Schalke-Trainer Muslic flippt aus vor Freude
Den Abpfiff bejubelten die Schalker Spieler fast wie eine Meisterschaft. Euphorisch fielen sich die Profis um den Hals. "Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey" sangen die Fans und Trainer Miron Muslic sang mit. Der FC Schalke 04 ist Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga. Die Mannschaft von Muslic gewann das Topspiel gegen den SC Paderborn mit 2:1 (1:1) und zog an den Ostwestfalen vorbei. Der Revierklub zeigte dabei Comeback-Qualitäten.
Vor 62.077 Zuschauern in der Gelsenkirchener Arena brachte Laurin Curda die Gäste in der 38. Minute zunächst in Führung. Kenan Karaman (45.+3) und der eingewechselte Bryan Lasme (86.) drehten die Partie mit ihren Toren jedoch zugunsten der Schalker. Sie nährten die Aufstiegsträume beim in den vergangenen Jahren arg gebeutelten Traditionsverein ."Es ist ein sehr schöner Moment, den wir auch genießen können heute", sagte Karaman. Muslic sagte: "Ich bin unglaublich glücklich, unglaublich stolz."
Basketballer starten traumhaft in die Mission Titelverteidigung
Die deutschen Basketballer sind erfolgreich in die Qualifikation für die WM 2027 gestartet. Der Welt- und Europameister besiegte Israel am Freitag in Neu-Ulm im ersten Spiel seit dem EM-Triumph mit 89:69 (50:31). Bereits am Montag (18.00 Uhr/MagentaSport) kann das Team des genesenen Bundestrainers Àlex Mumbrú bei Außenseiter Zypern nachlegen. Gegen Israel war Oscar da Silva mit 19 Punkten bester deutscher Werfer.
Auf dem Weg zur Mission Titelverteidigung bei der Weltmeisterschaft in Katar zählt für die Deutschen jeder Sieg. In der Quali-Gruppe E mit den starken Gegnern Israel, Kroatien und Underdog Zypern reicht zwar ein Platz unter den Top drei zum Weiterkommen in die zweite Runde, die Resultate werden jedoch dorthin mitgenommen. Der Fokus lag in Neu-Ulm auch auf Mumbrú, der nach überstandener Bauchspeicheldrüsenentzündung wieder an der Seitenlinie stand. Der Spanier hatte sich während der Europameisterschaft mit der Erkrankung herumgeschlagen und nach dem EM-Finale Mitte September fünf Wochen lang im Krankenhaus gelegen.
Neuer Milliardendeal: Spanische Liga enteilt der Bundesliga
Die spanische Fußball-Liga hat einen neuen TV-Deal im Wert von 6,135 Milliarden Euro unterzeichnet. Wie La-Liga-Präsident Javier Tebas bei X mitteilte, verlängerten die Streamingplattformen DAZN und Movistar Plus+ ihre auslaufenden Verträge um fünf weitere Jahre. Ab der Saison 2027/28 steigt die jährliche Ausschüttung an die Klubs von 1,125 auf 1,227 Milliarden Euro. Damit liegt die spanische Liga weiter vor der Bundesliga. In Deutschland erhalten die 36 Erst- und Zweitligisten seit dieser Spielzeit 1,121 Milliarden Euro pro Saison. Der finanzielle Abstand zur englischen Premier League ist aber weiter sehr groß: Auf der Insel kassieren die Vereine seit diesem Sommer umgerechnet 1,91 Milliarden Euro pro Spielzeit.
Sprint-Qualifiying: Verstappen fährt nur hinterher, Horrortag für Hamilton
McLaren-Pilot Oscar Piastri (Australien) hat sich die Pole Position für den letzten Sprint der Formel-1-Saison gesichert und seine Rivalen um den WM-Führenden Lando Norris (England/McLaren) knapp geschlagen. Für Weltmeister Max Verstappen (Niederlande) verlief der erste Showdown in Katar hingegen enttäuschend, der Red-Bull-Pilot holte nur den sechsten Platz für den Sprint am Samstag. "Wir hatten Untersteuern, das bei großem Tempo zu Übersteuern wurde. Dazu ist das Auto gesprungen, da kannst du einfach nicht schnell fahren", sagte Verstappen: "Mit dieser Balance im Auto wird es nicht viel Spaß machen, da wird es darum gehen, zu überleben."
