Mittwoch, 13. Januar 2021Der Sport-Tag

Heute mit David Bedürftig & Till Erdenberger
23:33 Uhr

Trennung nach achteinhalb Jahren: Pauli lässt Torwart gehen

Der FC St. Pauli und sein bisheriger Stammkeeper Robin Himmelmann gehen ab sofort getrennte Wege. Foto: Selim Sudheimer/dpa/Archivbild

Der FC St. Pauli und sein bisheriger Stammkeeper Robin Himmelmann gehen ab sofort getrennte Wege.

(Foto: Selim Sudheimer/dpa/Archivbild)

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli und der langjährige Stammtorhüter Robin Himmelmann haben sich auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Der 31-Jährige verlässt den Kiezklub nach achteinhalb Jahren, sein Arbeitspapier wäre eigentlich zum Ende der aktuellen Saison ausgelaufen. Himmelmann nahm zuletzt nicht mehr am Mannschaftstraining teil und arbeitete individuell. "Wir hatten uns im Trainerteam dazu entschieden, auf der Position des Torhüters etwas zu verändern", sagte Chefcoach Timo Schultz: "Dass Robin nicht mehr unsere Nummer 1 ist, hat nichts mit seiner Person zu tun." Beim 1:1 gegen Holstein Kiel hatte zuletzt Neuzugang Dejan Stojanovic im Tor von St. Pauli gestanden. Himmelmann absolvierte insgesamt 184 Pflichtspiele für die Hamburger, sein nächstes Ziel ist noch nicht bekannt. "Das Ende hatte ich mir definitiv anders und auch nicht zum jetzigen Zeitpunkt vorgestellt, leider hat die Entwicklung der letzten Zeit mir keine andere Wahl gelassen", sagte er.

21:39 Uhr

"Wäre bitterer als jeder Abgang eines Spielers": Vogts appelliert an Gladbach

Berti Vogts hat an seinen Ex-Klub Borussia Mönchengladbach appelliert, Trainer Marco Rose unbedingt zu halten. "Sein Wechsel wäre für die Borussia bitterer als jeder Abgang eines Gladbacher Spielers. Deshalb muss alles dafür getan werden, um ihn zu halten", sagte der ehemalige Bundestrainer dem Nachrichtenportal "t- online".

Rose besitzt in Gladbach zwar noch einen Vertrag bis Juni 2022, doch nach der Trennung von Lucien Favre wird er als heißer Kandidat ab dem Sommer bei Borussia Dortmund gehandelt. Der Vertrag des 44-Jährigen soll eine Ausstiegsklausel beinhalten. "Marco Rose ist der Grund, weshalb Borussia Mönchengladbach wieder so erfolgreich Fußball spielt. Was er aus dieser Mannschaft gemacht hat, ist irre", sagte Vogts und ergänzte: "Ich hoffe sehr, dass Marco in Gladbach bleibt, denn ohne ihn stünde der Verein wieder vor einer unsicheren, sportlichen Zukunft."

20:54 Uhr

Champions-League-Änderung? "Week of Football" könnte kommen

Die Champions League könnte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zufolge ein neues Aussehen bekommen. Wie der 65-Jährige bei fcb.tv sagte, gibt es Überlegungen im Europäischen Fußballverband (UEFA) für eine "Week of Football". In Anlehnung an das Finalturnier in Lissabon im vergangenen Sommer könnten beide Halbfinale sowie das Endspiel in nur einer Stadt veranstaltet werden. Man wolle dabei "ein bisschen nach dem Vorbild Super Bowl" in den USA gehen. "Das hört sich meiner Meinung nach gut an", befand Rummenigge. Im vergangenen Jahr war coronabedingt ein Champions-League-Finalturnier in Portugals Hauptstadt ausgetragen worden. Rummenigge bezeichnete das als "größten Thrill". Dabei wurden ab dem Viertelfinale in Lissabon nur K.o.-Partien ausgetragen. Am Ende krönte sich der FC Bayern zum Sieger.

