Der Sport-TagUS-Legende wirft deutschem Weltmeister "Schauspielerei" vor
Dennis Schröder sparte sich den großen Jubel. Zu klar war die Sache, zu früh entschieden, und noch ist das große Ziel ja auch nicht erreicht. Zum dritten Mal steht der deutsche Basketballstar im Halbfinale der NBA-Playoffs, nun geht es mit den Cleveland Cavaliers gegen die New York Knicks. "Game seven in Detroit zu gewinnen, ist natürlich special", sagte Schröder bei Sky. "Wenn wir als Team so spielen in der Offensive und Defensive, ist es extrem schwer, uns zu schlagen." Im Big Apple wolle Cleveland am Dienstag "das erste Spiel direkt klauen".
Einmal sorgte der Braunschweiger aber für Aufregung, es passierte Mitte des zweiten Viertels. Gegenspieler Duncan Robinson traf Schröder im Zweikampf im Gesicht. Und der ging zu Boden, hielt beide Hände an die linke Schläfe, schien Schmerzen zu haben. Zu viel für den früheren NBA-Trainer und heutigen TV-Experten Stan Van Gundy.
"Er ist einer der Typen in dieser Liga, die sehr gut schauspielern", sagte der einstige Pistons-Headcoach und unterstellte Schröder, dass er die Schiedsrichter dazu habe bringen wollen, auf ein so genanntes Flagrant Foul mit größeren Konsequenzen zu entscheiden. Sie blieben nach einem Videocheck bei ihrem Urteil, es gab nur Einwurf für Cleveland. "Schröder erhält keinen deutschen Emmy", meinte Kommentator Ian Eagle süffisant.