Der Sport-TagNächster Weltverband begnadigt Russen und Belarussen
Der Turn-Weltverband hat beschlossen, alle seit Februar 2022 geltenden Beschränkungen für russische und belarussische Sportlerinnen und Sportler mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Das gab World Gymnastics bekannt. Nähere Angaben, wie der Beschluss umgesetzt werden soll, wurden in der knappen Mitteilung nicht genannt. Russlands Turnverband teilte laut der russischen Nachrichtenagentur Tass mit, dass seine Athleten nun wieder unter der Nationalflagge und der Nationalhymne bei Wettkämpfen antreten dürfen. Seit 2024 durften sie nach einer vorigen Sperre wieder als sogenannte "individuelle neutrale Athleten" starten. Voraussetzung dafür war, dass die Sportler und auch deren Betreuer keine "Beteiligung oder Verbindung mit der Russischen Föderation oder der Republik Belarus, ihren jeweiligen Nationalverbänden oder Nationalen Olympischen Komitees" haben.
Das Internationale Olympische Komitee hatte Anfang Mai dieses Jahres die Sanktionen gegen Sportler aus Belarus aufgehoben. Die Athleten aus dem Land dürfen künftig wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne an allen internationalen Events und Mannschaftswettbewerben teilnehmen. Die IOC-Beschränkungen gegen Russland bleiben dagegen in Kraft.