20:23 Uhr

Nach Horrorstürzen: Evenepoel und Jakobsen planen Rückkehr

Die Radprofis Remco Evenepoel und Fabio Jakobsen vom Team Deceuninck-Quick Step planen nach ihren Horrorstürzen im Jahr 2020 ihre Rückkehr. Während der 24 Jahre alte Jakobsen sich aber wohl noch länger wird gedulden müssen, könnte Evenepoel schon im Februar wieder mit dem Teamtraining beginnen. Der Belgier war bei der Lombardei-Rundfahrt im August fast zehn Meter tief von einer Brücke gefallen und hatte sich dabei unter anderem einen Beckenbruch zugezogen. "Ich will mir und meinem Körper genug Zeit geben, wieder zu 100 Prozent fit zu werden, bevor ich wieder auf das Fahrrad steige", sagte Evenepoel, der noch immer unter Schmerzen leidet.

Jakobsen hatte es bei seinem Sturz bei der Polen-Rundfahrt Anfang August noch schlimmer erwischt: Im Schlusssprint der ersten Etappe war er von seinem Landsmann Dylan Groenewegen bei einer Geschwindigkeit von über 80 km/h ins Absperrgitter gedrückt worden und hatte dabei lebensgefährliche Verletzungen erlitten. "Zurzeit kann ich wieder trainieren. Das Gefühl auf dem Rad ist in Ordnung, langsam aber sicher fühle ich mich wieder wie ein Profi", sagte Jakobsen: "Ich weiß noch nicht, wann ich wieder Rennen fahren kann, im Februar werde ich mich aber zunächst erneut einer Operation unterziehen."

18:32 Uhr

Sky und Jörg Dahlmann gehen getrennte Wege

War es letztendlich ein Rauswurf? Fakt ist, das Kapitel Jörg Dahlmann und Bezahlsender Sky neigt sich dem Ende zu. Der Sport-Reporter verkündete auf Instagram, er stehe vor einer "Sky-Abschiedstour". Nur noch drei Spiele blieben ihm laut eigener Aussage. Dahlmanns Wahl der Hashtags ("Schade", "Leben geht weiter" sowie "Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere") legt nahe, dass er eher gegangen wurde als gekündigt hat. Im Dezember hatte sich über den Kommentator ein Shitstorm im Netz entladen, als er mit einem sexistischen Spruch für Aufmerksamkeit sorgte. Er hatte beim Debüt von Union-Keeper Loris Karius, der Lebenspartner von Sophia Thomalla, gesagt: "Hat den Vorteil, dass er zu Hause kuscheln kann mit seiner Sophia Thomalla. Aber für so eine Kuschelnacht mit Sophia würde ich mich auch auf die Bank setzen."

Der Bezahlsender hatte sich zunächst nicht zu dem Abschied geäußert, teilte dann aber mit, Dahlmann werde nach der Spielzeit nicht mehr zum Sky-Kommentatorenteam gehören: "Schon vor längerer Zeit hatten wir mit ihm besprochen, die bis zum Ende der aktuellen Saison laufende Zusammenarbeit nicht zu verlängern."

17:47 Uhr

Leverkusen angelt sich Abwehr-Hühne von Manchester United

Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat sich mit dem 1,90 m großen Abwehrspieler Timothy Fosu-Mensah (23) vom englischen Rekordmeister Manchester United verstärkt. Der niederländische Nationalspieler wechselt mit sofortiger Wirkung unters Bayer-Kreuz und erhält einen Vertrag bis 2024. Leverkusen benötigt neues Personal auf der Rechtsverteidiger-Position, da Lars Bender im Sommer seine Karriere beenden wird. Als Ablösesumme für Fosu-Mensah, dessen Vertrag im Sommer bei ManUnited ausgelaufen wäre, waren 1,7 Millionen Euro im Gespräch. "Timothy Fosu-Mensah ist ein technisch versierter, schneller und körperlich starker Abwehrspieler, der sowohl als Rechtsverteidiger als auch im Zentrum einsetzbar ist", sagte Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes.

16:28 Uhr

Neuer äußert sich zur Rückholaktion von Boateng, Hummels und Müller

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Gemeinsam bei der WM 2014 im Halbfinale gegen Brasilien.

