Bundesliga-Urgestein zieht es nach England
Der langjährige Bundesliga-Profi Josuha Guilavogui spielt jetzt für den englischen Traditionsclub Leeds United. Das Team des deutschen Trainers Daniel Farke gab die Verpflichtung des 34 Jahre alten Franzosen bekannt und möchte mit ihm den Wiederaufstieg in die Premier League schaffen.
"Ich habe noch nie in England gespielt. Für mich als Fußballspieler ist das eine wirklich tolle Erfahrung", sagte Guilavogui, der in der Bundesliga neun Jahre für den VfL Wolfsburg und in der vergangenen Saison noch einmal neun Monate für den FSV Mainz 05 spielte. Leeds sei "ein historischer Klub" und deshalb für ihn "eine wundervolle Gelegenheit". Der siebenmalige französische Nationalspieler war seit Sommer vereinslos und unterschrieb bei dem Aufstiegsfavoriten der zweiten englischen Liga einen bis Saisonende gültigen Vertrag. Für Leeds spielen bereits vier andere ehemalige Bundesliga- und Zweitliga-Profis: Maximilian Wöber (Borussia Mönchengladbach), Ilia Gruev (Werder Bremen), Brenden Aaronson (Union Berlin) sowie Ao Tanaka (Fortuna Düsseldorf).
Ter Stegen spricht über schwere Knieverletzung
Nationaltorwart Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona hofft nach seiner schweren Knieverletzung auf ein Comeback noch in dieser Saison. "Vielleicht schaffe ich es für dieses Jahr noch. Und wenn nicht, geht es mit Vollgas ins nächste Jahr", sagte der 32-Jährige in einem DAZN-Interview vor dem Champions-League-Spiel seines Klubs gegen den FC Bayern München.
Ter Stegen erlitt im vergangenen Monat einen Riss der Patellasehne im Knie und wurde danach operiert. "Für mich ist wichtig, dass ich eine gute Anfangsphase in der Reha habe. Gerade am Anfang, das können die Physios bestätigen, kann man viel mehr falsch machen als richtig", sagte er. Ter Stegen bestätigte, dass ihn DFB-Sportdirektor Rudi Völler vor dem Bayern-Spiel in Barcelona besuchte. "Das gibt mir sehr viel Wertschätzung", sagte er. Bundestrainer Julian Nagelsmann plant mit ter Stegen weiter als Nummer Eins für die WM 2026.
Vogelwilde Partie: Flicks Barcelona entzaubert FC Bayern in der ersten Halbzeit
In der Saison 2019/2020 holte Hansi Flick mit dem FC Bayern das Triple. Heute trainiert Flick einen anderen FCB und trifft als Barça-Coach erstmals auf seinen Ex-Verein. Im Kracher in der Champions League führt der ehemalige Nationaltrainer mit dem FC Barcelona gegen die Münchner mit 3:1.
In wilden 45 Minuten trafen die Katalanen bereits nach einer Minute: Raphinha wartete vor der hochstehenden Abwehrkette der Bayern, war nach einem Pass von Fermín Lopez frei durch, umkurvte Manuel Neuer und schob ein. Der deutsche Rekordmeister antwortete mit guten Chancen und traf artistisch in Person von Harry Kane (18.). Dann war aber wieder Barça am Drücker, und zwar mit einem Doppelschlag vor der Pause. Erst knipste der Ex-Bayer Robert Lewandowski (36.), wobei die Münchner auf Foulspiel vor dem Assist reklamierten, dann schob Raphinha seinen zweiten Treffer hinterher (45.).
Kurioser Unfall stoppt Langlauf-Königin
Langlauf-Königin Therese Johaug hatte auf dem Weg zu ihrem Comeback bei einem kuriosen Unfall Glück im Unglück. In der vergangenen Woche wollte die 36-Jährige mit der norwegischen Mannschaft die WM-Strecken in Trondheim auf Rollski testen, entschied sich wegen Nässe und schlechten Wetters aber für eine Einheit auf dem Laufband. "Und nun ratet mal, wer gestolpert und runtergefallen ist?", fragte Johaug im Gespräch mit dem norwegischen Rundfunk NRK. Klar: Johaug.
