Baske wie Alonso: Bayer hat offenbar neuen Trainer gefunden
Die Trainersuche beim Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen steht offenbar vor dem Abschluss. Wie der "Kicker" berichtet, befindet sich der Werksklub in "finalen Verhandlungen" mit dem Spanier Andoni Iraola vom AFC Bournemouth. Der 43-Jährige soll Nachfolger des Dänen Kasper Hjulmand werden, der trotz eines Vertrages bis 2027 vor dem Aus steht. Nach der Absage des Brasilianers Filipe Luis, der laut Medienberichten vor einer Unterschrift bei der AS Monaco steht, soll Bayer auch laut Sky auf eine Verpflichtung von Iraola "drängen" und auf eine "schnelle Zusage hoffen. Auch Oliver Glasner, der am Mittwoch mit Crystal Palace den Titel in der Conference League gewann, ist laut Medienberichten ein Kandidat in Leverkusen.
Iraola, wie Bayers Meistertrainer Xabi Alonso Baske, hat in seinen drei Jahren beim AFC jeweils einen Punkterekord mit Bournemouth aufgestellt und war zuletzt in 18 Premier-League-Spielen unbesiegt geblieben. Bournemouth verpasste als Tabellensechster die Qualifikation für die Champions League nur knapp. Iraola hatte seinen Abschied schon im April angekündigt, der frühere Dortmund- und Leipzig-Coach Marco Rose übernimmt den Posten des Spaniers. In Leverkusen steht Hjulmand, der Bayer in der abgelaufenen Saison nach dem 2. Bundesligaspieltag übernommen hatte, aufgrund einer schwachen Rückrunde und Tabellenplatz sechs vor dem Abschied.
Schiri, der 23 Rote Karten gab, pfeift deutschen WM-Test
Eine wilde Schlägerei, Sicherheitskräfte und Militärpolizei auf dem Rasen - und mittendrin ein Schiedsrichter, der unglaubliche 23 Rote Karten verteilt: Der Unparteiische Matheus Delgado Candançan wird das Finale der Staatsmeisterschaft der brasilianischen Region Minas Gerais wohl nie vergessen. Knapp drei Monate nach dem Skandalspiel zwischen Cruzeiro und Erzrivale Atlético Mineiro (1:0) leitet der 27-Jährige am Sonntag (20.45 Uhr/ZDF) den vorletzten WM-Test der deutschen Nationalmannschaft gegen Finnland in Mainz.
Der international unerfahrene Candançan ist gelernter Ingenieur und erst seit 2025 FIFA-Schiedsrichter. Anfang März geriet er international in die Schlagzeilen, als besagtes Duell in seiner Heimat Brasilien eskalierte. Cruzeiro-Stürmer Christian geriet in der Nachspielzeit mit Atléticos Torwart Everson aneinander, in der Folge entwickelte sich eine wilde Prügelei. Schubser, Faustschläge und Fußtritte - alles dabei. Erst nach rund zehn Minuten sowie dank der Unterstützung von Sicherheitskräften und Militärpolizei hatte Candançan die Lage wieder im Griff. Im Spielbericht vermerkte er später unglaubliche 23 Platzverweise - elf für Atlético, zwölf für Cruzeiro. Unter den Rotsündern war neben dem künftigen Dortmunder Kaua Prates auch der frühere Topstürmer Hulk.
Neymars WM-Start in Gefahr
Superstar Neymar droht nach einem erneuten Rückschlag für den WM-Auftakt der brasilianischen Nationalmannschaft auszufallen. Wie der Teamarzt der Selecao am Donnerstag mitteilte, hat sich der Rückkehrer eine Muskelverletzung an der Wade zugezogen und muss zwei bis drei Wochen pausieren. Brasilien startet am 14. Juni (0 Uhr MESZ) gegen Marokko in die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli).
