"Unwürdig": Hamann geht hart mit FC Bayern ins Gericht
Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann hat mit scharfen Worten auf den Einspruch des FC Bayern gegen den Platzverweis für Luis Díaz im Spiel bei Bayer Leverkusen reagiert. "Das ist doch eines Weltvereins nicht würdig", sagte der frühere Bayern-Profi bei der Fußball-Talkshow Sky90. "Ein Weltverein legt Protest ein gegen eine Gelb-Rote Karte, wo der Spieler versucht, einen Elfmeter zu schinden."
Am Sonntag hatte Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen dem Pay-TV-Sender Sky bestätigt, dass der Rekordmeister die automatische Sperre für Díaz nach dessen Gelb-Roter Karte nicht akzeptieren werde und beim Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes Einspruch gegen die Strafe eingelegt habe. Die Chancen auf eine Begnadigung für das anstehende Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin sind jedoch gering.
"Du musst doch auch mal in der Niederlage - die es ja nicht mal war - das mit Respekt und Würde anerkennen, dass Fehler gemacht werden oder auch nicht", polterte Hamann, der in dem Vorgehen der Bayern-Bosse ein Problem für die "ganze Schiedsrichter-Gilde" sieht.
Alba Berlin erlebt überraschendes Debakel
Bayern-Verfolger Alba Berlin ist in der Basketball-Bundesliga überraschend gestolpert. Beim abstiegsgefährdeten Syntainics MBC erlebte der schwache Tabellenzweite ein Debakel und verlor mit 68:99 (44:52). Alba liegt vorerst weiter sechs Punkte hinter Titelverteidiger München. Für den MBC war es ein wichtiger Erfolg im Abstiegskampf.
Der Spitzenreiter aus München kann am Abend (18 Uhr/Dyn) beim Pokalsieger BMA365 Bamberg Baskets seinen Vorsprung auf Alba ausbauen. Spencer Reaves vom MBC war in Weißenfels mit 23 Punkten der beste Werfer der Partie. Malte Delow erzielte für Alba 14 Zähler.
Rot-Ärger für Schalke: "Es fühlt sich brutal an"
Nach dem verspielten Sieg gegen Hannover 96 hadert Schalkes Trainer Miron Muslic vor allem mit der Roten Karte für Edin Dzeko. Für ihn hatte diese Entscheidung einen "brutalen Einfluss" auf das Spiel. Er beschreibt die Szene als typische Fußballbewegung.
Deutsches Team verabschiedet sich mit historisch schlechter Bilanz
Historisch schwache Goldausbeute, die schlechteste Platzierung im Medaillenspiegel in der Geschichte und ein fortlaufender Negativtrend: Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) ist nach den Paralympischen Winterspielen in Norditalien an einem Tiefpunkt angekommen. Neben Erfolgsgarantin Anna-Lena Forster mangelt es vor allem an einem: Siegern.
"Natürlich hätten wir uns ein paar Ausreißer nach oben gewünscht, insbesondere nach ganz oben", erklärte Chef de Mission Marc Möllmann bei der Abschluss-Pressekonferenz des Team D. Die Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo verdeutlichten einmal mehr einen Trend. In vielen Disziplinen haben andere Nationen aufgeholt, einige die einst so erfolgreiche deutsche Mannschaft sogar überholt. Nur zwei Goldmedaillen holte Deutschland, beide durch Monoskifahrerin Forster, die wie gewohnt ablieferte, in ihrer Paradedisziplin Slalom aber einen weiteren Triumph verpasste.
"Ich bin freiwillig hier": Deutscher Olympiasieger zieht bei gefährlicher Wind-Lotterie zurück
Olympiasieger Philipp Raimund verzichtete freiwillig auf seinen Sprung, Teamkollege Felix Hoffmann hatte einen Sturz bei starkem und wechselndem Wind kurz zuvor gerade noch verhindert. Der Weltcup der Skispringer im norwegischen Oslo ist nach einem Durchgang abgebrochen worden.
"Ich habe gemerkt, es wird immer noch wilder, immer noch unabsehbarer", sagte Raimund in der ARD zu seiner Entscheidung, schon im ersten Durchgang nicht zu springen. "Ich bin freiwillig hier, ich will Spaß am Skispringen haben und muss mir dann nicht noch Sorgen machen, ob ich heil unten ankomme."
