Bayern-Boss Max Eberl ist absolut begeistert
Vor fast zwei Jahren suchte Max Eberl händeringend nach einem Trainer für den FC Bayern, heute klopft er sich angesichts der Entscheidung für Vincent Kompany deutlich vernehmbar auf die Schulter. "Auch wenn er erst 40 wird: Er gehört schon jetzt zur ganz großen Trainer-Gilde", sagte der Sportvorstand im Gespräch mit dem "Münchner Merkur"/"tz" über den Belgier. Kompany, fügte Eberl hinzu, sei solch ein großer Trainer, "weil er ein sehr schlauer, intelligenter Mensch" sei. "Das Wort Mensch bitte unterstreichen! Die Leute hatten schon immer Respekt vor ihm. Aber er lässt diesen Respekt jeden Tag wachsen. Indem er einfach er selber ist."
Den "Kompany-Faktor" spürten sie beim FC Bayern "jeden Tag", sagte Eberl. Der Coach habe "sich seit unserem ersten Gespräch nicht verändert, nur weiterentwickelt. Die Erfahrung, die er als Kapitän einer großen Mannschaft gemacht hat, überträgt er vor jedem Spiel. Diese Qualität ist großartig, seine Gelassenheit tut uns sehr gut."
Kompany war vor der Saison 2024/25 vom FC Burnley, mit dem er aus der Premier League abgestiegen war, nach München gekommen. Zuvor hatte Eberl einige Absagen renommierter Trainer kassiert. Doch Kompany, einst Weltklasse-Verteidiger und Kapitän von Manchester City, überzeugte sofort. In der ersten Saison gewann er mit den Bayern die Meisterschaft, in diesem Jahr haben die Münchner Chancen auf das Triple. Er besitzt einen Vertrag bis 2029.
Real-Experte Oliver Kahn erklärt, was das Bernabeu ausmacht
An seine Auftritte im Estadio Santiago Bernabéu, dem Fußball-Tempel von Real Madrid, kann sich Oliver Kahn gut erinnern. Und der frühere Torwart weiß genau, was seine Nachfolger beim FC Bayern im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League am Dienstag (21 Uhr/Prime Video und im ntv.de-Liveticker) erwartet. "90 Minuten im Bernabéu sind so anstrengend wie nirgendwo sonst", sagte Kahn im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".
Der 56-Jährige erklärte: "Das Publikum in Madrid ist deutlich intensiver als in Barcelona, man hat das Gefühl, alles drückt dich nach unten. Die Atmosphäre kann einen einschüchtern. Und jetzt, mit dem Dach, wird das noch verstärkt." Kaum jemand kennt die Herausforderung Real Madrid so gut wie Kahn und nur wenige haben sie so oft erfolgreich gemeistert. 2000 gehörte er zur Bayern-Elf, die als erste deutsche Mannschaft ein Spiel im Bernabéu gewann. Insgesamt feierte er sieben Siege gegen die Königlichen (ein Unentschieden, vier Niederlagen), in der Ära Kahn verdienten sich die Bayern als "Bestia Negra" den Respekt der Spanier.
Nach Verletzungsschreck: Diagnose bei Lakers-Superstar Doncic da
Basketball-Superstar Luka Doncic wird den Los Angeles Lakers für den Rest der NBA-Hauptrunde fehlen. Wie der Klub mitteilte, hat sich der Slowene eine Zerrung des linken Oberschenkelmuskels zugezogen und wird die verbleibenden fünf Spiele der regulären Saison verpassen. Ob Doncic in den Playoffs einsatzfähig sein wird, ist offen.
Der Ausfall trifft die Lakers hart. Das Team hat sich zwar bereits für die Endrunde qualifiziert, liegt als Dritter der Western Conference aber nur einen Sieg vor den viertplatzierten Denver Nuggets. Doncic ist mit im Schnitt 33,5 Punkten pro Partie der beste Scorer der Liga und steuerte zudem 8,3 Assists sowie 7,7 Rebounds bei. Der 27-Jährige hatte sich am Donnerstag im dritten Viertel der deutlichen 96:139-Niederlage gegen Titelverteidiger Oklahoma City Thundder verletzt.
Werder-Boss spricht über peinliches Leih-"Missverständnis"
Bei Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz hat die Kritik der vergangenen Wochen Spuren hinterlassen. "Es macht was mit mir. Ich bin im 20. Jahr bei Werder. Werder ist nicht irgendein Verein für mich; ich habe eine enge emotionale Bindung", sagte Fritz im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Auf der Sachebene ist alles an Kritik okay. Doch sollte es niemals persönlich werden. Vor allem das Verstecken hinter Pseudonymen im Internet stört mich."
Der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten war während der Talfahrt des Klubs für viele Fans zum Gesicht der Krise geworden, auch weil Werder unter seiner Führung im Winter ein Fehler unterlaufen war. Fritz nahm fälschlicherweise an, dass der Verein die Anzahl von Leihspielern ausgeschöpft habe. "Es gab ein internes Missverständnis. Dann war das Thema in der Welt, und wir haben Fehler in der Kommunikation nach außen gemacht. Es lief sportlich nicht bei uns; auch deswegen wurde das Thema groß und größer", sagte Fritz, ergänzte aber: "Wäre uns im Winter dadurch etwas weggebrochen an Möglichkeiten auf dem Transfermarkt, weil wir auf dem falschen Pfad unterwegs waren, hätte ich die harte Kritik eingesteckt. Das war aber nicht der Fall. Wir konnten agieren und reagieren. Nur hat das niemand hören wollen."
Nach der Entlassung von Trainer Horst Steffen Anfang Februar und einem holprigen Start unter dessen Nachfolger Daniel Thioune fing sich Bremen zuletzt mit drei Siegen aus vier Spielen. Vor dem 28. Spieltag gegen RB Leipzig (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) hat Werder vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16.
Deutsches Rad-Ass nimmt kurzfristig weiteres Rennen ins Programm
Radsport-Ass Florian Lipowitz hat nach seinem starken Auftritt bei der Katalonien-Rundfahrt kurzfristig ein weiteres Rennen ins Programm genommen und startet ab Montag bei der Baskenland-Rundfahrt. Der 25 Jahre alte Tour-de-France-Dritte wolle "das Momentum aus Katalonien nutzen und seine Form bewusst unter Rennbedingungen weiterentwickeln", teilte sein Team Red Bull-Bora-hansgrohe mit. Lipowitz hatte bei der am vergangenen Sonntag beendete Volta a Catalunya den dritten Platz belegt und sich dabei in stärkerer Form als sein neuer Teamkollege Remco Evenepoel gezeigt.