(Foto: imago/Ulmer/Teamfoto)

Kapitän Manuel Neuer will keine Prognose über eine mögliche Rückkehr von Thomas Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels in die Nationalmannschaft abgeben. "Joachim Löw und Oliver Bierhoff haben bereits gesagt, dass sie alle Spieler in den Blick nehmen, die für Deutschland spielen können. Ich finde, damit ist öffentlich alles gesagt. Alles Weitere sollte intern besprochen werden", sagte der Torwart des FC Bayern München im Interview dem "Stern". "Jede weitere öffentliche Diskussion, mit welchem Ausgang auch immer, erhöht den Druck auf junge Spieler wie Niklas Süle, Serge Gnabry oder Leroy Sané, zu denen der Bundestrainer ein klares Bekenntnis abgegeben hat."

Insbesondere auf die Abwehrspieler Boateng und Hummels angesprochen, sagte Neuer: "Wir müssen - egal, wer spielt - als Einheit auftreten. Das ist das Entscheidende. Ich hatte mit Mats und Jérôme erfolgreiche Jahre. Warten wir doch ab, bis der Bundestrainer nominiert."

15:36 Uhr

"Wie im Wilden Westen": Superstar wütet wegen lascher Corona-Regeln bei Handball-WM

Sander Sagosen aus Norwegen in Aktion. Foto: Johan Nilsson/TT NEWS AGENCY/AP/dpa

Sander Sagosen aus Norwegen in Aktion. Foto: Johan Nilsson/TT NEWS AGENCY/AP/dpa

(Foto: Johan Nilsson/TT NEWS AGENCY/AP/dpa)

Handball-Superstar Sander Sagosen hat die Corona-Blase bei der WM in Ägypten stark kritisiert. "Ich weiß nicht, ob man das überhaupt eine Blase nennen kann", sagte der Norweger vom Bundesliga-Topklub THW Kiel vor dem Auftaktspiel gegen Ex-Weltmeister Frankreich: "Alles bis jetzt war ein großer Witz." In den ersten Stunden in Gizeh habe er sich an den "Wilden Westen" erinnert gefühlt sagte Sagosen. Seine Mannschaft befinde sich in einem "Schockzustand".

Im Vorfeld war er "nicht dafür und hatte große Hoffnungen", sagte Sagosen über eine mögliche Absage des Turniers wegen der Pandemie. Aber nach seinen Erfahrungen nun vor Ort, "kann man die Frage danach stellen." Im Hotel der Norweger, in dem auch die deutsche Mannschaft untergebracht ist, würden etwa die Menschen ohne Mundschutz ein und aus gehen, die Teams essen zusammen. Alle im Vorfeld abgegeben Versprechen würden nicht eingehalten.

15:03 Uhr

Kein Coach, kein Derby: Russischer Sportsender sperrt englische Begriffe aus

Beim russischen Sportsender Match TV sollen die Kommentatoren künftig auf englische Begriffe verzichten. Der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller, hat als Eigentümer des Kanals mehr als 100 Wörter auf den Index gesetzt. Demnach sollen etwa "Loser", "Playoff", "Coach", "Performance", "Derby", "Restart" und "Shortlist" künftig ins Russische übersetzt werden.

Zu dem Staatskonzern gehört eine ganze Reihe von Medien. Reporter beklagen bisweilen hinter vorgehaltener Hand eine Bevormundung und Einmischung in ihre Arbeit. Die Chefproduzentin von Match TV, Tina Kandelaki, bestätigte der Staatsagentur Tass die Liste. Sollte dennoch ein englisches Wort bei der Fußballübertragung durchrutschen, drohten aber keine Strafen. Der Journalist Stanislaw Gridassow, der die Liste zuerst im Nachrichtenkanal Telegram veröffentlicht hat, meinte: "Es ist bekannt, dass der Chef von Gazprom (...) ein leidenschaftlicher Kämpfer für die Reinheit der russischen Sprache ist." Gazprom ist auch Sponsor des Bundesligisten FC Schalke 04.

14:09 Uhr

"Bei einem Turnier geht das nicht": Aber Neuer ist optimistisch für die EM

Manuel Neuer sieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft im Sommer trotz des vernichtenden 0:6 in Spanien als Titelkandidaten. "Ich traue uns alles zu", sagte der Torhüter von Bayern München bei dfb.de.

Dafür fordert er unbedingten Leistungswillen ein. "Europameister zu werden, ist ein großes Ziel, ein überragendes Ziel", sagte Neuer: "Jeder von uns ist schon jetzt dafür verantwortlich, alles dafür zu tun, im Sommer den größten Beitrag dafür zu leisten, den er leisten kann." Wichtig seien Mentalität und Zusammenhalt, zudem müsse die zuletzt arg wacklige Defensive unbedingt stabilisiert werden: "Bei einem Turnier geht so etwas nicht."