Die viermalige Olympiasiegerin kam glimpflich mit einigen Schrammen und blauen Flecken am rechten Unterschenkel davon. "Ich hatte Riesenglück", sagte sie, denn: "Ich bin seitwärts gefallen, so dass meine Schulter auf den Not-Aus-Knopf traf." Das Band blieb stehen - und Johaug vermied eine schwerere Verletzung. Johaug hatte ihre überaus erfolgreiche Laufbahn im März 2022 beendet, im Mai 2023 wurde sie Mutter. Für den kommenden Langlauf-Winter mit dem Saisonhöhepunkt Heim-WM hat sie ihr Comeback angekündigt. Dass mit der einstigen Seriensiegerin sofort wieder zu rechnen sein wird, bewies sie bei besagtem Testrennen in Trondheim, das später nachgeholt wurde: Sie war mit Abstand die Schnellste.
Neuzugang startet, Musiala auf der Bank: So will der FC Bayern Hansi Flicks Barcelona knacken
Trainer Vincent Kompany setzt im Champions-League-Kracher des FC Bayern beim FC Barcelona (21 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) zum zweiten Mal in dieser Saison von Beginn an auf Neuzugang Joao Palhinha. Der Portugiese ersetzt den verletzten Aleksandar Pavlović. Der genesene Jamal Musiala sitzt beim Wiedersehen der Münchner mit Ex-Trainer Hansi Flick zunächst auf der Bank.
Anstelle des 21-Jährigen, der zuletzt wegen Hüftproblemen hatte pausieren müssen, beginnt einmal mehr Routinier Thomas Müller in der Offensivreihe. Entsprechend vertraut Kompany mit Ausnahme von Palhinha exakt derselben Elf, die am vergangenen Samstag den VfB Stuttgart 4:0 besiegt hatte. Im Tor steht Kapitän Manuel Neuer. Davor verteidigen Min-Jae Kim und Dayot Upamecano im Zentrum sowie Raphaël Guerreiro und Alphonso Davies auf den Außenpositionen. Joshua Kimmich bildet gemeinsam mit Palhinha die Doppelsechs. Vor Michael Olise, Serge Gnabry und Müller stürmt Topstar Harry Kane. Ihm gegenüber steht unter anderem der frühere Münchner Stürmerstar Robert Lewandowski.
DFB-Star klagt vor Abschied über "gefühlt" kein Privatleben mehr
Kurz vor ihrem Abschied aus dem Fußball-Nationalteam hat Alexandra Popp auch über die Schattenseiten ihrer Popularität gesprochen. Ein Privatleben habe es "gefühlt" fast nicht mehr gegeben, sagte die langjährige DFB-Kapitänin in einer Medienrunde. Man müsse lernen, damit umzugehen, "wenn man privat in Städten unterwegs ist, man wirklich auch erkannt wird, immer wieder angesprochen wird - und man eigentlich ja mal gerne abschalten möchte von diesem ganzen Trubel." Dies sei ihr mal besser, mal schlechter gelungen, "das kann ich auch nicht leugnen."
Die 33 Jahre alte Stürmerin des VfL Wolfsburg hatte Ende September ihren Rücktritt aus dem Nationalteam angekündigt, für das sie bislang 67 Mal erfolgreich war. Ihr 145. und letztes Länderspiel wird die dreimalige Fußballerin des Jahres am Montag in Duisburg gegen Australien bestreiten (18.10 Uhr/ZDF). Bereits am Freitag trifft das DFB-Team beim Debüt von Bundestrainer Christian Wück im Londoner Wembley-Stadion ohne Popp auf England (20.30 Uhr/ARD).
Heidenheim-Coach plauscht plötzlich mit Lothar Matthäus
Frank Schmidt schafft mit dem 1. FC Heidenheim die Sensation: Statt wieder in Liga zwei geht es jetzt nach Europa. Im Interview schwärmt der Coach gerade von seinem Jugendidol Lothar Matthäus, als RTL-Reporter Jonas Gerdes kurzerhand zum Handy greift und die Legende anruft. Das ganze Interview gibt's um 0:25 Uhr bei RTL im "Nachtjournal Spezial".