"Es war ein sehr guter Tag, ich hatte einige Fehler in der Runde. Umso schöner, dass ich das sagen kann und trotzdem ganz vorne stehe. Es ist nur die Pole für den Sprint, aber auch da gibt es einige Punkte zu holen", sagte Piastri, der in der WM wie Verstappen 24 Punkte Rückstand auf seinen Teamkollegen Norris hat. McLaren-Boss Zak Brown betonte: "Oscar ist zurück." Norris, der sich in Katar seinen ersten WM-Titel sichern kann, wurde Dritter hinter dem starken Engländer George Russell im Mercedes. Verstappen hingegen fluchte über das Auto, er wurde gar von seinem Teamkollegen Yuki Tsunoda geschlagen, der Fünfter wurde. Ein erneutes Desaster erlebte Rekordweltmeister Lewis Hamilton. Im Ferrari wurde der 40-Jährige nur 18., er schied damit bereits im ersten Teil aus. "Oh man, das Auto fährt einfach nicht schneller", funkte er frustriert. Nico Hülkenberg (Emmerich/Sauber) holte den 14. Startplatz.
Ohne ihn kein Henkelpott: Der FC Bayern verabschiedet den King
Spitzenreiter Bayern München wird vor dem Bundesliga-Duell gegen den FC St. Pauli seinen ehemaligen Spieler Kingsley Coman offiziell verabschieden. Das teilte der deutsche Rekordmeister vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) mit. Nach zehn Jahren in München war Coman Mitte August für eine Ablösesumme von bis zu 35 Millionen Euro zu Al-Nassr nach Saudi-Arabien gewechselt. Coman lief in 339 Pflichtspielen für den FC Bayern auf, dabei erzielte er 72 Tore und bereitete 71 Treffer vor. In München gewann er neun deutsche Meisterschaften, die Champions League und die Klub-WM. Außerdem triumphierte er dreimal im DFB-Pokal, sechsmal im deutschen Superpokal sowie einmal im europäischen Supercup. Im Finale der Champions League 2020 sicherte sein Treffer den Titel für den FC Bayern. Da war er der King.
Im vergangenen Sommer folgte dann aber der Abschied in Richtung Wüste. "Am Ende des Transfers gab es Dinge - die ich nicht erwähnen werde -, die die Situation verkomplizierten. Man hat mich nicht aus dem Verein gedrängt, aber mir wurde gesagt, dass der Klub aufgrund seiner finanziellen Lage offen für einen Abschied wäre", hatte der 29-Jährige Anfang Oktober gegenüber der L'Equipe erklärt: "Ich hatte die Liebe des Trainers, der Fans, einiger Personen aus der Vereinsführung... aber nicht von allen. Es gab einen Teil des Vereins, der wollte, dass ich gehe. Und dieser Teil hat viel Raum in meinem Kopf eingenommen."
Japanische Skisprung-Sensation fliegt allen davon
Die japanische Skispringerin Nozomi Maruyama dominiert weiter den laufenden Weltcup-Winter. Im schwedischen Falun sicherte sich die 27-Jährige den dritten Sieg im dritten Wettbewerb. Maruyama legte nach Sprüngen auf 94 und 91 Meter mehr als 18 Punkte zwischen sich und die abgehängte Konkurrenz, die von Nika Prevc aus Slowenien und der Österreicherin Lisa Eder angeführt wurde. Maruyamas Siegesserie kommt trotz ihrer guten Resultate beim diesjährigen Sommer-Grand-Prix überraschend.