13:47 Uhr

Nationalspieler fällt aus: FC Bayern reist gerupft nach Kiel

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Leon Goretzka kann dem FC Bayern auf dem Weg nach Berlin heute nicht helfen.

(Foto: Ulmer/Pool)

Der FC Bayern tritt ohne Mittelfeldspieler Leon Goretzka im DFB-Pokalspiel heute Abend (20.45 Uhr/ARD und Sky) beim Zweitliga-Topteam Holstein Kiel an. Wie die Münchner mitteilten, hat der Nationalspieler im Training einen Schlag auf die Wade abbekommen und wird daher nicht mit dem Team nach Kiel reisen. Trainer Hansi Flick muss ohnehin schon auf Kingsley Coman (muskuläre Probleme) und Eric Maxim Choupo-Moting (Rückenprobleme) verzichten. Der Gewinner der Pokal-Partie spielt im Achtelfinale gegen den Zweitligisten SV Darmstadt 98.

13:14 Uhr

Der neue Boss erwartet von Vettel Großes

Das neue Formel-1-Werksteam Aston Martin erhofft sich von Sebastian Vettel einen enormen Lerneffekt für den Rennstall. "In Sebastian haben wir einen anerkannten viermaligen Weltmeister, der Erfahrung darin hat, Teams zu helfen, Rennen zu gewinnen und um die Meisterschaft zu kämpfen. Deshalb ist er eine so wichtige Verpflichtung für uns", sagte Teamchef Otmar Szafnauer. "Er bringt eine Siegermentalität mit, und wir alle werden auf dieser Reise zweifellos viel von ihm lernen."

Aston Martin ist das Nachfolgeteam von Racing Point. Vettel hat Ferrari nach sechs Jahren verlassen und fährt künftig an der Seite von Lance Stroll, dem Sohn des kanadischen Team-Mitbesitzers Lawrence Stroll. "Wir glauben auch, dass Sebastian das Beste aus Lance herausholen wird und Lance im Gegenzug Sebastian hart antreiben wird", meinte Szafnauer.

12:46 Uhr

Palmeiras-Ekstase wischt Corona-Vernunft komplett weg

Erstmals seit mehr als 20 Jahren zieht der brasilianische Fußball-Topklub Palmeiras Sao Paulo wieder ins Finale der Copa Libertadores ein. Und dies trotz Niederlage im Halbfinal-Rückspiel gegen den argentinischen Serien-Finalisten River Plate. Der Freudentaumel der Fans ist trotz Corona euphorisch.

11:39 Uhr

"Peinlich": Eishockey-Boss schämt sich für Szene bei Lukaschenko-Treffen

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Belarus-Machthaber und Eishockey-Machthaber.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Präsident Rene Fasel vom Eishockey-Weltverband IIHF ist die innigen Umarmung mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko inzwischen höchst unangenehm. "Es ist ein bisschen blöd gelaufen, das muss ich sagen. Es ist mir auch peinlich", sagte Fasel dem Schweizer Fernsehsender SRF: "Es tut mir leid, wenn die Interpretation da ist, dass ich das akzeptieren würde, was da in Belarus passiert. Die Repressionen von den verschiedenen Leuten, die dort sind, akzeptieren wir sicher nicht."

  • Fasel hatte sich am vergangenen Montag in Minsk mit dem heftig umstrittenen Lukaschenko getroffen, um über die WM 2021 in Belarus (21. Mai bis 6. Juni) zu sprechen. Dabei war es zur innigen Umarmung gekommen, die medial und auf politischer Ebene zu Kritik geführt hatte.
  • Aus sportlicher Sicht pflege er "seit 20 Jahren gute Beziehungen" zu Lukaschenko, sagte Fasel: "Ich wollte das eigentlich ausnutzen, dass wir etwas Gutes tun können. Dass unsere WM in gewisser Art auch eine Versöhnung sein sollte zwischen der Opposition und der Regierung in Belarus."
  • Gegen die Austragung der WM in dem osteuropäischen Land hatten sich zahlreiche (sport)politische Stimmen erhoben, darunter von Mitausrichter Lettland. Hintergrund sind die Menschenrechtsverletzungen im diktatorisch regierten Land.
11:02 Uhr

Handball-WM droht die nächste Corona-Klatsche

Weitere Coronafälle sorgen bei der heute beginnenden Handball-WM in Ägypten für noch mehr Unruhe. Brasiliens Nationaltrainer Tata Oliveira und dessen Rückraum-Star Thiagus Petrus vom Champions-League-Finalisten FC Barcelona wurden vor der Abreise aus Portugal nach Kairo positiv getestet und haben sich in Isolation begeben.