Schwerer Sturz: Ski-Star fällt für gesamte Saison aus
Der frühere Gesamtweltcup-Sieger Aleksander Aamodt Kilde fällt für die am Wochenende beginnende Ski-Saison aus. Das gab der 32 Jahre alte Norweger bekannt. Der Grund für seine längere Pause ist eine erneute Operation an der lädierten linken Schulter in Folge seines schweren Sturzes im Januar in Wengen.
"Macht euch keine Sorgen, Leute. Ich werde nicht zurücktreten", sagte Kilde in einem Video, das er auf seinem Instagram-Kanal postete. Die vergangenen Monate seit seinem Rennunfall seien allerdings "körperlich und mental" sehr herausfordernd gewesen. Anfangs sei die Reha normal verlaufen, schon im Sommer aber habe er sich wegen einer Infektion einer Schulter-OP unterziehen müssen. Es war der erste von inzwischen mehreren Eingriffen. Die neuerliche Operation sei nun notwendig, weil die Infektion auch die Knochen beschädigt habe. Kilde rechnet mit "drei, vier Monaten" Reha. "Bisher war es eine wilde Reise und wir sind noch nicht ganz fertig: noch eine Operation, noch eine Reha und keine Rennen in diesem Winter", schrieb er zu seinem Video und ergänzte: "Aber glaubt mir - ich komme wieder."
Vor Liverpool-Hammer: Leipzig verlängert mit Stammspieler
RB Leipzig hat den Vertrag mit Defensivspieler Castello Lukeba vorzeitig verlängert. Wie der Fußball-Bundesligist und Champions-League-Teilnehmer bekanntgab, bleibt der 21-Jährige mindestens ein Jahr länger. Der eigentlich bis 2028 angelegte Vertrag bei den Sachsen läuft nun bis 2029. Der Franzose war in der vergangenen Saison von Olympique Lyon an den Cottaweg gewechselt und hat sich in Leipzig seither zum Stammspieler entwickelt.
"Der Schritt nach Leipzig war genau der richtige für meine Entwicklung. Ich habe sehr schnell Spielzeit und damit auch Verantwortung bekommen und zu jeder Zeit das Vertrauen aller im Klub, unserer Fans und von meinen Teamkollegen gespürt - RB Leipzig fühlt sich mittlerweile an wie meine zweite Familie", wird Lukeba in der Mitteilung zitiert. "Dieses Umfeld macht es jungen Spielern wie mir so einfach, hier schnell Fuß zu fassen und tagtäglich besser zu werden."
BVB böse blamiert, dann mit Pelé verglichen
Während ihn die spanischen Medien flugs zum "besten Fußballer der Welt" hochjubelten, gab sich Vinicius Junior ganz bescheiden. Den Löwenanteil an Real Madrids "goldenem Comeback" ("Marca") beim 5:2 (0:2) gegen Borussia Dortmund schob der Brasilianer seinem Trainer Carlo Ancelotti zu.
"Wir wissen, dass zu Hause, mit unseren Fans im Rücken, alles passieren kann", sagte der Dreifach-Torschütze. Er sei mit seinen berühmten Teamkollegen wie Kylian Mbappé und Jude Bellingham zur Halbzeit "ganz still" in die Kabine gekommen. "Wir haben unserem Coach zugehört und uns nur eines gesagt", berichtete er: "Wenn wir das erste Tor machen, werden wir zurückkommen." Es gelang. Spektakulär. Auch wegen Vinicius: "Es kommt selten vor, dass ein Spieler so eine Halbzeit spielt", sagte Ancelotti. "Er erinnert mich an Pele", sagte Reals Ikone Emilio Butragueno. Geht es nach Reals Hausblatt "Marca", wird Vinicius am 28. Oktober auch tatsächlich als bester Fußballer der Welt mit dem Ballon d'Or ausgezeichnet werden.
