Macht Dzeko bei Schalke Schluss?
Der FC Schalke 04 ist wieder erstklassig. Ob Torjäger Edin Dzeko in der kommenden Saison für Königsblau auflaufen wird, ist allerdings weiterhin offen." Die vergangenen vier Monate sind überragend gelaufen", blickte Dzeko im "kicker" zurück: "Ich konnte dabei helfen, dass Schalke 04 in die Bundesliga zurückkehrt, mit der Nationalmannschaft konnten wir uns für die WM qualifizieren."
Im Sommer tritt der 40-Jährige mit Bosnien und Herzegowina bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko an. Nicht ausgeschlossen, dass es die letzten Spiele in Dzekos Karriere sein werden. "Natürlich mache ich mir Gedanken darüber, ob ich aufhören soll, wenn gerade alles so wunderbar ist", offenbarte der Mittelstürmer. Er fühle sich jedoch "nach wie vor gut auf dem Platz", so der S04-Fanliebling.
Dzeko will nicht überhastet agieren. "Ich werde mich mit meiner Familie zusammensetzen und gemeinsam überlegen, was das Beste ist. Und natürlich müssen die Schalker sagen, wie ihre Vorstellungen aussehen. Darüber werden wir reden, dann fällt eine Entscheidung", skizzierte der Routinier seinen Fahrplan.
Flügelflitzer zum "Rookie" der Bundesliga gewählt
Flügelspieler Yan Diomande von Fußball-Bundesligist RB Leipzig ist zum "Rookie der Saison" gewählt worden. Der 19 Jahre alte Ivorer nahm die Auszeichnung in dieser Woche aus den Händen des ehemaligen Torjägers Claudio Pizarro entgegen.
"Yan Diomande war in der abgelaufenen Spielzeit gleich eine Bereicherung für die Bundesliga. Sein außergewöhnlich hohes Tempo, seine Brillianz am Ball, die präzisen Abschlüsse und seine Fähigkeiten im Eins-gegen-Eins haben ihn in die Lage versetzt, zwölf Tore und acht Vorlagen zum Erfolg seiner Mannschaft beizusteuern", sagten die DFL-Geschäftsführer Marc Lenz und Steffen Merkel. Die Wahl zum besten Rookie ist seit Jahren fester Bestandteil der Bundesliga-Awards. Vorgänger von Diomande war Außenstürmer Michael Olise vom FC Bayern, der in der abgelaufenen Spielzeit zum "Spieler der Saison" gekürt wurde.
Medien: Pep Guardiola vor Rücktritt
Startrainer Pep Guardiola steht Medienberichten zufolge vor dem Rücktritt als Coach von Manchester City. Wie die britische Zeitungen "Daily Mail" und "Mirror" berichten, wird der Spanier den englischen Fußball-Klub zum Saisonende verlassen. Demnach hat der Premier-League-Verein begonnen, seine Sponsoren über den Abschied zu informieren. Es wäre das Ende einer erfolgreichen Ära bei den Skyblues. Guardiola hat in Manchester noch einen Vertrag bis 2027.
Auch über Nachfolger wird schon spekuliert. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten demnach der frühere Chelsea-Coach Enzo Maresca, der unter Guardiola schon Co-Trainer war - und Vincent Kompany vom FC Bayern München. Der Belgier spielte von 2008 bis 2019 für ManCity. Und damit auch drei Jahre unter Guardiola.
Nächste Double-Party? FC Bayern trifft Entscheidung
Die Profis des FC Bayern haben am Wochenende die Meisterschaft auf dem Münchner Marienplatz ausgiebig gefeiert. Einziges Manko: ein fieser Streich mutmaßlicher Löwen-Fans Am Montag legten dann die Frauen nach, vor rund 5000 Fans feierten sie das Double. Stellt sich die Frage: Würden die Männer bei einem möglichen Pokalsieg nochmal zu einer weiteren Double-Feier auf den Rathausbalkon zurückkehren?
Dazu wird es nicht kommen, erklärte Vereinspräsident Herbert Hainer in der "Bild": "Die Männer kommen nicht mehr hierher, weil die Nationalspieler dann zwei Tage später schon zu ihren Nationalmannschaften gehen. Sie gehen dann am Sonntag nach Hause, erholen sich noch ein, zwei Tage." Als Grund nennt der Bericht die ab dem 25. Mai geltende Ruhe- und Freistellungsphase der FIFA. Am Samstagabend (20 Uhr, ARD/Sky) trifft der FCB im Pokalfinale auf Titelverteidiger VfB Stuttgart.