Die zwei Erfolge in Lillehammer und Platz eins in Falun waren ihre ersten drei Weltcup-Siege überhaupt. In den vergangenen Jahren hatte die Japanerin den Gesamtweltcup stets zwischen Platz elf und 23 abgeschlossen. Für die deutschen Springerinnen um Katharina Schmid geht das Warten auf einen Podiumsplatz im Olympia-Winter weiter. Schmid (87 und 89 Meter) war als Siebte noch die beste Springerin aus dem Team von Bundestrainer Heinz Kuttin. Dahinter holten auch Agnes Reisch (8.), Selina Freitag (17.) und Juliane Seyfarth (23.) Weltcup-Punkte.
16 Rote Karten: Fußballspiel endet mit Massenschlägerei
Eine Partie im bolivianischen Pokalwettbewerb zwischen den Vereinen Real Oruro und Blooming läuft vollkommen aus dem Ruder. Nach dem Abpfiff kommt es zu einer Massenschlägerei unter Spielern und Trainern. Die Polizei kann die Randale kaum aufhalten. Letztlich zückt der Schiedsrichter 16 Mal die Rote Karte.
Verstappen stichelt gegen McLaren
Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat im Saisonendspurt nun auch verbal den Druck auf die McLaren-Piloten Lando Norris und Oscar Piastri erhöht. "Wenn wir in der Position gewesen wären mit einem solch dominanten Auto (wie McLaren, d. Red.), wäre die Weltmeisterschaft schon lange entschieden", sagte der Niederländer in einem Video-Interview, das die Formel 1 veröffentlichte.
In der WM liegt der Red-Bull-Pilot zwei Rennen vor Schluss nur 24 Punkte hinter Norris und könnte den Engländer noch abfangen. An diesem Wochenende in Katar oder spätestens beim Finale am 7. Dezember in Abu Dhabi fällt die Entscheidung. "Wir waren gut, wir haben in fast allen Rennen das Maximum herausgeholt", sagte er und fügte mit Blick auf die Konstrukteursweltmeister von McLaren an: "Aber wir müssen realistisch sein. Wir sind nur in dieser Position, weil andere Fehler gemacht haben."
Ukraine empört: Russlands Hymne erhält im Sport wieder Anerkennung
Ajub Blijew hat beim Grand Slam in Abu Dhabi als erster russischer Judoka seit mehr als zwei Jahren einen Titel unter eigener Flagge gewonnen. Nach dem Triumph des 28-Jährigen gegen Ariunbold Enkhtaivan aus der Mongolei wurde bei der Siegerehrung die russische Fahne gehisst und die Nationalhymne gespielt - dass dies wieder erlaubt ist, hatte der Internationale Judo-Verband (IJF) erst am Donnerstag mitgeteilt. Mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 war ein neutraler Status verhängt worden. Dieser wurde aufgehoben, obwohl der Angriffskrieg unverändert andauert. Bereits zuvor war Belarus im Judo wieder integriert worden.
Während die Entscheidung in Russland erwartungsgemäß euphorisch aufgenommen wurde, regte sich in der Ukraine laute Kritik. Auf seinem Instagram-Account verurteilte der ukrainische Verband die Maßnahme kategorisch: Judo sei damit die erste Sportart, die die Empfehlungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) "offen ignoriere". Diese Entscheidung verstoße "gegen die Prinzipien von Frieden, Gerechtigkeit und Verantwortung und untergräbt das Vertrauen in internationale Sportinstitutionen", heißt es weiter. Der Verband kündigte an, "alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Umsetzung dieser Entscheidung zu verhindern".
So wie im Training wird es nichts mit dem WM-Titel für Verstappen
Die McLaren-Piloten Oscar Piastri und Lando Norris haben im ersten Kräftemessen der Formel 1 in Katar das Tempo vorgegeben. Der Australier Piastri drehte im einzigen freien Training in 1:20,924 Minuten die schnellste Runde und landete 0,058 Sekunden vor dem englischen WM-Führenden Norris. Max Verstappen im Red Bull war als Sechster hingegen mehr als eine halbe Sekunde langsamer. Die McLaren-Fahrer gehen somit als Favoriten ins Sprint-Qualifying am frühen Abend deutscher Zeit. Norris führt in der WM mit je 24 Punkten Vorsprung auf Piastri und Verstappen. Im Sprint am Samstag gibt es acht Punkte für den Sieger, am Sonntag folgt der Große Preis von Katar.