Den Sieg sicherte sich erstmals in seiner Karriere der Japaner Tomofumi Naito vor dem zweitplatzierten Slowenen Anze Lanisek und dem Finnen Antti Aalto auf Rang drei. Karl Geiger belegte als bester Deutscher mit einem Sprung auf 127,5 Meter den elften Platz. Andreas Wellinger wurde Zwölfter. Im Fokus stand jedoch für viele nicht das Ergebnis, sondern die Gesundheit der Athleten.
"Ich gebe ihm vollkommen Recht", sagte Skisprung-Legende Sven Hannawald in der ARD zu Raimunds Entscheidung, auf seinen Sprung zu verzichten. "Heute ist es völlig wild." Der 51-Jährige ergänzte: "Da kannst du auch Lotto spielen."
Argentinien sperrt sich: Messi-Duell mit Spanien fällt nun doch aus
Als Folge des Nahost-Kriegs hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) das für den 27. März in Katar geplante "Finalissima" zwischen Europameister Spanien und Südamerika-Champion Argentinien abgesagt. Die UEFA hat nach eigenen Angaben mehrere Vorschläge hinsichtlich einer alternativen Austragung unterbreitet, die von Weltmeister Argentinien alle abgelehnt worden seien. Argentinien unterbreitete seinerseits einen Gegenvorschlag, der für Spanien nicht umsetzbar war.
Die UEFA und der südamerikanische Kontinentalverband CONMEBOL hatten das "Finalissima" im Rahmen ihrer Partnerschaft eingeführt. Argentinien hatte die Premiere 2022 im Londoner Wembley-Stadion mit 3:0 gegen Italien gewonnen.
Peinliche Szene bei Barça: ter Stegen scheitert beim Wählen
Bei den Präsidentschaftswahlen beim FC Barcelona ist es zu einer peinlichen Szene gekommen: Fußball-Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen scheitert bei dem Versuch, seine Stimme abzugeben. Wie die spanische "AS" berichtet, gab es Probleme mit dem Wählerverzeichnis. Ter Stegen war jahrelang Kapitän bei Barca, ehe er im Winter leihweise zum FC Girona wechselte. Derzeit droht der 33-Jährige wegen einer Verletzung, die Weltmeisterschaft im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko zu verpassen.
Bei Barca wählen die Mitglieder, die Socios, den Präsidenten für die nächsten fünf Jahre. Zur Wahl stehen Amtsinhaber Joan Laporta und Victor Font, der dem dauerklammenen Klub Reformen verspricht. Laut "AS" stand ter Stegen zehn Minuten lang im Wahllokal und musste dann gehen, ohne einen Zettel in die Urne zu werfen. Weshalb er aber nicht wählen konnte, ist unklar. "Dario Sport" berichtet, dass der Torwart seine Mitgliedsdaten nicht rechtzeitig aktualisiert habe. Sein Verhältnis zum katalanischen Klub gilt nach seinem Leih-Abschied mittlerweile als belastet. Der Verein hatte eine neue Nummer eins verpflichtet, während ter Stegen im vergangenen Jahr verletzt fehlte.
Den FC Bayern wieder "ärgern": Bayer Leverkusen unterstreicht Meister-Ansage
Sportchef Simon Rolfes hat die Meister-Ansage von Fernando Carro für Bayer Leverkusen unterstrichen. "Den Weg und die Ambitionen teile ich hundertprozentig mit Fernando", sagte Rolfes im Sport1-"Doppelpass", nachdem Carro am Vortag den nächsten Titelgewinn in der Bundesliga für 2028 oder 2029 als Ziel ausgegeben hatte. "Wir können keine Meistermannschaft wie 2024 zusammenkaufen, wir können uns keinen Florian Wirtz kaufen, den müssen wir dann entwickeln", sagte Rolfes. Beim Umbruch im Sommer habe Bayer versucht, "Spieler zu holen, von denen wir glauben, dass sie noch nicht am Limit ihrer Qualität sind, sondern dass sie in zwei Jahren noch deutlich besser sind und im internationalen Spitzenfußball eine Relevanz haben".