Mit Panda Paul: Dorfklub-Sensation lässt es krachen
Panda Paul heizte den rund 5000 Fans auf dem Rathaus-Vorplatz ordentlich ein - dann gesellte sich ein Elversberger Aufstiegsheld nach dem anderen zu dem Maskottchen und ließ sich ordentlich feiern. Die 12.800-Seelen-Gemeinde Spiesen-Elversberg hat seinen frischgebackenen Erstligisten am Montagabend frenetisch bejubelt. Zuvor hatte sich die Mannschaft der SV Elversberg ins Goldene Buch der Gemeinde eingetragen.
Ob des fehlenden Balkons am Rathaus war extra ein Gerüst für die Feierlichkeiten aufgebaut worden. Besonders laut wurde es, als sich dort Cheftrainer Vincent Wagner präsentierte und mit zwei Bierflaschen in die Menge spritzte. Kurz darauf hüpften seine Profis, teils mit Sonnenbrillen ausgestattet, Arm in Arm im Konfettiregen auf und ab und stimmten gemeinsam mit den Fans Gesänge an. Im Rathaus war das Team von Bürgermeister Bernd Huf wie auch von Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) empfangen worden.
Zweitliga-Absteiger präsentiert neuen Coach
Preußen Münster setzt nach dem Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga auf Thomas Wörle als neuen Cheftrainer. Der 44-Jährige folgt auf Alois Schwartz, mit dem die Zusammenarbeit nach dem verpassten Klassenerhalt nicht fortgesetzt wird. Das teilten die Preußen mit. Zur Vertragsdauer machte Münster keine Angabe.
"Thomas kennt die 3. Liga und ihre Herausforderungen und hat bewiesen, dass er sie meistern kann", sagte Ole Kittner, Geschäftsführer Sport, Strategie und Kommunikation. Wörle hatte nach zwei Meisterschaften und einem DFB-Pokalsieg mit den Frauen des FC Bayern den SSV Ulm aus der Regionalliga in die zweite Liga geführt, war dort aber im März 2025 entlassen worden und seitdem ohne Verein.
"Die letzten Jahre verliefen sehr erfolgreich, doch nun gilt es, den Abstieg mit all seinen Begleiterscheinungen in die richtigen Bahnen zu lenken", sagte der frühere Zweitliga-Profi Wörle über die Aufgabe in Münster: "Es ist nicht die Zeit, um zu weit in die Zukunft zu blicken, sondern Tag für Tag hart dafür zu arbeiten, den erforderlichen Umbruch zu meistern, dem Klub in der 3. Liga Stabilität zu verschaffen und dann Schritt für Schritt ein neues Team aufzubauen."
USA erleiden Debakel bei Eishockey-WM
Die USA haben bei der Eishockey-WM eine deftige Abreibung kassiert. Der Olympiasieger und Titelverteidiger verlor sein drittes Vorrundenspiel in der Gruppe A gegen Finnland mit 2:6 (1:3, 0:2, 1:1). Die Nordeuropäer führten das ersatzgeschwächte US-Team, das sich bereits zum Auftakt Gastgeber Schweiz (1:3) geschlagen geben musste, phasenweise vor.
Lenni Hämeenaho (7./22.), Patrik Puistola (9.), Aatu Räty (15.), Saku Mäenalanen (22.) und NHL-Star Anton Lundell (47.) trafen für die Finnen, die zum Auftakt mit 3:1 gegen Deutschland gewann und makellos blieb. Matt Coronato (8.) und Ryan Leonard (44.) waren für die USA, die ihre zweite Niederlage kassierten und ums Viertelfinale bangen müssen, erfolgreich.
Die deutsche Mannschaft könnte spätestens nach dem direkten Duell mit dem Weltmeister am Mittwoch (20.20 Uhr/ProSieben und MagentaTV) nach Punkten gleichziehen. Dann könnte in Matthew Tkachuk der einzige Goldmedaillengewinner von Mailand im US-Kader verspätet zum Team stoßen, der Stürmer der Florida Panthers wird am Dienstag in Zürich erwartet.