Dritter im freien Training wurde Altmeister Fernando Alonso im Aston Martin vor seinem Landsmann Carlos Sainz im Williams und dem Racing-Bulls-Fahrer Isack Hadjar. Nico Hülkenberg im Sauber belegte den elften Platz.
Früherer Bundesliga-Coach verliert Job nach nur fünf Monaten
Für den ehemaligen Trainer des 1. FC Köln und von Borussia Dortmund, Peter Stöger, ist nach nur knapp fünf Monaten Schluss bei Rapid Wien. Wie der österreichische Hauptstadtklub bekannt gab, wurde der 59-Jährige von seinen Aufgaben als Cheftrainer entbunden. Gestern hatte Rapid in der Conference League eine herbe 1:4-Niederlage bei Rakow Tschenstochau einstecken müssen. Es war die vierte Pleite im vierten Auftritt, womit die Grün-Weißen in der Ligaphase mit 36 Teams weiter das Ende der Tabelle zieren. Nach einem gelungenen Saisonstart gelangen in den vergangenen 13 Partien nur drei Siege.
Stöger hatte Köln im Jahr 2017 nach 25 Jahren Abstinenz in den Europapokal geführt. Ende 2017 trennten sich Stöger und der FC, da die Mannschaft nach 14 Spieltagen mit drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz stand. Anschließend wechselte er zu Borussia Dortmund und blieb als BVB-Coach in seinen ersten zehn Bundesliga-Partien ungeschlagen - ein Novum in der Vereinsgeschichte.
FC Bayern plant nichts und schwärmt trotzdem von "Wintertransfers"
Der FC Bayern wird im Winter auf dem Transfermarkt wohl nicht zuschlagen, freut sich aber dennoch gleich auf mehrere "Neuzugänge". "Wir haben grundsätzlich im Fußball gelernt, nie etwas zu 100 Prozent auszuschließen, aber es ist nicht geplant, weil wir gut aufgestellt sind", sagte der 48-jährige Österreicher bei Sky mit Blick auf mögliche Transfer-Aktivitäten des deutschen Rekordmeisters.
Freund betonte, mit den Langzeitverletzten Hiroki Ito, Alphonso Davies und Jamal Musiala, erwarte der FC Bayern "ganz wichtige Spieler" zurück. "Das sind dann hoffentlich unsere Wintertransfers und dann sind wir sehr, sehr gut aufgestellt", sagte der Manager. Ein angeblicher Transfer-Kandidat des FC Bayern für den kommenden Sommer ist Fisnik Asllani von 1899 Hoffenheim. "Er ist ein guter Spieler, macht viele Tore. Er ist ein cleverer Junge, der sich gut entwickelt hat", lobte Freund den 23 Jahre alten Angreifer, der auch bei Rivale Borussia Dortmund gehandelt wird. Das Münchner Interesse an Asllani wollte Freund weder dementieren noch bestätigen. Er bezeichnete den Hoffenheimer aber als "interessanten jungen Spieler".
Lange kranke Olympiasiegerin überrascht als beste Deutsche
Skilanglauf-Olympiasiegerin Katharina Hennig-Dotzler ist trotz geringer Erwartungen gut in den Olympia-Winter gestartet. Die 29-Jährige belegte im finnischen Kuusamo über zehn Kilometer als beste Deutsche den zwölften Rang. Das erste Kräftemessen der Saison gewann wie im Vorjahr die Schwedin Frida Karlsson. "Das war ein großer Schritt vorwärts, ich hatte mehr PS zur Verfügung als noch vor zwei Wochen. Ich bin glücklich, dass ich schon im ersten Rennen die halbe Olympia-Quali geschafft habe", sagte Hennig-Dotzler.
Bei den Männern gewann überraschend Martin Löwström Nyenget vor Topstar Johannes Hösflot Kläbo (beide Norwegen), Rang drei ging an den Österreicher Mika Vermeulen. Bester Deutscher war Janosch Brugger. Der WM-Dritte von 2023 mit der Staffel lag zeitweise auf Top-Ten-Kurs, am Ende wurde es Rang 18.
