter nicht bezahlt haben. Zudem wurde der Klub im Oktober nach dem Abschied des ehemaligen Besitzers Dejphon Chansiri unter Zwangsverwaltung gestellt, was die "Owls" allein zwölf Punkte kostete. Sportlich gelang es Wednesday nie, diese Last abzuschütteln: Einem Sieg stehen acht Unentschieden und gleich 24 Niederlagen gegenüber.
Der traurige Grund für das Siegerbild mit Kindern
Die US-Eishockeyspieler haben ihren Olympiasieg in Mailand mit einer besonderen Geste dem verstorbenen Johnny Gaudreau gewidmet. Unmittelbar nach dem 2:1-Erfolg nach Verlängerung im Finale gegen Kanada drehten Kapitän Auston Matthews, Zach Werenski und Matthew Tkachuk mit Gaudreaus Trikot mit der Nummer 13 Ehrenrunden auf dem Eis. Für das offizielle Siegerfoto holte das Team zudem Gaudreaus Kinder Noa und Johnny Jr. aufs Eis und schloss sie in die Jubeltraube ein.
Gaudreau war im August 2024 mit seinem jüngeren Bruder Matthew ums Leben gekommen, beide wurden beim Radfahren von einem Geländewagen erfasst. Der NHL-Profi und Nationalspieler, der 31 Jahre alt wurde, wäre ein aussichtsreicher Kandidat für das Olympiateam gewesen. In seiner NHL-Karriere hatte er 763 Spiele bestritten (743 Scorerpunkte).
Gaudreaus Witwe Meredith saß beim Finale zusammen mit seinen Eltern Guy und Jane auf der Tribüne in der Arena Santagiulia. "Wir haben darüber gesprochen", sagte Werenski, der mit Gaudreau bei den Columbus Blue Jackets gespielt hatte: "Wir sahen sie dort oben und wollten die ganze Familie mitnehmen, aber das war wegen der Absperrungen etwas schwierig, also haben wir uns entschieden, die Kinder mitzunehmen."
Lothar Matthäus weiß, warum Harry Kane noch lange beim FC Bayern spielen wird
Lothar Matthäus glaubt, dass Stürmerstar Harry Kane auch nach 2027 beim FC Bayern München bleibt. "Er holt jetzt Titel um Titel, was er vorher in England nicht geschafft hat. Also ich sehe keinen Grund, dass Harry Kane diesen Klub oder sein Umfeld verlassen sollte", sagte Matthäus bei "Sky90 - die Fußballdebatte". Der Vertrag des englischen Nationalmannschaftskapitäns läuft beim deutschen Rekordmeister noch rund 18 Monate. "Aber der wird verlängert. Da bin ich mir sicher. Da wird auch Bayern München alles tun, diesen Vertrag mit Harry Kane über 2027 hinaus zu verlängern", sagte der 64-Jährige.
Kane war im August 2023 von den Tottenham Hotspur zu den Bayern gekommen und hatte einen Vierjahresvertrag unterschrieben. Der zweimalige Bundesliga-Torschützenkönig fühle sich mit seiner Familie wohl in der bayerischen Landeshauptstadt, meinte Matthäus.
"Er weiß, was er am Trainer hat; dieses Vertrauen, das ihm der Trainer gibt, zahlt er zurück. Er spielt in einer funktionierenden Mannschaft", sagte Matthäus und ergänzte: "Wer weiß, ob er woanders auch so glänzen würde? Wer weiß, ob er auch woanders so spielen könnte wie hier unter Kompany?", sagte der frühere Bayern-Kapitän. Auch die Konkurrenten seien froh, "dass wir ihn in der Bundesliga haben. Er ist eine Weltmarke, er ist der zweite Beckham, weil ihn jeder auf der Welt kennt", sagte Matthäus über den englischen Rekordtorschützen.