Champagner-Start für die Tour de France
Nach zwei Jahren im Ausland kehrt der Grand Départ der Tour de France 2028 nach Frankreich zurück. Wie der Ausrichter ASO bekanntgab, beginnt die 115. Auflage des wichtigsten Radrennens der Welt am 24. Juni in der Champagner-Stadt Reims. Die ersten Etappen sollen ebenfalls in der Nähe zur deutschen Grenze durch Städte wie Verdun und Metz führen. In diesem Jahr beginnt die Tour in Barcelona, 2027 rollt das Peloton in Edinburgh los.
Aufgrund der Olympischen Spiele in Los Angeles beginnt die Tour 2028 bereits eine Woche früher. Die Schlussetappe nach Paris findet am 16. Juli statt. Das olympische Einzelzeitfahren ist für den 19. Juli terminiert, im Straßenrennen werden am 23. Juli die Medaillen vergeben. Für das Jahr 2029 bewirbt sich eine Leipziger Initiative um den Grand Départ. Nach derzeitigen Plänen soll die Tour 40 Jahre nach dem Mauerfall in Berlin beginnen und dann auf drei weiteren Etappen durch den Osten Deutschlands führen. Die kalkulierten Kosten liegen bei 25 Millionen Euro.
Champions-League-Finalist PSG bangt um Dembélé
Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain bangt um Ballon-d'Or-Gewinner Ousmane Dembélé. Wie der französische Meister zwölf Tage vor dem Finale der Königsklasse in Budapest gegen den FC Arsenal mitteilte, befindet sich der Angreifer aufgrund von muskulären Beschwerden in der rechten Wade "noch einige Tage in Behandlung".
Der Franzose war am Sonntagabend im Ligaspiel bei Stadtrivale Paris FC (1:2) "vorsorglich ausgewechselt" worden. "Ich glaube, es ist nur Müdigkeit", hatte Trainer Luis Enrique nach der Partie gesagt. Dembélé hatte während der Saison immer wieder Verletzungsprobleme, insgesamt verpasste er 15 Pflichtspiele.
Fix: NFL-Star Rodgers hängt noch ein Jahr dran
Star-Quarterback Aaron Rodgers hat noch immer nicht genug und setzt seine Karriere in der NFL fort. Der 42-Jährige hat wie erwartet einen neuen Einjahresvertrag bei den Pittsburgh Steelers unterschrieben. Im Herbst geht der Spielmacher, viermal wertvollster Profi der Liga, nach langer Bedenkzeit in seine 22. NFL-Saison.
"Er ist extrem fokussiert und komplett im Tunnel", sagte Quarterback-Coach Tom Arth in der Steelers-Mitteilung am Montag über den "wettbewerbsorientierten" Routinier, der 2025 nach Pittsburgh gewechselt war: "Er liebt dieses Spiel. Er spielt, als wäre er immer noch zehn Jahre alt und würde im Garten herumrennen."
Mit der Vertragsverlängerung, die bis zu 25 Millionen Dollar wert sein soll, kommt es in Pittsburgh zu einer erneuten Zusammenarbeit zwischen Rodgers und Mike McCarthy. Der frühere Head Coach der Green Bay Packers heuerte im Januar bei den Steelers an, nachdem Mike Tomlin nach dem Aus in der Wildcard-Runde der Playoffs zurückgetreten war. 2011 im Super Bowl gegen Pittsburgh hatten Rodgers und McCarthy gemeinsam den Titel gefeiert.
Nach Horrorsturz: Gebrochenes Schlüsselbein mit Platte fixiert
Nach seinem Horrorsturz beim Großen Preis von Katalonien ist MotoGP-Pilot Álex Márquez in Barcelona operiert worden und soll das Krankenhaus noch am heutigen Montag verlassen. Das gebrochene rechte Schlüsselbein des Spaniers wurde mit einer Platte fixiert, das gab das Ducati-Team Gresini Racing am Mittag bekannt.
Márquez war am Sonntag im sechsten WM-Lauf schwer verunglückt, sein Motorrad wurde beim Crash völlig zerstört. Der Vizeweltmeister hatte bei hoher Geschwindigkeit die KTM seines Landsmanns Pedro Acosta gestreift, da diese auf einer Geraden plötzlich langsamer geworden war. "Es sieht so aus, als hätten wir ein Elektronikproblem gehabt", so Acosta. Mit seiner Maschine geriet Márquez auf einen Grünstreifen, verlor die Kontrolle, konnte es aber vermeiden, gegen die Streckenbegrenzung zu prallen. Neben dem Schlüsselbeinbruch erlitt der 30-Jährige eine Fraktur im C7-Wirbel. Wie lange Márquez pausieren muss ist unklar, das nächste Rennen findet in gut zwei Wochen in Mugello/Italien statt.