"Es ist schwer für mich": Schalke-Trainer berichtet über Zeit mit Koeman
Der neue Schalke-Trainer Kees van Wonderen hat während seines Jobs als Assistent von Ronald Koeman in der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft oft eine andere Meinung als der Bondscoach gehabt. "Ich habe in der Zeit als Co-Trainer gemerkt: Du bist nicht mehr am Steuer! Es kam vor, dass ich nach links wollte, er aber nach rechts. Ich habe ihm damals schon früh gesagt, dass es schwer für mich ist", sagte der 55-Jährige der "Sport Bild".
Zwischen März 2018 und Dezember 2019 arbeitete van Wonderen als Assistent der Elftal. Er habe mehr selbst bestimmen wollen. "Irgendwann habe ich es selbst beendet. Co-Trainer der Niederlande zu sein war eine tolle Erfahrung, aber es fühlte sich für mich dann nicht mehr richtig an", sagte van Wonderen, der danach als Chefcoach die Go Ahead Eagles aus Deventer und den SC Heerenveen trainierte.
Die erste Zweitliga-Partie unter dem neuen Trainer hatte Schalke verloren. Der frühere Bundesligist unterlag am Samstag mit 0:1 bei Hannover 96. Derzeit steht der Traditionsklub auf dem 14. Tabellenrang.
Kommt es zum Superstar-Comeback - oder nicht? Verband sorgt für Verwirrung
Fährt er, oder fährt er nicht? Der niederländische Skiverband NSKIV hat mit seiner Nachricht, Marcel Hirscher werde beim Weltcup-Auftakt der Alpinen im österreichischen Sölden sein spektakuläres Comeback geben, für Verwirrung gesorgt. Mehrere österreichische Medien berichten unter Berufung auf das Team des 35-Jährigen, eine Entscheidung werde erst am Freitag beim endgültigen Meldeschluss fallen.
Mittlerweile schränkte auch der NSKIV ein, dass Hirscher nur an den Start gehe, "wenn er fit sei" und ergänzte: "Aufgrund einer Krankheit in den letzten Wochen wird die Entscheidung über eine Teilnahme erst in letzter Minute getroffen." Unter anderem die Kronenzeitung berichtete, es sei nach Angaben aus dem Team "keinesfalls sicher", dass der achtmalige Gesamtweltcupsieger Hirscher nach fünf Jahren schon in Sölden seine Comeback gibt.
In einem am Montag ausgestrahlten Interview mit Servus TV hatte sich Hirscher selbst bedeckt gehalten. "Ob ich jetzt in Sölden fahre oder nicht - wenn ich ready bin, bin ich ready, und wenn nicht, dann eben nicht. Diese Freiheit zu haben, das ist einfach echt was Cooles!" Hirscher fährt künftig für die Niederlande, das Heimatland seiner Mutter Sylvia.
Für den guten Zweck: Schalke spielt im Sondertrikot
Fußball-Zweitligist Schalke 04 hat anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Deutschen Krebshilfe ein Sondertrikot präsentiert. Das teilte der Klub heute mit. Erstmals zierte in der Saison 1978/79 das Logo der gemeinnützigen Organisation die Brust der Königsblauen. Die Aktion ist Teil der von der Krebshilfe organisierten "Social Week", in der zahlreiche Sportligen auf den Kampf gegen Krebs aufmerksam machen.
Im Heimspiel am Samstag (13 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) gegen Greuther Fürth läuft die Mannschaft des neuen Trainers Kees van Wonderen einmalig in den Jerseys auf, danach werden die getragenen Trikots für den guten Zweck versteigert. Das speziell designte Sondertrikot wird auch in begrenzter Stückzahl zu kaufen sein.
Bericht: BVB gewann Guirassy-Tauziehen gleich gegen vier Topklubs
Serhou Guirassy ist bei Borussia Dortmund innerhalb weniger Wochen schon voll angekommen. Der BVB verpflichtete den Torjäger im Sommer dank einer Ausstiegsklausel vom VfB Stuttgart. Die Schwarz-Gelben setzten sich im Transfer-Tauziehen wohl gegen gleich mehrere prominente Konkurrenten durch. Laut "Sport Bild" klopften mit dem FC Bayern, FC Chelsea, FC Arsenal sowie der AC Mailand gleich vier europäische Topklubs bei Guirassy an. Der 28-Jährige hatte mit einer Fabel-Saison beim VfB Stuttgart (30 Tore in 30 Pflichtspielen) auf sich aufmerksam gemacht.