Carro hatte die laufende Saison am Rande des Ligaspiels gegen Bayern München (1:1) als "Übergangsjahr" bezeichnet. Das Ziel sei, "die nächste Meistermannschaft" aufzubauen, um die Bayern in den nächsten Jahren wieder "ärgern" zu können, sagte der Geschäftsführer bei DAZN.
Iran: Auch Kapitänin lehnt Asyl in Australien ab
Die Kapitänin der iranischen Fußball-Nationalmannschaft Zahra Ghanbari soll dem Beispiel vier ihrer Teamkolleginnen gefolgt sein und einen ursprünglich geplanten Asylantrag in Australien zurückgezogen haben. Das berichten iranische Staatsmedien. Eine Stellungnahme der australischen Behörden steht noch aus.
Ghanbari "hat ihre Entscheidung, Asyl zu beantragen, rückgängig gemacht" und werde in den nächsten Stunden nach Malaysia fliegen, bevor sie in "in die Arme der Heimat zurückkehre", schrieb die Nachrichtenagentur Irna. Menschenrechtsgruppen haben den iranischen Behörden derweil wiederholt vorgeworfen, Sportler im Ausland unter Druck zu setzen, indem sie deren Angehörigen drohen oder mit der Beschlagnahmung von Eigentum, sollten sie überlaufen oder sich gegen die Islamische Republik äußern.
Nächster Ausfall: Muss ein 16-Jähriger beim FC Bayern ins Tor?
Die Pechsträhne der Torhüter des FC Bayern reißt nicht ab: Sven Ulreich wird den Münchnern im Champions-League-Rückspiel gegen Atalanta Bergamo am kommenden Mittwoch (21 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) nicht zur Verfügung stehen. Seinen bemerkenswerten Auftritt bei Bayer Leverkusen (1:1) beendete der dritte Schlussmann des deutschen Rekordmeisters mit einem Muskelbündelriss im Adduktorenbereich, wie der Klub mitteilte.
Verzichten muss Trainer Vincent Kompany bis nach der Länderspielpause bereits auf Manuel Neuer. Unklar ist, ob er erste Stellvertreter Jonas Urbig, der im Hinspiel bei Atalanta (6:1) eine Gehirnerschütterung erlitten hatte, zur Verfügung steht. Nicht eingesetzt werden kann auf jeden Fall der vierte Torhüter Leon Klanac. Die 19 Jahre alte Nummer eins der zweiten Mannschaft fällt bereits seit einiger Zeit wegen einer Oberschenkelverletzung aus.
Immerhin: Für die Champions League hatte der FC Bayern vor Saisonbeginn auch einen fünften und einen sechsten Torhüter nominiert. Zur Verfügung stünden der 19 Jahre alte Jannis Bärtl, Schlussmann Nummer zwei der Regionalliga-Mannschaft, und der 16 Jahre alte Leonard Prescott, Torhüter der U19.
"Schlechtestes Rennen" frustet deutsche Biathleten
Justus Strelows Probleme am Schießstand haben der deutschen Single-Mixed-Staffel eine Podiumsplatzierung beim Biathlon-Weltcup in Otepää gekostet. Gemeinsam mit Vanessa Voigt belegte der 29-Jährige trotzdem noch den vierten Platz. Strelow musste gleich zu Beginn dreimal in die Strafrunde, insgesamt benötigte das Duo des Deutschen Skiverbandes 17 Nachlader und hatte dadurch keine Chance, in den Kampf um die Podiumsplätze einzugreifen.
"Das war mit Abstand das schlechteste Rennen, was ich je gemacht habe. Vor allem liegend ärgert es mich extrem, das ist absolut indiskutabel", sagte der Sachse Strelow in der ARD und lobte seine Teamkollegin für eine starke Aufholjagd: "Vanessa hat es extrem stark gemacht." Deutschland lag zwischenzeitlich schon außerhalb der Top 15. "Das Rennen war sehr hektisch", sagte die Thüringerin Voigt auch deswegen. Auf dem Treppchen standen stattdessen die siegreichen Norweger (8 Nachlader) vor Schweden (3 Strafrunden/13) und Finnland (1/15). Frankreich lag lange aussichtsreich im Rennen, wurde dann aber disqualifiziert. Émilien Jacquelin hatte verbotenerweise einen Schuss zu viel abgegeben.