Real lässt "Legende des Weltfußballs" ziehen
Real Madrid und Kapitän Daniel Carvajal gehen ab Sommer getrennte Wege. Wie die Königlichen bekannt gaben, wird der auslaufende Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen nicht verlängert. Der 34-Jährige verbrachte bis auf eine Saison bei Bayer Leverkusen (2012/13) seine gesamte Karriere in Madrid, als einer von nur fünf Spielern gewann er sechsmal die Champions League mit Real.
"Real Madrid möchte einer der größten Legenden unseres Vereins und des Weltfußballs seine Dankbarkeit und Zuneigung aussprechen", schrieb der Klub auf seiner Homepage. Am Samstag (21 Uhr/DAZN) soll Carvajal beim Saisonabschluss im Bernabéu gegen Athletic Bilbao verabschiedet werden. Wohin es den spanischen Europameister von 2024 zieht, ist noch unklar. Kurios: Nach Sergio Ramos (2021), Marcelo (2022), Karim Benzema (2023), Nacho (2024) und Modric (2025) verlässt zum sechsten Mal in Folge der Kapitän der jeweiligen Saison im Sommer den Verein.
DFB-Comeback von Neuer? "Bislang gibt es nur Verlierer"
Timo Latsch von der Sportredaktion RTL/ntv spricht im Talk über die schwierige Diskussion um ein DFB-Comeback von Manuel Neuer, das Aus von Albert Riera bei Eintracht Frankfurt und das anstehende Finale in der Europa League mit dem SC Freiburg.
US-Legende wirft deutschem Weltmeister "Schauspielerei" vor
Dennis Schröder sparte sich den großen Jubel. Zu klar war die Sache, zu früh entschieden, und noch ist das große Ziel ja auch nicht erreicht. Zum dritten Mal steht der deutsche Basketballstar im Halbfinale der NBA-Playoffs, nun geht es mit den Cleveland Cavaliers gegen die New York Knicks. "Game seven in Detroit zu gewinnen, ist natürlich special", sagte Schröder bei Sky. "Wenn wir als Team so spielen in der Offensive und Defensive, ist es extrem schwer, uns zu schlagen." Im Big Apple wolle Cleveland am Dienstag "das erste Spiel direkt klauen".
Einmal sorgte der Braunschweiger aber für Aufregung, es passierte Mitte des zweiten Viertels. Gegenspieler Duncan Robinson traf Schröder im Zweikampf im Gesicht. Und der ging zu Boden, hielt beide Hände an die linke Schläfe, schien Schmerzen zu haben. Zu viel für den früheren NBA-Trainer und heutigen TV-Experten Stan Van Gundy.
"Er ist einer der Typen in dieser Liga, die sehr gut schauspielern", sagte der einstige Pistons-Headcoach und unterstellte Schröder, dass er die Schiedsrichter dazu habe bringen wollen, auf ein so genanntes Flagrant Foul mit größeren Konsequenzen zu entscheiden. Sie blieben nach einem Videocheck bei ihrem Urteil, es gab nur Einwurf für Cleveland. "Schröder erhält keinen deutschen Emmy", meinte Kommentator Ian Eagle süffisant.
"Beste Nummer neun der Welt": Flick bei Abschied ganz emotional
Robert Lewandowski geht als Meister - und hinterlässt beim FC Barcelona viel Wehmut. Barcas deutscher Trainer Hansi Flick würdigte den Stürmer: "Ich habe viele Jahre mit Robert zusammengearbeitet, er ist ein Freund. Es war ein perfekter, sehr emotionaler Abschied, den wir nie vergessen werden." Lewandowski habe "eine besondere Verbindung zu den Menschen hier. Er ist ein fantastischer Mensch und ein Weltklassespieler, ich kann nur Danke sagen. Natürlich werden wir ihn vermissen, er hat uns Tore und Titel beschert, er ist ein guter Mensch, aber dass Spieler gehen, gehört zum Fußball dazu", sagte Flick, der Lewandowski schon bei den Bayern gecoacht hatte.