Die Berufung von Neymar war monatelang das größte Fragezeichen vor der Nominierung beim fünfmaligen Weltmeister gewesen. Seit einer Knieverletzung im WM-Qualifikationsspiel gegen Uruguay im Oktober 2023 hat der 34 Jahre alte Rekordtorschütze (79 Tore in 128 Länderspielen) nicht mehr für Brasilien gespielt.
Die Vorbereitungsspiele der Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti am Sonntag gegen Panama und am 6. Juni gegen Ägypten in Cleveland wird Neymar definitiv verpassen. Ob er rechtzeitig für die Partie gegen Marokko fit wird, ist fraglich - weitere Gegner in der Gruppe C sind Schottland und Haiti. Brasilien wartet seit dem Titelgewinn 2002 auf den sechsten Triumph.
Wer Bolt schlägt, kassiert ab: Für Doping-Weltrekord gibt's Mega-Prämie
Spitzenleistung dank dicker Finanzspritze? Die Macher der Enhanced Games haben eine Prämie von zehn Millionen Dollar ausgelobt für den Sprinter, der bei der nächsten Auflage der dopingfreundlichen Spiele den 100-Meter-Weltrekord von Usain Bolt bricht. Dies teilten die Enhanced Games mit, ohne einen konkreten Termin für die zweite Auflage zu nennen, allein die Jahreszahl 2027 wurde genannt.
Der Jamaikaner Bolt war bei der Leichtathletik-WM 2009 in Berlin in 9,58 Sekunden in eine neue Dimension vorgestoßen. Seit seinem Rücktritt kam kein Läufer in einem offiziellen Wettkampf unter regulären Bedingungen auch nur in die Nähe dieser Zeit.
Bei der ersten Auflage der Enhanced Games am vergangenen Sonntag in Las Vegas hatte der US-Amerikaner Fred Kerley, Weltmeister von 2022, über die 100 m in 9,97 Sekunden gesiegt - nach eigener Aussage hatte der 31-Jährige keine Dopingmittel eingesetzt. Der Weltrekord über 100 m wäre bei der Premiere des hochumstrittenen Formats eine Million Dollar wert gewesen.
Bei den ersten Enhanced Games war lediglich ein Weltrekord - mit Mitteln, die bei offiziellen Wettbewerben nicht zulässig sind - unterboten worden: Der griechische Schwimmer Kristian Gkolomeev gewann die 50 Meter Freistil in 20,81 Sekunden und verdiente insgesamt 1,5 Millionen US-Dollar.
DFB-Star fordert Klarheit bis nächste Woche
Nationalstürmer Deniz Undav vom VfB Stuttgart möchte einem Medienbericht zufolge möglichst in der kommenden Woche Klarheit über seine Zukunft. Wie die "Bild" berichtet, hat sich der 29-Jährige in den Vertragsverhandlungen eine Frist gesetzt.
Demnach will Undav bis zum Aufbruch mit der Nationalmannschaft zur Fußball-WM in die USA Gewissheit haben. Der DFB-Tross reist am Dienstag von Frankfurt nach Chicago. Sollte es bis dahin nicht zu einer Einigung kommen, würden die Gespräche erst einmal ausgesetzt, damit sich Undav auf die Nationalmannschaft konzentrieren könne.
Zweimal Break-Vorsprung: Struff verliert dennoch deutlich gegen Qualifikanten
Jan-Lennard Struff ist bei den French Open trotz des lautstarken Supports seiner Anhänger in der zweiten Runde ausgeschieden. Der 36 Jahre alte Warsteiner verlor sein Match gegen den portugiesischen Qualifikanten Jaime Faria 5:7, 6:7 (1:7), 2:6 und verpasste den Einzug in die Runde der letzten 32.
Struff hatte zum Auftakt noch für eine Überraschung mit einem Sieg gegen den Weltranglistenzehnten Alexander Bublik gesorgt. Nach diesem Erfolg war der deutsche Routinier mit Rückenwind in die Partie gegen Faria gegangen, tat sich aber schwer. Der Weltranglisten-80., der ohne große Resultate aus den vergangenen Wochen nach Paris gereist war, konnte in den ersten beiden Sätzen jeweils ein Break Vorsprung nicht behaupten. Faria leistete sich nur wenige vermeidbare Fehler und hielt stets den Druck hoch - aus dem sich Struff letztlich nicht befreien konnte.