Im Januar 2024 hatten Strelow und Voigt in Antholz die Single-Mixed-Staffel noch erfolgreich bestritten. Damals mussten sie nur einmal nachladen und hatten den ersten deutschen Sieg in dieser Disziplin seit 2015 geholt.
"Muss mich noch gewöhnen": F1-Podium verwirrt Toto Wolff
Der Wechsel von Lewis Hamilton von Mercedes zu Ferrari ist zwar schon ein Jahr her, aber noch nicht in allen Köpfen in der Formel 1 angekommen. Mercedes-Boss Toto Wolff zeigte sich zumindest nach dem Podium des Großen Preises in China etwas irritiert. Denn auf den ersten drei Plätzen landeten die beiden Silberpfeile-Piloten Kimi Antonelli und George Russell - und eben Hamilton.
In den sozialen Medien postete der Mercedes-Account ein Video von Wolff in der Garage, wie er sagte: "Ich habe für einen Moment wirklich gedacht, wir haben drei Autos - Erster, Zweiter und Dritter. Daran muss ich mich noch gewöhnen." Eine Stimme aus dem Off erinnert ihn daran, dass Hamilton jetzt Rot trägt. "Er ist immer noch unser Fahrer", entgegnete Wolff. Hamilton und er arbeiteten Jahre zusammen, gemeinsam gewannen sie sechs Fahrer-Weltmeisterschaften. Es war sein erstes Podium für Ferrari.
Matthäus bezieht deutlich Stellung in Debatte um DFB-Star
Deniz Undav ist derzeit in guter Form. Allein in der Fußball-Bundesliga ist der Stürmer des VfB Stuttgart bereits an 19 Treffern beteiligt. Für die Nationalelf läuft er auch wegen Verletzungspechs zuletzt im Sommer 2025 auf. Dabei ist er für RTL-Experte Lothar Matthäus ein klarer Kandidat für den WM-Kader.
Zverev "hat nicht sein bestes Tennis gespielt"
Alexander Zverev winkte noch einmal ins Publikum, dann verschwand der deutsche Tennisstar mit gesenktem Kopf in der Umkleidekabine. Zum sechsten Mal in Serie hatte der Weltranglisten-Vierte seinem Angstgegner Jannik Sinner nur wenig entgegenzusetzen und verlor das Halbfinale von Indian Wells mit 2:6, 4:6. Zuletzt hatte Zverev den Südtiroler 2023 im Achtelfinale der US Open bezwingen können.
"Er hat versucht, aggressiver zu spielen. Er hat nicht sein bestes Tennis gespielt", erklärte Sinner nach seinem ersten Finaleinzug beim US-Masters in der Wüste. Im Finale kommt es überraschenderweise nicht zum Tennis-Klassiker gegen den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz, der Spanier unterlag Daniil Medwedew mit 3:6, 6:7 (3:7).
Nicht nur Formel 1 muss auf den Nahost-Krieg reagieren
Nach der Formel 1 hat nun auch die MotoGP auf den Krieg im Nahen Osten reagiert und ihren Rennkalender angepasst. Der Grand Prix in Katar wird nicht wie ursprünglich geplant am 12. April stattfinden und stattdessen auf den 8. November verlegt, das teilte die Motorrad-Königsklasse mit. Anders als die Formel 1, die einen Tag zuvor die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien ohne Ersatz abgesagt hatte, strebt die MotoGP damit zunächst eine Verschiebung an.
Dazu sind weitere Bewegungen im Terminkalender notwendig. So wird der Große Preis von Portugal in Portimao um eine Woche auf den 22. November geschoben, auch das Saisonfinale in Valencia findet sieben Tage später als ursprünglich geplant am 29. November statt. Der neue Plan sei mit dem Ziel entworfen worden, den Gesamtkalender "so wenig wie möglich" zu beeinträchtigen.