Nun steht er mit dem spanischen Meister vor der Herausforderung, im Sommer einen passenden Ersatz zu finden. "Robert zu ersetzen, ist nicht einfach. Er war 15 Jahre lang die beste Nummer neun der Welt", sagte Flick: "Wir brauchen einen Mittelstürmer, der sich ins Team integriert, aber auch Tore schießt. Wir wissen, was wir wollen, und wir sind sicher, dass wir ein fantastisches Team zusammenstellen werden."
"Drecksack" fehlt: Ex-Kapitän hadert mit WM-Team
Nach dem Fehlstart der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft in die WM in der Schweiz vermisst der langjährige Kapitän Moritz Müller einen "Drecksack" im Team. "Einer, der unkonventionell eine Lücke reißt, einen über den Haufen fährt, ins Tor reinrumpelt", sagte der 40-Jährige, der die Weltmeisterschaft als Experte von MagentaTV verfolgt, vor dem richtungweisenden Duell mit der Schweiz (20.20 Uhr/ProSieben und MagentaTV).
Bislang hat das Team von Trainer Harold Kreis in zwei Spielen erst ein Tor erzielt. Vor allem beim bitteren 0:2 gegen Lettland war die Offensive harmlos. "Ich hatte das Gefühl, die könnten heute nochmal 60 Minuten spielen und es würde kein Tor für Deutschland fallen", sagte Müller, der aus persönlichen Gründen seine WM-Teilnahme als Spieler abgesagt hatte.
Nächster Weltverband begnadigt Russen und Belarussen
Der Turn-Weltverband hat beschlossen, alle seit Februar 2022 geltenden Beschränkungen für russische und belarussische Sportlerinnen und Sportler mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Das gab World Gymnastics bekannt. Nähere Angaben, wie der Beschluss umgesetzt werden soll, wurden in der knappen Mitteilung nicht genannt. Russlands Turnverband teilte laut der russischen Nachrichtenagentur Tass mit, dass seine Athleten nun wieder unter der Nationalflagge und der Nationalhymne bei Wettkämpfen antreten dürfen. Seit 2024 durften sie nach einer vorigen Sperre wieder als sogenannte "individuelle neutrale Athleten" starten. Voraussetzung dafür war, dass die Sportler und auch deren Betreuer keine "Beteiligung oder Verbindung mit der Russischen Föderation oder der Republik Belarus, ihren jeweiligen Nationalverbänden oder Nationalen Olympischen Komitees" haben.
Das Internationale Olympische Komitee hatte Anfang Mai dieses Jahres die Sanktionen gegen Sportler aus Belarus aufgehoben. Die Athleten aus dem Land dürfen künftig wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne an allen internationalen Events und Mannschaftswettbewerben teilnehmen. Die IOC-Beschränkungen gegen Russland bleiben dagegen in Kraft.
Platzsturm vermummter Fans erzwingt Spielabbruch
Die Fans des französischen Erstligisten FC Nantes haben in der Partie gegen den FC Toulouse mit einem Platzsturm für einen Spielabbruch gesorgt. Dutzende Vermummte durchbrachen am Sonntagabend in der 22. Minute die Sicherheitsabsperrungen im Stade de La Beaujoire und stürmten auf das Spielfeld. Fans warfen Leuchtfackeln, die Spieler wurden vom Platz geführt, während Nantes-Trainer Vahid Halilhodzic versuchte, die Fans zur Rede zu stellen und sie zum Verlassen des Stadions zu bewegen.
Die Polizei griff ein und das Spielfeld wurde geräumt. Die Fans kehrten unter Aufsicht der Bereitschaftspolizei auf die Ränge zurück. Nach einer langen Unterbrechung erklärte Schiedsrichterin Stéphanie Frappart, die örtlichen Behörden hätten aus Sicherheitsgründen die Absage des Spiels angeordnet. Nantes ging als Tabellen-17. in die Partie und war bereits abgestiegen. Frankreichs Sportministerin Marina Ferrari verurteilte die Gewaltszenen als vollkommen inakzeptabel. "Die vom Präfekten beschlossene endgültige Unterbrechung dieses Spiels war unumgänglich. Solche Vorfälle dürfen nicht toleriert werden." Die Urheber der Gewalttaten müssten identifiziert und streng bestraft werden.
