Sonntag, 22. März 2020Der Sport-Tag

Heute mit Torben Siemer & Till Erdenberger
18:26 Uhr

Ski-Star schreibt und singt Corona-Hymne

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Corona macht kreativ - zumindest Mikaela Shiffrin. Die Ski-Olympiasiegerin hat die Zwangspause genutzt und einen Danke-Song für alle Menschen geschrieben, die trotz der Pandemie weiterhin ihre Arbeit verrichten müssen.

"Wir sind bei euch, geben euch Liebe und Kraft, um zu kämpfen", singt Shiffrin in einem Video, das sie auf ihren Kanälen im Netz teilte, dazu spielt sie auf einer Akustik-Gitarre. Das Filmchen wurde binnen weniger Stunden zehntausendfach geklickt. "Wir sehen unglaubliche Taten der Freundlichkeit und Selbstlosigkeit jeden Tag. Ich habe im großen Bild all dieser Dinge eine Kleinigkeit gemacht - ich habe einen Song geschrieben", erklärt Shiffrin ihre Motivation für das Lied.

17:30 Uhr

DOSB will deutsche Athleten gegenüber dem IOC vertreten

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild)

Die Führung des Deutschen Olympischen Sportbundes bezieht seine Athleten in die Debatte um eine mögliche Verschiebung der Sommerspiele in Tokio angesichts der Coronavirus-Krise direkt mit ein. "Wir als DOSB sehen eine unserer wesentlichen Aufgaben darin, Eure Interessen, die Interessen der Athleten des Team D, gegenüber dem IOC zu vertreten", sagte Verbandspräsident Alfons Hörmann, einen Tag nach einem Videochat mit rund 200 Athleten. Der DOSB forderte die deutschen Sportler, die sich für die Spiele qualifiziert haben oder sich noch qualifizieren könnten auf, an einer Umfrage teilzunehmen.

"Aus diesem Grund möchten wir gerne ein Stimmungsbild bei Euch abholen und Eure Position zu zentralen Fragen rund um die Ausrichtung der Olympischen Spiele in dieser einmalig schwierigen Phase einholen", erklärte Hörmann. Insbesondere gehe es aber auch darum zu klären, wer von den Athleten zum geplanten oder zu einem alternativen Zeitpunkt an den Olympischen Spielen teilnehmen möchte. Ergänzend zu dieser erstmals in der Geschichte des DOSB initiierten Befragung der Athleten werde in den kommenden Tagen ein Austausch mit den betroffenen Spitzenverbänden stattfinden.

15:19 Uhr

"Weißbier oder Helles?" Müller begeistert in Quarantäne

Weißbier oder Helles? Wer sich schon immer gefragt hat, welchen Gerstensaft Bayern-Star Thomas Müller bevorzugt, kann in diesen Tagen einfach fragen. Das bayrische Urgestein hat sich in freiwilliger Quarantäne begeben und nutzt die Zeit für einen besonderen Fan-Service.

14:44 Uhr

55.000 Japaner bestaunen das Olympische Feuer

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Ob das Olympische Feuer im Sommer auch in Tokio brennen wird, ist fraglich.

(Foto: imago images/Kyodo News)

Ungeachtet der Sorgen um die Coronavirus-Pandemie haben rund 55.000 Japaner in Sendai das Olympische Feuer besichtigt. Das Feuer wurde am Bahnhof der Stadt in einem goldenen Kessel ausgestellt. Dabei bildeten sich Warteschlangen von bis zu 500 Metern, viele Menschen trugen einen Mundschutz.

Die Feuer-Besichtigung in Sendai stand im krassen Gegensatz zu einer reduzierten Zeremonie auf einem Militärstützpunkt in Higashimatsushima im Nordosten der Hauptinsel Honshu, wo das Feuer aus Griechenland ankam. 200 örtliche Schüler, die ursprünglich eingeladen waren, durften wegen der Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus nicht teilnehmen.

12:14 Uhr

Vettel denkt über Karriereende nach

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Sebastian Vettel befindet sich derzeit im Wartestand.

(Foto: imago images/Insidefoto)

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel macht sich im Alter von 32 Jahren allmählich Gedanken über ein mögliches Karriereende. "Natürlich denke ich darüber nach. Realistisch betrachtet werde ich in zehn Jahren nicht mehr hier sein", sagte Vettel im Interview mit motorsport-total.com. Dies bedeute jedoch nicht, "dass ich jeden Morgen aufstehe und mich frage, was ich in fünf Jahren tun werde. Ich sehe das ganz entspannt", betonte er. "Ein paar Ideen" habe er aber bereits, sagte der Ferrari-Pilot.