Zweitliga-Kapitän will Herzensklub zugucken - Klub plant Training um
Torsten Lieberknecht musste umplanen. Weil sein Kapitän Marlon Ritter pünktlich zum Anpfiff seines Herzensklubs Schalke 04 vor dem Fernseher sitzen wollte, wurde der Tagesplan des 1. FC Kaiserslautern kurzerhand angepasst. "Marlon war es ganz wichtig, dass wir frühzeitig hier losreisen. Er hat gesagt: Freitagabend spielt Schalke, das will er schon gucken", sagte Lieberknecht vor dem eigenen Auswärtsspiel am Samstag (13 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) bei Eintracht Braunschweig.
Auch das Training am Freitag habe man deshalb "von 11 Uhr auf halb 11 gelegt, um dem Marlon auch gerecht zu werden", sagte Lieberknecht mit Blick auf seinen Kapitän, der gebürtig aus Essen kommt und von 2002 bis 2008 in der Schalker "Knappenschmiede" spielte. Die Königsblauen treffen am Abend auf den SC Paderborn. Das Spitzenspiel der 2. Bundesliga zwischen dem Zweiten und Ersten werden auch seine restlichen Spieler "ganz normal gucken", kündigte Lieberknecht an.
"Stolzer" van Persie verliert, aber wechselt Sohn ein
Robin van Persie tröstete sein Team nach der vierten Niederlage in Serie, einen Spieler drückte der niederländische Coach besonders fest an sich: Denn Shaquel van Persie hatte beim 1:3 in der Europa League gegen Celtic Glasgow inmitten der sportlichen Krise unter seinem Vater sein Profi-Debüt für Feyenoord Rotterdam gefeiert. "Ich stehe hier nicht mit einem breiten Grinsen im Gesicht, weil wir verloren haben. Aber ich bin stolz", sagte Robin van Persie, der Trainer hatte seinen Sohn in der 81. Minute eingewechselt.
Der 19-Jährige, der seit 2017 wie einst sein Vater die Nachwuchsmannschaften des 16-maligen niederländischen Meisters durchläuft, haderte nach seiner Premiere aber mit dem Ergebnis. "Ich war gesund nervös. Ein volles Stadion ist schön und kein Hindernis. Am liebsten hätte ich auch ein Tor geschossen oder eine Vorlage gegeben, aber leider ist das nicht passiert", sagte das Talent.
Ex-BVB-Stürmer bei Torjubel mit Bechern beschmissen
Aston Villa trifft in der Europa League auf die Young Boys Bern rund um Ex-Gladbach-Coach Gerardo Seoane. Entscheidender Mann des Spiels wird der ehemalige Dortmunder Donyell Malen - und gerät so auch in den Fokus der YB-Fans.
Bitteres Ende einer Ära droht: Cowboys schubsen Chiefs an den Abgrund
Dallas liefert in Arlington ein Offensivspektakel ab und besiegt Kansas City am prestigeträchtigen Thanksgiving-Duell. Prescott verteilt Touchdowns wie Truthahn-Portionen, Mahomes hält zwar dagegen, doch die Cowboys spielen reifer und effektiver.
"Bin hier noch nicht fertig", aber ...: Ex-Bundestrainer Prokop steigt bei Bundesligist aus
Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf und Trainer Christian Prokop werden ihre Zusammenarbeit nach Ablauf der Saison 2025/26 einvernehmlich beenden. Der Verein möchte sich nach dem Abschied des früheren Bundestrainers auf eine Neuausrichtung im Sommer 2026 konzentrieren.
"Nach langen und intensiven Gesprächen sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, die Zusammenarbeit nach der Saison nicht fortzuführen", erklärte der Sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen. "Nach dann fünf bewegten und intensiven Jahren schaffen wir damit Klarheit für Christians Zukunft sowie die Perspektive unseres Vereins."