Brasilien spielt in der Gruppe B mit Spanien, Tunesien und Polen, das Auftaktspiel gegen die spanischen Europameister ist für Freitag angesetzt. In einer früheren Testrunde hatten bereits Torhüter Leonardo Tercariol und vier Betreuer positive Ergebnisse abgeliefert. Alle zeigen laut Verband leichte Krankheitssymptome.

Erst gestern hatten die USA und Tschechien ihre WM-Teilnahme aufgrund einer Flut von Coronafällen absagen müssen. Nordmazedonien und die Schweiz rückten nach.

10:30 Uhr

Trauer um Bernhard Vossebein: Im Tischtennis "geht ein Zeitalter zu Ende"

Der deutsche Tischtennis-Sport trauert um sein Urgestein Bernhard "Berni" Vossebein. Der bislang älteste lebende deutsche Ex-Meister starb Angaben seiner Familie zufolge am vergangenen Dienstag in seiner Heimatstadt Bochum mit 95 Jahren nach einem Schlaganfall.

"Mit ihm", kondolierte Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb in einer Mitteilung des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB), "geht ein Zeitalter unseres Sports zu Ende, der Inbegriff für Kampfgeist am Tisch, eine niemals endende Begeisterung für unseren Sport und ein Beispiel für warme Menschlichkeit."

Vossebein gehörte in der Nachkriegszeit zu den prägenden Persönlichkeiten im deutschen Tischtennis. In den Doppel-Disziplinen gewann der "Löwe von Bochum" sieben nationale Titel, im Einzel stand Vossebein zweimal in einem DM-Finale. Zwischen 1953 und 1959 nahm der 16-malige Nationalspieler an vier WM-Turnieren teil.

09:49 Uhr

Bei Hertha BSC gibts Ärger für die Spieler, nicht für den Trainer

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Bei hertha BSC gibt es Gesprächsbedarf.

(Foto: imago images/Contrast)

Manager Michael Preetz hat Trainer Bruno Labbadia bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC trotz der angespannten sportlichen Lage das Vertrauen ausgesprochen. "Wir sehen, wie Bruno alle Themen angeht, und sind total von ihm überzeugt", sagte Preetz der "Sport Bild": "Das ist in den vergangenen Wochen, in denen es nicht die gewünschten Ergebnisse gab, noch mal sehr deutlich geworden."

Die ambitionierten Berliner sind nach dem 15. Spieltag nur Tabellenzwölfter. Zuletzt enttäuschte die Mannschaft beim 0:1 (0:0) bei Aufsteiger Arminia Bielefeld erneut. Preetz sieht angesichts der dürftigen Leistung "Gesprächsbedarf" mit den Spielern: "Es ist definitiv nicht akzeptabel, wenn man ein Spiel verliert und sich danach eingestehen muss, dass der Gegner den Sieg letztlich mehr gewollt und mehr investiert hat."

08:26 Uhr

Bierhoff hofft auf weitere Annäherung mit Özil

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hofft auf eine Annäherung mit Ex-Weltmeister Mesut Özil. "Wir waren informiert, dass unser Präsident Kontakt zu Mesut aufgenommen hat. Wenn ein Treffen daraus entsteht und sich alle an einen Tisch setzen, würden wir uns freuen. Ich hatte auch schon mit Mesut zu seinem Geburtstag über WhatsApp Kontakt und er hat sehr nett geantwortet", sagte Bierhoff der "Bild"-Zeitung.

Özil war nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten und hatte Rassismusvorwürfe erhoben. Vor dem Turnier hatte er sich mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan fotografieren lassen und damit großen Wirbel ausgelöst.