Wann Vettel seinem Beruf des Formel-1-Fahrers wieder nachgehen kann, ist aktuell noch offen. Wegen der Corona-Pandemie wurden die ersten sieben Rennen der Saison verschoben oder gestrichen, frühestens am 7. Juni in Aserbaidschan soll es losgehen.

10:41 Uhr

Deutsche Profi-Ligen beziffern ihren Corona-Schaden

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Noch ist unklar, wann Johannes Bitter wieder in einem Bundesliga-Tor stehen kann.

(Foto: imago images/Sportfoto Rudel)

Die Liga-Chefs im deutschen Handball, Basketball und Eishockey rechnen zusammen mit einem hohen Millionenschaden durch den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie. "Je nach Szenario", sagte BBL-Chef Stefan Holz der "Bild am Sonntag", kalkuliere die Basketball-Bundesliga mit einem Minus von "bis zu 25 Millionen Euro". Frank Bohmann sprach für die Handball-Bundesliga von "einer ähnlichen Größenordnung", Gernot Tripcke äußerte für die Eishockey-Bundesliga, der Umsatzausfall liege bei "bis zu 15 Millionen Euro".

Während die Handballer und Basketballer noch auf die Fortsetzung ihrer Saison hoffen, wurde der Spielbetrieb im Eishockey komplett abgebrochen. "Ich glaube, die DEL-Klubs können und werden überleben", sagte Tripcke. "Allerdings kann es eng werden, wenn Klubs jetzt schon Verträge zu den Konditionen der letzten Saison unterschrieben haben, aber gleichzeitig die Einnahmen wegbrechen. Aber vielleicht kommt es nach der Corona-Krise ja auch zu einem Boom, weil sich die Leute nach Sport sehnen."

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09:20 Uhr

EM-Verschiebung kostet "Hunderte Millionen Euro"

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Aleksander Ceferin rechnet mit der Solidarität der Verbände.

(Foto: imago images / Sven Simon)

Uefa-Präsident Aleksander Ceferin rechnet aufgrund der Verschiebung der EURO ins Jahr 2021 mit erheblichen finanziellen Einbußen für die Europäische Fußball-Union. "Klar ist, dass die Uefa durch die Austragung der EM im kommenden Jahr Hunderte Millionen Euro verlieren wird", sagte der Slowene in der Welt am Sonntag: "Die EM ist unser Aushängeschild und sie ist in jeder Vier-Jahres-Periode die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle. Daher ist klar: Wir haben das größte Opfer gebracht."

Ceferin dementierte Meldungen, wonach die UEFA von Ligen und Klubs eine Entschädigung in Höhe von 300 Millionen Euro verlangt habe. "Man hat uns versprochen, sich solidarisch mit uns zu zeigen, wenn es nötig ist. Das war alles, und das reicht für den Moment", sagte der 52-Jährige. Die UEFA habe Reserven in Höhe von 575 Millionen Euro, die man für die Bewältigung der finanziellen Ausfälle nutzen werde.

08:13 Uhr

Trotz Finanzsorgen: Superstars bleiben wertvoll

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Cristiano Ronaldo wird durch die Coronakrise nicht zum Schnäppchen werden.

(Foto: imago images/LaPresse)

Die Corona-Pandemie wird auch noch nicht absehbare Auswirkungen auf den Transfermarkt im Profi-Fußball in diesem Sommer haben. "Sicherlich wird es vorübergehend eine Delle geben", sagt der Sportökonom Christoph Breuer von der Deutschen Sporthochschule Köln der Deutschen Presse-Agentur. "Gerade für Spieler der zweiten Reihe werden wohl erstmal nicht mehr die Preise gezahlt werden wie zuletzt."

Breuer glaubt, dass die Preise für die Topspieler vermutlich nicht so stark einbrechen werden: "Die wenigen Superstars haben weiter einen so großen Wert für die Topklubs, dass die Nachfrage bei den finanzkräftigen Klubs hoch bleiben wird."

Angesichts der sicheren Einnahmeverluste der Vereine selbst im Falle der von der DFL erhofften Geisterspiele in der aktuell unterbrochenen Saison werden die deutschen Profiklubs auch nach Möglichkeiten zur Kostensenkung suchen müssen. Die Kader könnten auch kleiner werden. Die Vereine werden sich genau überlegen, mit wie vielen Spielern man einen Kader bestücken kann», prophezeit Breuer.