Gegenspieler im Internet erniedrigt: Fußballer lange gesperrt
Weil er zwei Gegenspieler eines anderen Klubs in einem Instagram-Video erniedrigt hat, ist ein Amateurfußballer aus dem Landkreis Celle für ein halbes Jahr gesperrt worden. Das Sportgericht des Kreisfußballverbands wertete das 20 Sekunden lange Deepfake-Video als "pornografische Darstellung". Das berichtete die "Cellesche Zeitung".
Was war passiert? Im April trafen die Nachbarklubs FG Wohlde und TuS Unterlüß in der 2. Kreisklasse aufeinander (8:2). Nach der Partie lud der Wohlder Spieler auf seinem Instagram-Account ein von ihm bearbeitetes und mittlerweile wieder gelöschtes Video hoch. Darauf zu sehen waren zwei auf dem Boden kniende Spieler aus Unterlüß sowie eine Comicfigur, die sexuelle Handlungen andeutet.
"Wir fühlen uns erniedrigt und gedemütigt", sagte einer der beiden Fußballer der "Celleschen Zeitung". Der Wohlder Spieler entgegnete in seiner schriftlichen Stellungnahme für das Sportgericht, dass er "die gegnerischen Spieler nicht markiert habe, dass diese nur unscharf zu erkennen seien und er das Video auf seinem privaten, nicht öffentlichen Kanal eingestellt habe". Er wolle sich aber "bei jedem aufrichtig entschuldigen, für den Fall, dass sich eine jegliche Person durch das Video persönlich angegriffen fühlt". In der Urteilsbegründung des Sportgerichts heißt es: "Der Vorfall stellt keineswegs ein Kavaliersdelikt oder einen harmlosen Scherz dar."
Bericht: Juventus will Bayerns 50-Millionen-Euro-Verteidiger
Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin bemüht sich offenbar um eine Verpflichtung des Südkoreaners Min-Jae Kim von Bayern München. Wie die "Gazzetta dello Sport" berichtet, haben die Italiener bereits Kontakt zum deutschen Rekordmeister aufgenommen. Kim gilt als Wunschtransfer von Juves Trainer Luciano Spalletti, der den Abwehrspieler aus der gemeinsamen Zeit bei der SSC Neapel kennt.
2023 hatten Spalletti und Kim den Meistertitel in der Serie A gewonnen. Kim könnte mit einem Leihvertrag nach Turin ziehen. Dafür ist Juve bereit, den brasilianischen Verteidiger Bremer abzugeben, der beim FC Bayern Interesse geweckt haben soll, wie die Gazzetta berichtet.
Kim steht seit drei Jahren bei den Münchnern unter Vertrag und möchte den Verein offenbar verlassen, da er zuletzt weniger Einsatzzeit als erhofft erhalten hat. Sein Vertrag läuft bis 2028. Die Münchner, die vor drei Jahren 50 Millionen Euro für Kim an Neapel zahlten, fordern angeblich mindestens 30 Millionen Euro, eine Leihe werde noch geprüft.
Plötzlich steigt Bayern-Ikone ein: Taxi-Fahrer verblüfft Kimmich mit Fußball-Insights
Die WM steht vor der Tür. DFB-Kapitän Joshua Kimmich fährt im Kult-Taxi durch München und trifft auf verschiedene Gäste. In den Gesprächen geht es unter anderem um seine Ambitionen und persönlichen WM-Favoriten.
Was glauben Sie: Wie wird die WM für die deutsche Mannschaft laufen?
Euphorischer Glasner feiert Titel mit ikonischem Jubel
Oliver Glasner gewinnt mit Crystal Palace den ersten Europapokal der Klubgeschichte - und sorgt mit seinem legendären Bauch-Rutscher erneut für Begeisterung. Der frühere Frankfurt-Trainer verabschiedet sich damit stilecht.