Prokop steht seit 2021 an der Seitenlinie der Recken. Unter seiner Leitung erzielte das Team erstmals drei aufeinanderfolgende Platzierungen im oberen Tabellendrittel. Zuvor hatte Prokop von 2017 bis 2020 als Bundestrainer gearbeitet. Aktuell liegt die TSV nur auf Tabellenplatz elf. Prokop sagte, er sei "sehr stolz" auf die gemeinsame Zeit. "Jetzt bin ich hier aber noch nicht fertig, sondern mein Augenmerk geht sofort nach vorne und ich möchte noch viel Positives gemeinsam mit meiner Mannschaft erreichen."
"Fehler? Welcher Fehler?": Kompany verteidigt Neuer nach missglücktem Ausflug
Bayern-Trainer Vincent Kompany hat Torhüter Manuel Neuer nach Kritik im Anschluss an die Arsenal-Niederlage verteidigt. "Fehler? Welcher Fehler?", sagte der Münchner Coach, als er auf Neuers missglückte Rettungsaktion in der Schlussphase beim 1:3 gegen den FC Arsenal angesprochen wurde. "Ich habe da eine andere Meinung zu. Was sollst du machen als Torwart? Entweder warten, bis er im Eins-gegen-Eins auf dich zuläuft? Oder willst du den Raum verteidigen und versuchen deinen Kollegen zu helfen, der gegen einen schnellen Spieler spielt."
Vor dem dritten Gegentreffer im Ligaspiel der Champions League am Mittwoch in London war Neuer weit aus seinem Tor geeilt, aber nicht an den Ball gekommen. Gegenspieler Gabriel Martinelli hatte freie Bahn und traf ins leere Tor. Beim ersten Gegentreffer nach einer Ecke war Neuer im Anschluss an ein Getümmel im Strafraum ebenfalls nicht rechtzeitig an den Ball gekommen.
"Klar, man kann Fehler machen und er wird auch Fehler machen in Zukunft. Er hat schon Fehler gemacht in seinem Leben. Aber natürlich ist er ein überragender Torwart", sagte Kompany. Ob Neuer morgen (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) in der Fußball-Bundesliga gegen den FC St. Pauli im Tor steht oder Reservekeeper Jonas Urbig Spielpraxis bekommt, ließ der belgische Trainer offen.
Football-Talent kämpft sich nach Blutkrebs zurück
Das 17-jährige Football-Talent Jason Peer erkrankt im Sommer 2024 an Blutkrebs und überlebt nur knapp einen lebensbedrohlichen Schock. Dank einer Stammzellenspende und der Unterstützung seines Teams wagt er nun seine ersten Schritte zurück auf den Platz.
Protest nach Visa-Ärger: Iran boykottiert WM-Auslosung
Die iranische Delegation wird die Auslosung der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA boykottieren. Das teilte der Verband heute mit. Demnach sei mehreren Vertretern im Vorfeld der Veranstaltung, die am kommenden Freitag in Washington D.C. stattfindet, das Visum verweigert worden.
"Wir haben der FIFA mitgeteilt, dass die getroffenen Entscheidungen nichts mit Sport zu tun haben und dass die Mitglieder der iranischen Delegation nicht an der Auslosung der Weltmeisterschaft teilnehmen werden", erklärte der Sprecher des iranischen Fußballverbands im staatlichen Fernsehen. Lokale Medien hatten berichtet, dass die USA insbesondere dem Verbandspräsidenten ein Visum verweigert hätten.
Die USA richten die WM im kommenden Jahr vom 11. Juni bis 19. Juli gemeinsam mit Kanada und Mexiko aus. Erstmals nehmen 48 Teams teil.
Thomas Müller schwärmt vom "erfrischenden" Lennart Karl
Der FC Bayern spielt bisher eine starke Saison - das bekommt auch Klub-Ikone Thomas Müller mit. Der Ex-Bayer erklärt, warum er Spiele nur selten live verfolgt, welchen Tipp er für aufstrebende Talente hat und mit welchen Ex-Kollegen er weiterhin im Austausch steht.