Am Montag hatte der Mittelfeldstar des FC Arsenal, der im Winter womöglich zu Fenerbahce Istanbul wechselt, auf Twitter berichtet, dass er einen "netten, persönlichen Brief" von DFB-Präsident Fritz Keller erhalten habe. Er habe es auch nicht bedauert, für die Nationalmannschaft gespielt zu haben und erinnerte an die tollen Erinnerungen vom WM-Titelgewinn 2014.

07:29 Uhr

Weltmeister nehmen Löw in Schutz und kritisieren "Experten"

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Toni Kroos kritisiert ehemalige Kollegen.

(Foto: imago images/Cordon Press/Miguelez Sports)

Die Fußball-Weltmeister Toni Kroos und Per Mertesacker haben Bundestrainer Joachim Löw gegen die Kritik in den vergangenen Wochen verteidigt. "Nach einer gewonnenen Weltmeisterschaft hast du die schwierigsten Jahre. Spanien hat das mitgemacht, alle großen Nationen, die eine Weltmeisterschaft gewonnen haben, werden das mitmachen", sagte Mertesacker in dem Podcast "Einfach mal Luppen" von Kroos. "Ich finde bei Jogi Löw spannend: Was hat er uns über Jahre gegeben und welche Perspektive haben wir im Sommer? Ich kriege eine Gänsehaut, wie er uns damals geformt hat." Mertesacker und Kroos wurden 2014 gemeinsam mit Löw in Brasilien Weltmeister.

Während Mertesacker mittlerweile als Nachwuchs-Chef des FC Arsenal und TV-Experte des ZDF arbeitet, ist Kroos noch immer aktiver Nationalspieler. Der Profi von Real Madrid stört sich bei der Kritik an Löw nach der jüngsten 0:6-Niederlage gegen Spanien auch an der Rolle ehemaliger Kollegen in den Medien. "Ein Experte ist für mich jemand, der sagt: Ich kann dir diese Situation erklären und dir zeigen, wer hier was falsch gemacht hat", so Kroos. "Aber es ist nicht seine Aufgabe, zu sagen: Der kann jetzt da nicht mehr Trainer sein und der muss raus. Die wissen ja gar nichts Internes."

07:05 Uhr

Schweiz-Regisseur findet WM-Teilnahme "völlig surreal"

Der Schweizer Handball-Nationalspieler Andy Schmid vom Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen hat überrascht, aber erfreut auf die unerwartete WM-Teilnahme als Nachrücker-Mannschaft reagiert. "Ich habe zu meinem Geburtstag nicht so viele Nachrichten bekommen wie heute Abend. Das ist völlig surreal", sagte der Weltklasse-Spielmacher am späten Dienstagabend dem "Mannheimer Morgen".

Er habe sich auf Homeschooling eingestellt und spiele jetzt in wenigen Stunden eine Weltmeisterschaft. "Ich wasche und packe gerade. Ich weiß, dass es wegen der Corona-Situation Argumente für und gegen die WM gibt. Aber ich muss das machen, ich muss diese WM spielen. Diese Chance habe ich wahrscheinlich nur dieses eine Mal in meinem Leben", sagte der 37-Jährige.

06:09 Uhr

Handball-Legende findet WM "sinnvoll und absolut notwendig"

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Stefan Kretzschmar und Bob Hanning freuen sich, dass die umstrittene Handball-WM ausgetragen wird.

(Foto: imago images / Contrast)

Der frühere deutsche Handballstar Stefan Kretzschmar hat die umstrittene Durchführung der Handball-WM in Ägypten verteidigt. "Ich persönlich finde sie äußerst sinnvoll und absolut notwendig", sagte der frühere Weltklasse-Linksaußen dem Nachrichtenportal watson.de.

Natürlich könne man, so Kretzschmar, "in der heutigen Zeit moralisch und ethisch darüber diskutieren und ich akzeptiere auch gegenteilige Meinungen. Aber ich glaube, im Jahr 2021 müssen wir lernen, trotz und mit diesem Virus zu leben." Es müssten Konzepte und kreative Lösungen gefunden werden, um sich Schritt für Schritt zurück in den Alltag zu kämpfen.

Dafür könne so eine Weltmeisterschaft in so einer Blase ein positives Beispiel sein, und er hoffe, "dass wir am 31. Januar rückblickend sagen können: Das war eine gute WM."