"Lukrativste Zeit": Stripperinnen streiken am Formel-1-Wochenende
Stripperinnen in Montréal wollen während des Formel-1-Wochenendes streiken. "Wir glauben, dass der Grand Prix der beste Zeitpunkt für einen Streik ist", heißt es in einem Statement auf der Webseite des Komitees autonomer Sexarbeit. Die Stripclubs hätten dann am meisten zu tun, es sei die lukrativste Zeit des Jahres. "Das ist unsere Chance, diese Einnahmen zu gefährden und ihnen dort zu schaden, wo es am meisten wehtut." Mit der Arbeitsniederlegung am kommenden Samstag wollen sie vor allem um die gleichen Rechte kämpfen, die Menschen in anderen Jobs haben. "Da wir keine fest angestellten Mitarbeiter sind, haben wir keinen Zugang zu den Schutzmaßnahmen, die andere Arbeitnehmer normalerweise genießen", erklärte eine Betroffene der "Montréal Gazette".
Demnach erhalten die meisten Tänzerinnen in Montréal kein Gehalt in Stripclubs, sie sind angewiesen auf Trinkgelder. Zudem müssen sie oft eine Gebühr an die Bar zahlen, um dort überhaupt tanzen zu können. Am Grand-Prix-Wochenende sollen diese Gebühren besonders hoch sein. "Es passiert jedem von uns jedes Jahr, dass wir nach Hause gehen und im Minus sind", sagte die Tänzerin der "Montréal Gazette".
"Traurig": Bei Frankfurt rausgeworfener Riera schreibt über sich selbst als "Albert"
Albert Riera bedauert sein Aus beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. "Ich gehe in Frieden, aber traurig, weil ich weiß, dass man nur 20 Prozent der Kraft von Albert genutzt hat", schrieb der 44-jährige Malloquiner auf Instagram, nachdem er einen Tag nach dem Saisonfinale nach nur dreieinhalb Monaten wieder entlassen worden war. "Ich bedaure, dass ich während dieser Zeit mit vielen Problemen konfrontiert war, und uns allen im Verein klar war, dass es ohne Vorbereitungszeit und ohne Neuzugänge schwierig werden würde", schrieb Riera, der am 1. Februar die Nachfolge von Dino Toppmöller angetreten hatte, dem der erhoffte sportliche Aufschwung jedoch nicht gelang.
Neben sportlichen Defiziten wurden dem Exzentriker interne Unstimmigkeiten zur Last gelegt. Zuletzt vor allem mit Stürmer Jonathan Burkardt. Auch mit den Medienvertretern legte sich der Ex-Profi an, von den Fans wurde er beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart am Samstag erst ausgepfiffen, dann mit einem Plakat gerügt ("Nada de gracias, Alberto"; sinngemäß: "Danke für nichts, Alberto"). Die Eintracht beendete die Saison auf Rang acht und verpasste das internationale Geschäft. "Ich akzeptiere, wie der Beruf nun einmal ist", schrieb Riera: "Ich gehe mit dem Gefühl, dass ich alles gegeben habe, in einem fremden Land, in dem ich zuvor keine Erfahrung hatte, ohne Familie und mit vielen Nächten auf dem Trainingsplatz, in denen ich nachgedacht und versucht habe, Lösungen zu finden, wie wir gewinnen können."
"Macht was mit den Spielern": Ex-Profis kritisieren DFB-Nominierung
Die früheren Weltmeister-Kapitäne Lothar Matthäus und Philipp Lahm haben Kritik am Termin für die Nominierung des WM-Kaders der deutschen Fußball-Nationalmannschaft geübt. "Wir haben zwei Tage später ein Pokal-Endspiel, da spielt Stuttgart gegen Bayern. Wie kann ich diese Kadernominierung zwei Tage davor machen, wo ich ganz sicher zwei, drei Spielern wehtun muss, die sich Hoffnungen auf diese Weltmeisterschaft machen?", sagte Matthäus der "Sport Bild". Lahm ergänzte im selben Interview: "Ich sehe das genauso."