"Deswegen hat er nicht gespielt": Mainz-Trainer macht Profi überraschend deutliche Ansage
Trainer Bo Henriksen vom FSV Mainz 05 hat U21-Nationalspieler Nelson Weiper für seine Trainingsleistungen deutlich kritisiert. "Bei Mainz 05 ist es sehr, sehr wichtig, dass man gut trainiert - mit Power, mit Energie und dass man das zeigt jeden Tag. Und er hat das nicht gemacht und deswegen hat er nicht gespielt", sagte Henriksen nach dem enttäuschenden 0:1 in der Ligaphase der Conference League beim rumänischen Klub Universitatea Craiova.
Henriksen beorderte im Europapokal fünf neue Spieler in die Startelf im Vergleich zum 1:1 am vergangenen Bundesliga-Spieltag gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Weiper aber gehörte nicht zu den Profis, die von Beginn an ran durften. Stattdessen saß der Angreifer 90 Minuten lang auf der Ersatzbank - trotz einer offensiv erschreckend harmlosen Vorstellung des Abstiegskandidaten.
Weiper war mit der Empfehlung einer überragenden U21-EM in die Saison gegangen, kommt im dauerkriselnden Mainzer Ensemble aber bislang überhaupt nicht in die Spur: Der Stürmer, der im Sommer an der Seite von 90-Millionen-Mann Nick Woltemade vier EM-Tore erzielte und sowohl im Halbfinale (beim 3:0 gegen Frankreich) als auch bei der Endspielniederlage (2:3 n.V. gegen England) getroffen hatte, wartet weiter auf seinen ersten Saisontreffer.
"Möglichst nicht unter die Räder kommen": St. Pauli zittert vor dem FC Bayern
Freche Kampfansagen an den großen FC Bayern? Nicht vom kriselnden FC St. Pauli. Die Hamburger fahren nach acht Niederlagen in Serie in der Fußball-Bundesliga ohne Illusionen zum hoch favorisierten Tabellenführer.
"Wir werden alles von den Rängen und von außen dafür tun, dass es auf dem Rasen zumindest möglichst so ausgeht, dass wir nicht unter die Räder kommen", sagte Präsident Oke Göttlich am Rande der Vergabe des Julius-Hirsch-Preises mit Blick auf die Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de).
Die Kiezkicker um Coach Alexander Blessin sind in der Liga nach starkem Start auf den Relegationsplatz 16 abgerutscht und ließen zuletzt vieles vermissen. Die Münchner marschieren dagegen bislang höchst erfolgreich durch die Spielzeit - den Eindruck ändert auch die erste Saisonniederlage in der Champions League mit einem 1:3 beim FC Arsenal nicht.
"Es wird keine Mannschaft - auch wir nicht - in München hoch gewinnen", sagte Göttlich mit einem Augenzwinkern: "Da muss sehr viel zusammenkommen, aber wir fahren auf jeden Fall dahin, um zu sagen, wir wären gerne die Überraschung." Blessin äußerte zudem seine Hoffnung auf "gedanklich" abgelenkte Bayern angesichts der Vielzahl ihrer Aufgaben.
"Genau der Punkt, wo ich Probleme sehe": Trainer-Legende sorgt sich um DFB-Team
Für den früheren Meistertrainer Bernd Schröder haben die deutschen Fußballerinnen zu wenig individuelle Klasse im Kader. "Im Moment haben wir nicht diese überragenden Spielerinnen in den Klubs, um die Nationalmannschaft zu füttern. Trotzdem können wir das Ding in der Nations League ziehen mit unseren Tugenden. Uns fehlt aber die Nachhaltigkeit", sagte der ehemalige Erfolgscoach von Turbine Potsdam der Deutschen Presse-Agentur vor dem Final-Hinspiel des DFB-Teams heute Abend (20.30 Uhr/ZDF) gegen Spanien in Kaiserslautern.