Der FC Bayern soll sich in Person von Sportvorstand Max Eberl bei Guirassy erkundigt haben. Der Mittelstürmer wollte sich in München aber wohl nicht hinter Harry Kane anstellen, so der Tenor. Die Serie A habe den Knipser kaum gereizt. Bei Arsenal habe das Spielsystem nicht wirklich gepasst. Bei Chelsea habe Guirassy dagegen die Transfer-Politik "abgeschreckt", berichtet "Sport Bild".
"Wahre Schwarze Bestie": Zeitung erinnert an Barcelonas Bayern-Horror
Nach mehreren Niederlagen gegen Real Madrid schien die in Spanien gängige Bezeichnung für den FC Bayern - die Schwarze Bestie, der Angstgegner - schon der Vergangenheit anzugehören. Doch der deutsche Rekordmeister hat sich nicht etwa zurückgezogen. Nein. Er hat sich, da sind sie sich in Spanien einig, einfach nur ein neues Opfer gesucht.
"Wenn es eine Mannschaft in Europa gibt, die vom FC Barcelona nicht genug bekommen kann, dann ist es Bayern München", schrieb die AS vor dem Champions-League-Kracher heute Abend (21 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de). Und tatsächlich dürfte dem ein oder anderen Cule, wie sich die Barca-Fans nennen, beim Blick auf die Statistik angst und bange werden.
In 13 Champions-League-Duellen mit Barcelona ging der FC Bayern zehnmal als Sieger vom Platz - mehr Erfolge gegen ein und denselben Gegner gelangen in der Königsklasse nur Real Madrid - gegen Bayern. Der bislang letzte Barca-Sieg gegen die Münchner liegt fast zehn Jahre zurück. Im Champions-League-Halbfinale der Saison 2014/15 gewann Barcelona sein Hinspiel im Camp Nou mit 3:0.
Seitdem ging in sechs Partien bei einem Torverhältnis von 22:4 immer der FC Bayern als Sieger vom Platz. Das bislang letzte Tor gelang Luis Suarez beim denkwürdigen 2:8 im Viertelfinale der Königsklasse 2020. Seitdem gewannen die Bayern viermal hintereinander zu Null. "Mehr als genug Zahlen", konstatierte die AS, "um zu bezeugen, dass wir es mit der wahren Schwarzen Bestie der Blaugrana zu tun haben."
"Hat auf den Ball aufgepasst": VfB-Boss "erklärt" Aufregerszene
Ohne den späten Siegtreffer durch El Bilal Touré hätte diese Szene womöglich noch für Diskussionen gesorgt. So aber fiel der verschossene Elfmeter von Enzo Millot beim 1:0 (0:0) des VfB Stuttgart bei Juventus Turin in der Champions League nicht mehr groß ins Gewicht. "Er wird auch wieder treffen - auch vom Elfmeterpunkt", sagte der Sportvorstand des schwäbischen Fußball-Bundesligisten, Fabian Wohlgemuth, über den Franzosen.
Millot war gestern Abend in der 86. Minute vom Punkt aus an Juves starkem Torwart Mattia Perin gescheitert. Nationalspieler Jamie Leweling hatte sich zuvor den Ball geschnappt, aufs Tor schoss ihn dann aber der junge Olympia-Teilnehmer. "Jamie hat lediglich auf den Ball aufgepasst", erklärte Wohlgemuth und sorgte bei dem einen oder anderen Journalisten für ein kleines Schmunzeln. "Aber es war ganz klar, dass Enzo den Ball aufs Tor schießt." Die Reihenfolge sei vor der Partie klar festgelegt worden.
Kuntz wünscht sich, dass es beim HSV "in der Kabine mal kracht"
Stefan Kuntz wünscht sich häufiger Krach in der Kabine des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV. Ihm sei es lieber, "wenn es in der Kabine mal kracht, statt mit Wattebällchen rumzuschmeißen. Reibungspunkte braucht man, um erfolgreich zu sein", sagte der Sportvorstand des Tabellendritten der "Sportbild".