Zwar sei es durchaus möglich, dass Nagelsmann allen Kandidaten der beiden Finalisten Bayern München und VfB Stuttgart ein WM-Ticket gebe. Es sei aber genauso gut denkbar, "dass da Enttäuschte sind, und die sollen dann ein paar Tage später Pokalfinale spielen. Jetzt kann man sagen, wir sind Profis. Aber es macht ja trotzdem was mit den Spielern", so Lahm. Bundestrainer Julian Nagelsmann wird seinen 26er-Kader für die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) am Donnerstag auf dem DFB-Campus in Frankfurt/Main bekannt geben. Am Samstag (20 Uhr/ARD, Sky und im ntv.de-Liveticker) steigt im Berliner Olympiastadion das Pokalfinale.
Motorrad komplett zerlegt: Horrorcrash überschattet MotoGP
Beim Motorrad-Rennen der MotoGP in Barcelona kollidiert Àlex Márquez mit Pedro Acosta, kommt von der Strecke ab und überschlägt sich. Er erleidet einen Schlüsselbeinbruch und eine Halswirbel-Fraktur. Das Rennen wird danach fortgesetzt.
In Führung auf letzter Runde: Deutscher Golf-Profi verpasst Major-Sensation knapp
Der deutsche Golfprofi Matti Schmid hat bei der PGA Championship den möglichen ganz großen Coup verpasst. Der 28-Jährige aus Herzogenaurach fiel auf der Schlussrunde des Turniers im Aronimink Golf Club bei Philadelphia noch vom zweiten auf den vierten Platz zurück und vergab damit die Chance auf den ersten deutschen Majorsieg seit Martin Kaymer 2014 bei den US Open.
Schmid lag letztlich nach einer 69 auf der Schlussrunde vier Schläge hinter dem Engländer Aaron Rai zurück, der sich den Sieg bei der 108. Auflage des diesmal mit 20,5 Millionen US-Dollar dotierten Traditionsturniers sicherte und dafür 3,69 Millionen Dollar kassierte. Zweite wurden Jon Rahm (Spanien) und Alex Smalley (USA). Schmid teilte sich den vierten Platz mit Justin Thomas (USA), Ludvig Äberg (Schweden) und Cameron Smith (Australien).
Für Schmid war es bei seiner PGA-Championship-Premiere dennoch das mit Abstand beste Major-Abschneiden seiner Karriere. Seit 2019 hatte er zuvor nur viermal an einem der vier wichtigsten Turniere der Welt teilnehmen dürfen. Sein bestes Ergebnis war ein geteilter 59. Platz bei den British Open 2021.
Schmid hatte am Sonntag trotz eines Auftakt-Bogeys dank dreier Birdies auf den ersten sechs Löchern allein an der Spitze gelegen, konnte das hohe Niveau aber auf der "Back Nine", den letzten neun Löchern des 18-Loch-Kurses, nicht ganz halten.
Startrainer löst Stress bei seinem hilflosen Arbeitgeber aus
Der portugiesische Fußball-Rekordmeister Benfica Lissabon will um José Mourinho kämpfen und einen Wechsel des Startrainers zurück zu Real Madrid mit aller Macht verhindern. "José Mourinho ist der Trainer von Benfica - solange nicht das Gegenteil bewiesen ist", sagte Präsident Rui Costa dem TV-Sender RTP Notícias.
Allerdings gab der frühere Profi zu, dass es nun an Mourinho läge "zu entscheiden", ob er das Angebot zur Verlängerung seines bis 2027 laufenden Vertrages annehme, das ihm Benfica in der vergangenen Woche unterbreitet hatte. Mourinho hat die Möglichkeit, in den zehn Tagen nach dem letzten Saisonspiel am vergangenen Samstag (3:1 bei GD Estoril Praia), aus seinem Vertrag auszusteigen. In diesem Fall würde eine Ablöse in Höhe von angeblich drei Millionen Euro fällig. Mourinho hatte nach dem Saisonabschluss mit Platz drei eingeräumt, dass Benfica ihm ein "hervorragendes Angebot" unterbreitet habe. Gleichzeitig gestand er Gespräche zwischen seinem Berater Jorge Mendes und Real ein, das den 63-Jährigen nach einer chaotischen Saison gerne zurückholen würde.
Messi überragt - und wird noch von Deutschem übertrumpft
Dank Dreierpacker Hany Mukhtar hat Nashville SC den nächsten Sieg in der nordamerikanischen Fußball-Profiliga MLS gefeiert. Der Deutsche, der 2022 zum wertvollsten Spieler der MLS gekürt worden war, machte beim 3:2 (2:0) gegen Los Angeles FC mit seinen Treffern (13., 21., 60.) den Unterschied und schraubte sein Tore-Konto für die Franchise auf 101. Nashville liegt in der Eastern Conference vor Lionel Messis Inter Miami an der Spitze.