"Sie haben jahrelang gelitten": Trump will Team im Titelkampf unterstützen
Kurz vor der Fußball-WM im eigenen Land hat US-Präsident Donald Trump nun auch seine Liebe zum Basketball entdeckt. Der 79-Jährige sagte vor Journalisten, der Eigentümer der New York Knicks, James Dolan, habe ihn zu den NBA-Finals eingeladen. "Mann, was für ein Team", sagte der gebürtige New Yorker Trump bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. "Sie haben einige wirklich großartige Spieler."
Die New York Knicks machten den Einzug in die Endspielserie der nordamerikanischen Basketballliga mit einem 130:93-Auswärtssieg bei den Cleveland Cavaliers um den deutschen Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder perfekt. Die "Best of seven"-gewann das Team aus New York klar mit 4:0.
Die Knicks stehen zum ersten Mal seit 1999 wieder in den NBA-Finals. Dort werden sie auf Titelverteidiger Oklahoma City Thunder um den deutschen Basketballer Isaiah Hartenstein oder die San Antonio Spurs treffen. In dieser Serie steht es 2:2 nach Siegen. "Die Knicks haben wirklich jahrelang gelitten", sagte Trump. "Momentan läuft es gut für sie."
DFB-Star verrät das Geheimnis seiner Sohle
Florian Wirtz ist für die Fußball-Weltmeisterschaft mit einem ganz speziellen Glücksbringer ausgestattet. "Ich habe vor kurzem zum Geburtstag neue Fußballschuhe bekommen", berichtete der 23 Jahre alte Nationalspieler zum Start der Nationalmannschaft in die Turniervorbereitung.
"Da stehen auf der Sohle alle (Namen) meiner Geschwister, meiner Eltern und meiner Freunde drauf. Das ist so etwas, was ich für die WM mitnehme. Das erinnert mich an meine engsten Leute und gibt mir Kraft", erzählte der Offensivspieler bei einem gemeinsamen PR-Termin mit Teamkollege Nick Woltemade für DFB-Partner Adidas in Herzogenaurach.
Gänsehautfinale für Ex-Bundesliga-Trainer: Palace schreibt Fußballgeschichte
Crystal Palace schreibt Fußballgeschichte: Mit dem Finalsieg gegen Rayo Vallecano holen die Engländer den ersten europäischen Titel der Klubgeschichte. Für Trainer Oliver Glasner endet die Zeit beim Verein damit perfekt.
Zverev nach Gala: "Vielleicht bin ich zu blöd"
Die meisten Tennisprofis befühlen vor dem Aufschlag die Bälle, ehe sie sich für den einen entscheiden - nicht so Alexander Zverev. Die Tennis-Idole Novak Djokovic und Rafael Nadal könnten ihm vielleicht "ein paar Geheimnisse über die Tennisbälle erzählen", sagte der Weltranglistendritte und ergänzte lächelnd: "Vielleicht bin ich zu blöd, um es zu erkennen. Aber für mich sind sie alle gleich."
Der Weltranglistendritte hatte die Frage von Ex-Profi Mats Wilander unmittelbar nach seinem völlig ungefährdeten 6:4, 6:2, 6:2-Sieg in der zweiten Runde der French Open gegen den Tschechen Tomas Machac beantwortet. Bei dem Match schlug er insgesamt 19 Asse. "Ich nehme einfach den ersten (Ball), den ich bekomme. Ich versuche, so hart es geht aufzuschlagen und gewinne den Punkt. Und das ist es."
Wilander wollte von Zverev auch wissen, warum er - anders als viele andere Spieler - zwischen den Ballwechseln so gut wie nie das Handtuch benutzt. "Glücklicherweise schwitze ich nicht so sehr. Das ist eine gute Sache. Ich tue es einfach nicht", erklärte der gebürtige Hamburger. Im Kampf ums Achtelfinale trifft Zverev nun auf den Franzosen Quentin Halys.