Auf spanischer Seite stehen etliche Spielerinnen beim FC Barcelona unter Vertrag, der zuletzt fünfmal in Folge das Champions-League-Finale erreichte und dieses dreimal gewann. "Der Klub ist die Henne und die Nationalmannschaft das Ei. Und das ist genau der Punkt, wo ich die Probleme sehe: Wir haben keine überragenden Klub-Mannschaften mehr", monierte der 83 Jahre alte Schröder.
"Die erfolgreichste Zeit der Nationalmannschaft war, als drei Klubs die Nationalspielerinnen gestellt haben: Das waren damals der 1. FFC Frankfurt, Duisburg und wir. Diese drei Klubs haben auch den Europapokal gewonnen - und das war der Kern der DFB-Erfolge", meinte Schröder, der 2005 und 2010 mit Potsdam triumphierte. Das Nationalteam wartet seit Olympia-Gold 2016 auf einen Titel, den letzten von acht EM-Triumphen gab es 2013, die WM-Titel 2003 und 2007.
Fans von Polizei verprügelt: VfB-Boss ist "schockiert"
Das Ergebnis ließ einen rundum gelungenen Abend vermuten: Mit 4:0 (2:0) hatte der VfB Stuttgart am Donnerstag in der Europa League bei den Go Ahead Eagles Deventer gewonnen, zumindest das Erreichen der Play-offs rückte so ein großes Stück näher. Dass die Stimmung bei den Schwaben dennoch getrübt war, lag an einem unschönen Aufeinandertreffen einiger VfB-Fans mit der niederländischen Polizei vor der Partie. Großteile der organisierten Stuttgarter Fanszene reisten daraufhin wieder ab, der Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle tobte.
Was war passiert? Wie der VfB in einer Stellungnahme noch vor Anpfiff bestätigte, sollen die Behörden von Deventer gegen Anhänger in drei Fanbussen der Schwaben ein Betretungsverbot für die Stadt ausgesprochen haben. Als Grund sei "angebliches aggressives Verhalten von Fans des VfB gegenüber der Polizei" genannt worden. Wehrle, der selbst vor Ort war, konnte diese Darstellung nicht nachvollziehen.
Das Verhalten der Polizei sei "völlig unverhältnismäßig gewesen", sagte der 50-Jährige bei RTL. Fans seien beim Aussteigen aus dem Bus mit Knüppeln geschlagen worden, berichtete Wehrle. Er sei "schockiert", so etwas habe er "nicht für möglich gehalten", fügte der Funktionär an. Der Verein habe bei der UEFA umgehend Beschwerde eingelegt.
"Hochgradig asozial": DFB-Star Stiller von Gegenspieler beleidigt
Beim klaren 4:0-Erfolg des VfB Stuttgart bei den Go Ahead Eagles Deventer sorgt Holland-Profi Victor Edvardsen mit einer abfälligen und geschmacklosen Geste für große Aufregung. Die Stuttgarter und auch RTL-Kommentator Corni Küpper wüten.
DFB-Star: "Man nimmt Manus Entscheidung gefühlt nicht ganz ernst"
Die aktuelle deutsche Nummer eins Oliver Baumann will sich weiterhin nicht an der Debatte um eine mögliche Rückkehr von Manuel Neuer ins Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beteiligen. "Mich interessiert das wirklich null. Ehrlich!", sagte der Keeper des Bundesligisten TSG Hoffenheim im Interview mit Sky Sport. "Ich finde es eher interessant, wie viel Aufmerksamkeit das erweckt", fügte Baumann an, "ich finde es aber auch interessant, weil man gefühlt die Entscheidung von Manu nicht ganz ernst nimmt."
Neuer war nach der Europameisterschaft 2024 im eigenen Land aus dem Nationalteam zurückgetreten, seit dem verletzungsbedingten Ausfall seines etatmäßigen Nachfolgers Marc-André ter Stegen gibt es Gerüchte um ein mögliches Comeback des Weltmeisters von 2014. "Am Ende zählt, was Julian (Bundestrainer Nagelsmann, d. Red.) und Andreas Kronenberg (Torwarttrainer Nationalmannschaft, d. Red.) zu mir sagen", betonte Baumann. Er versuche, seine Leistungen zu bringen, alles andere sei "unwichtig".