Der 61-Jährige ist mit den Rahmenbedingungen in der Hansestadt sehr zufrieden: "Ich vergleiche den HSV gerne mit einer sehr schönen Rakete, die in die Luft fliegen soll. Aber wir haben noch nicht das Streichholz an der Lunte. Wir haben das Streichholz noch nicht einmal angemacht. Wir haben lediglich die Streichholz-Packung in der Hand. Deshalb kümmern wir uns jetzt darum: Wie kriegen wir die Rakete in die Luft?"
Mehrere Millionen Dollar: Rekordball erzielt Rekordpreis
Rekordsumme für einen Rekord-Ball: Der Ball, mit dem Baseball-Superstar Shohei Ohtani seinen 50. Homerun der Saison schlug, ist versteigert worden. Wie das Auktionshaus Goldin am Mittwoch mitteilte, brachte der historische Ball 4,39 Millionen Dollar (4,06 Millionen Euro) ein. Der Japaner wurde mit dem Schlag zum ersten Spieler der MLB-Geschichte mit 50 Homeruns und 50 gestohlenen Bases in einer Saison.
Der bisherige Rekord stammte aus dem Jahr 1998. Damals wurde für den Ball, mit dem Mark McGwire seinen 70. Homerun in einer Saison erzielte, die Summe von 3,05 Millionen Dollar (2,82 Millionen Euro) bezahlt.
Rekordmann Ohtani begründete den "50-50-Klub" am 19. September beim 20:4 seiner Los Angeles Dodgers bei den Miami Marlins. Mittlerweile steht der 30-Jährige mit seinem Team in der World Series, dem Finale der Major League Baseball. Dort treffen die Dodgers ab Freitag auf die New York Yankees.
"Kloppo kam rein und ...": Rose berichtet, was Klopp auslösen kann
Sein künftiger Chef Jürgen Klopp hat RB Leipzigs Trainer Marco Rose schon als Spieler geprägt. "Wir hatten Situationen in Mainz, in denen wir uns aussichtslos gefühlt haben. Kloppo kam am nächsten Tag rein und gab uns das Gefühl, das nächste Spiel sofort spielen zu wollen", sagte Rose. "Der Glaube an sich selbst, nie aufgeben, das waren wichtige Attribute, die ich bei Kloppo gelernt habe - neben gutem Verteidigen."
Tipps für das Spiel von Leipzig gegen Klopps Ex-Club FC Liverpool in der Champions League holte sich Rose nicht. Er sieht auch unter dem neuen Trainer Arne Slot Parallelen zu Klopp. "Das Spiel hat sich vom Wesen her fast nicht verändert", sagte der 48-Jährige. "Es ist sehr intensiv, sie sind gegen den Ball stark. Das hat Liverpool schon immer ausgezeichnet."
Klopp als Mastermind
Rose hat sich auch vom Trainer Klopp etwas abgeschaut. "Seine Menschenführung, die Offenheit, die Ehrlichkeit. Inhaltlich ist es vor allem das Thema verteidigen gewesen, das ich mitgenommen habe", berichtete der Coach.
Schalke-Trainer hat "keine Angst" vor Schalke
Der neue Schalker Coach Kees van Wonderen wird durch seinen "Schleudersitz" auf der Trainerbank des Fußball-Zweitligisten angespornt. "Ich möchte nicht zu einem Verein kommen, wo alles perfekt ist. Ich möchte gestalten. Und ich habe keine Angst davor, sondern das motiviert mich zusätzlich", sagte der Niederländer der Sport Bild, wo er auf die zahlreichen Trainerwechsel in der jüngeren Gelsenkirchener Vergangenheit angesprochen wurde.
Vor seinem Wechsel zu den Königsblauen, die der 55-Jährige von Karel Geraerts übernahm, habe er auch mit Schalkes Jahrhunderttrainer Huub Stevens gesprochen. "Der sagte mir auch: 'Viel Erfolg! Es ist nicht einfach!'", berichtete van Wonderen und ergänzte: "Es ist eine Herausforderung, die ich mag."
Das Debüt des neuen Hoffnungsträgers war am vergangenen Wochenende beim 0:1 in Hannover misslungen.