Der argentinische Weltmeister bewies ebenfalls erneut seine Extraklasse: Bei Miamis 2:0 (2:0) gegen die Portland Timbers traf der Superstar zunächst selbst (31.) und bereitete dann das zweite Tor durch Germán Berterame (42.) vor. Messi erlöste damit die Fans im heimischen Nu Stadium: Für Miami war es im fünften Anlauf der erste Sieg in der neuen Arena, bislang hatte Inter dort drei Unentschieden geholt und eine Niederlage kassiert. Messi steht nun bei zwölf Saisontoren, Mukhtar bei sechs. Für Los Angeles, Team von Heung-Min Son, war es die dritte Niederlage in Serie. In der MLS steht noch ein Spieltag an, ehe die Liga wegen der WM in den USA, Mexiko und Kanada (ab 11. Juni) eine Pause einlegt.
Bericht: Union in "weit fortgeschrittenen Gesprächen" mit Sensations-Trainer
Fußball-Bundesligist Union Berlin hat seinen Wunschtrainer offenbar gefunden. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wollen die Köpenicker den Schweizer Meistercoach Mauro Lustrinelli vom FC Thun in die Hauptstadt holen. Die Gespräche mit dem 50-Jährigen seien bereits "weit fortgeschritten", heißt es etwa im "Kicker" und bei Sky, laut Bild sei Union im Poker um den Trainer "in der Pole Position".
Allerdings werde Lustrinelli nach dem sensationellen Coup mit Aufsteiger Thun auch von Klubs aus Italien umworben. Außerdem steht er beim Schweizer Überraschungsmeister noch bis 2028 unter Vertrag und dürfte damit eine Ablöse kosten.
Lustrinelli ist seit 2022 Trainer in Thun. Zuvor war er für die Schweizer U21-Nationalmannschaft tätig. Und: Der frühere Schweizer Nationalspieler arbeitete schon als Co-Trainer unter Union-Legende Urs Fischer in Thun.
Seit Fischers Abschied hat sich kein Coach lange gehalten bei den Berlinern. Nenad Bjelica und Bo Svensson waren keine 200 Tage im Amt, Steffen Baumgart blieb immerhin 15 Monate. Zuletzt beförderte Union Marie-Louise Eta zur ersten Cheftrainerin der Bundesliga-Geschichte. Die 34-Jährige übernimmt nun die Frauen-Mannschaft dort.
Deutsche Fußballerinnen schießen sich zum EM-Titel
Bereits zum neunten Mal seit der Einführung des Wettbewerbs im Jahr 2008 krönt sich Deutschland zum U17-Europameister der Frauen im Fußball. Das alles entscheidende Tor gegen Frankreich schießt in Belfast die 16-jährige Frankfurterin Marie Kleemann.
Zweitligist fühlt nach spektakulärem Finale "unfassbare Leere"
Nach der verpassten Chance auf den Aufstieg in die Bundesliga herrschte bei Hannover 96 Schockstarre. Er empfinde "unfassbare Leere", sagte Kapitän Enzo Leopold mit glasigen Augen nach dem unnötigen 3:3 (2:1) gegen den 1. FC Nürnberg, durch das 96 den Relegationsplatz noch an den SC Paderborn abgeben musste.
"Wir haben es uns ganz anders vorgestellt, es ist einfach unfassbar bitter, dass wir so eine gute Saison im letzten Spiel nicht krönen können. Das tut richtig, richtig weh", sagte Leopold, während auch Trainer Christian Titz haderte. "Wir sind maximal enttäuscht", befand der 55-Jährige.
"Wir hatten uns in eine sehr gute Ausgangssituation gebracht, aber wir haben es in den letzten Spielen nicht geschafft. Normalerweise reicht es, drei Tore zu Hause zu schießen, um das Spiel für sich zu entscheiden", führte Titz aus. Auch das 3:3 gegen Absteiger Preußen Münster am 32. Spieltag im eigenen Stadion schmerzte die Hannoveraner noch sehr. Letztlich fehlten nur zwei Punkte auf Paderborn und auch auf den direkten Aufsteiger SV Elversberg.