Schwierige Anreise: Irak tritt zu Ausscheidungsspielen um WM-Ticket an
Die irakische Fußball-Nationalmannschaft wird trotz des Krieges im Nahen Osten ihre Reise zum Playoff-Spiel für die WM 2026 antreten. Zuletzt hatten die Iraker noch auf eine Verlegung der Begegnung gehofft. Irak soll am 31. März bei den interkontinentalen Ausscheidungsspielen im mexikanischen Monterrey um eines der letzten Tickets für die Endrunde im Sommer kämpfen, die in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet. Gegner ist der Sieger des Duells zwischen Bolivien und Suriname, das am 26. März stattfindet.
"Die Nationalmannschaft wird Ende der Woche mit einem Privatflugzeug nach Mexiko aufbrechen", sagte Verbandspräsident Adnan Dirjal. Man habe beim Weltverband FIFA angesichts des stark beeinträchtigten Flugverkehrs in der Region um Hilfe bei der Organisation der Reise gebeten. Zudem sei es "gelungen, mit einigen der Vereine unserer Profispieler zu verhandeln, um ihre Freistellung für die Nationalmannschaft zu erleichtern".
Über die Hälfte des Nationalteams befindet sich in der Hauptstadt Bagdad, auch Trainer Graham Arnold kann die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aufgrund von Luftraumsperrungen derzeit nicht verlassen. Der australische Trainer des Iraks sagte der Nachrichtenagentur AAP zuletzt, er habe nur eine simple Bitte an die FIFA. "Helfen Sie uns. Wir haben große Probleme, die Spieler aus dem Irak zu bekommen."
Der Sieger des Playoff-Spiels wird in WM-Gruppe I auf Frankreich, Senegal und Norwegen treffen. Irak hofft auf die erste WM-Teilnahme seit 1986. Nationaltrainer Graham Arnold hatte zuletzt auf die Probleme hingewiesen, eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen.
"Vielleicht hat es seine Meinung beeinflusst ...": DFB kontert Hoeneß' Wut scharf
Die scharfe Kritik von Uli Hoeneß an Schiedsrichter Christian Dingert hat beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) für Unverständnis gesorgt. Der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters Bayern München hatte der Bild zufolge nach dem 1:1 (0:1) bei Bayer Leverkusen geschimpft: "Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe."
Der DFB ließ die drastischen Worte des 74-Jährigen so nicht stehen. "Das können wir nicht bestätigen", konterte Alexander Feuerherdt, Leiter Kommunikation und Medienarbeit der DFB Schiri GmbH, in der AZ: "Vor allem die spielrelevanten Entscheidungen waren korrekt oder zumindest vertretbar - mit Ausnahme der Gelb-Roten Karte, wie Schiedsrichter Christian Dingert ja auch selbst eingeräumt hat."
Feuerherdt mutmaßte: "Vielleicht hat es die Meinung von Uli Hoeneß beeinflusst, dass die Mehrheit dieser spielrelevanten Entscheidungen gegen den FC Bayern getroffen wurde. Aber wir sprechen hier ja keineswegs von skandalträchtigen Fehlern."
Desaster für den Weltmeister, Albtraum-Tag für McLaren
Formel 1 ohne Weltmeister: Für Lando Norris und das gesamte McLaren-Team war der Große Preis von China schon vor dem Start beendet. Norris und auch sein Teamkollege Oscar Piastri mussten aufgrund von technischen Defekten passen, McLaren meldete mit Blick auf Norris' Boliden Probleme mit der Elektronik. Der Engländer schaffte es gar nicht erst in die Startaufstellung, Piastri musste von dort zurück in die Garage geschoben werden.
"Leider haben wir bei beiden Autos unterschiedliche Probleme festgestellt", teilten die Team-Weltmeister mit: "Wir werden nun daran arbeiten, sie zu identifizieren."
McLaren hat damit einen echten Fehlstart in die neue Saison mit dem veränderten Motoren-Reglement hingelegt. Beim Saisonauftakt in Australien eine Woche zuvor war Piastri schon auf der Installationsrunde durch einen Unfall ausgeschieden, Norris wurde Fünfter.
"Menschenskinder": Kölns Trainer sorgt für rührenden Moment
Lukas Kwasniok, Trainer des 1.FC Köln, steht am Rande der Abstiegsränge schwer unter Druck. Das hält ihn aber nicht davon ab, nach einem für ihn unbefriedigenden Spiel für einen schönen Moment zu sorgen - zu Ehren seines verdutzten Kollegen.
Königstransfer macht beim BVB direkt eine Ansage
Stürmerin Alexandra Popp hat nach ihrem angekündigten Wechsel zu Borussia Dortmund den Aufstieg in die Bundesliga als klares Ziel formuliert. "Man kennt den Plan von Borussia Dortmund: Sie möchten schnellstmöglich in die erste Liga", sagte Popp im Vereinsinterview. Sie wolle helfen, "dass man sich so schnell wie möglich in der ersten Liga wiederfindet und sich dort etabliert".
Die langjährige Kapitänin des VfL Wolfsburg, die einen Vertrag bis 2029 bei ihrem Lieblingsverein unterschrieb, will den ambitionierten Frauenfußball des BVB sowohl auf als auch neben dem Platz voranbringen. Zunächst müsse allerdings klar sein, in welcher Spielklasse sie mit dem BVB starten werde. Danach gelte es, "zusammen mit der Mannschaft den Aufstieg ins Visier" zu nehmen.
Der BVB spielt derzeit in der drittklassigen Regionalliga West. Vor dem 16. Spieltag belegte das Team von Trainer Markus Högner den zweiten Platz. Der Sieger der Liga ist am Saisonende für die Aufstiegsspiele in die 2. Bundesliga berechtigt.
Formel 1 macht teure Entscheidung offiziell
Nach der militärischen Eskalation im Nahen Osten hat die Formel 1 die beiden Grand Prix in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt. Wie der Motorsport-Weltverband Fia mitteilte, werden die für den 12. und 19. April angesetzten Rennen aus dem Kalender ersatzlos gestrichen. ntv hatte bereits am Freitag berichtet, dass die beiden Rennen ausfallen.
"Der Hintergrund für die Absage sind die großen Sicherheitsbedenken der Teams", sagte RTL/ntv-Formel-1-Experte Felix Görner zu der Entscheidung. "Im Sinne der Sicherheit der vielen tausend Menschen, die für die Formel 1 arbeiten, ist die Absage alternativlos." Die Formel 1 verzichte mit ihrer Entscheidung auf viel, viel Geld. "Alleine die Ausrichtung des Rennens in Bahrain bringt der Formel 1 mindestens 40 Millionen US-Dollar, der Grand Prix in Saudi-Arabien sogar 60 Millionen Dollar."
In Bahrain und Saudi-Arabien hätten der vierte und fünfte Grand Prix dieser Saison stattfinden sollen. Der Rennkalender wird damit eingedampft und umfasst nur noch 22 statt 24 Veranstaltungen. Der April ist nun Formel-1-frei, gefahren wird erst wieder am 3. Mai in Miami.
"Zweikampfführung überdenken": Nmecha kassiert spezielle Rote Karte
Erst rauschte Felix Nmecha in Schiedsrichter Bastian Dankert, dann bekam der Profi von Borussia Dortmund die Rote Karte. Glücklicherweise erst nach dem Spiel - und nur als Geschenk. Nach dem unglücklichen Zusammenprall in der Bundesliga-Partie des BVB gegen den FC Augsburg (2:0) überließ der Referee dem Nationalspieler die Karte mit einer humorvollen Widmung. "Zweikampfführung überdenken", stand darauf.
Beim Versuch, an den Ball zu kommen, war der Nationalspieler in der 55. Minute in Dankerts Rücken gelaufen. Der Referee fiel zu Boden und benötigte eine kurze Pause, ehe er das Spiel fortsetzen konnte. Nmecha half ihm auf die Beine. Nach dem Abpfiff folgte ein "spezieller Trikottausch", wie der BVB in den Sozialen Medien schrieb und dazu ein Foto von Nmecha mit der Roten Karte zeigte.
"Mir hat's überhaupt nicht wehgetan. Ich glaube, nur seinem Rücken", sagte Nmecha mit einem Grinsen im Gesicht. "Ich glaube, er ist okay. Ich hoffe, dass er okay ist. Ich hätte den Ball gekriegt." Aber ein solcher Zusammenprall passiere einfach manchmal.