Darts-WM hat ihre erste dicke Überraschung
Auftakthürde gemeistert: Dartsprofi Rob Cross hat sich keine Blöße gegeben und ist souverän in die zweite Runde der Darts-WM eingezogen. Der Weltmeister von 2018 sorgte gegen den Norweger Cor Dekker im "Ally Pally" dank eines glatten 3:0 schnell für klare Verhältnisse.
Für eine erste große Überraschung der WM sorgte Andreas "Dirty Harry" Harrysson. Der 50 Jahre alte Schwede mit dem markanten Rauschebart, Nummer 114 der Welt, bezwang am Freitagabend den 102 Plätze besser klassierten Engländer Ross Smith nach 0:2-Satz-Rückstand mit 3:2.
Cross, der 17. der Weltrangliste, präsentierte sich wiederum gegen Dekker insgesamt stabil und entschied sowohl den ersten als auch den dritten Satz ohne Verlust eines Legs für sich. Lediglich im zweiten Set geriet der 35-Jährige kurzzeitig ins Wanken, bewies mit einem von seinen zwei 180-ern dann jedoch im entscheidenden Moment Nerven ."Ich bin zurück! Es fühlt sich so an, als wäre ich wirklich zurück - und das habe ich am Ende gezeigt", jubelte Cross im Anschluss gelöst. Am 20. Dezember trifft der Engländer in Runde zwei der WM auf seinen Landsmann Ian White, der an Position 51 der Weltrangliste geführt ist.
"Skandalös" teure WM-Tickets machen Fans stinksauer
Auch im Mutterland des Fußballs regt sich Widerstand gegen die WM-Ticketpreise. Die englische Fanorganisation Football Supporters' Association (FSA) bezeichnete die Preisstruktur für das Turnier 2026 in den USA, Kanada und Mexiko als "skandalös" und forderte den nationalen Verband (FA) auf, beim Weltverband FIFA um eine Preissenkung zu kämpfen.
"Wir rufen alle nationalen Verbände dazu auf, sich für ihre Anhänger einzusetzen, ohne die es keinen Profifußball gäbe", die FA müsse "diese unverschämten Preise" anprangern und einen Stopp des Ticketverkaufs erwirken, schrieb die FSA am Freitag und reagierte mit Galgenhumor: "Wer muss schon England ins Ausland folgen, um enttäuscht zu werden, wenn die FIFA das schon sechs Monate vor dem Anpfiff garantieren kann?" Der WM sei schon jetzt "jegliche Lebensfreude geraubt worden".
Die XXL-WM wird teuer für die Anhänger. Die Ticketpreise für die Kontingente der offiziellen Fangruppen der teilnehmenden Nationen sind seit Donnerstag bekannt: In der Gruppenphase reicht die Preisspanne für die englischen Fans von 250 bis rund 800 Euro. Ein mögliches Finale würde mindestens 4760 Euro pro Ticket kosten.
Situation für Marc-André ter Stegen ist völlig aussichtslos
Trotz seiner Rückkehr in den Kader bleibt die Situation für Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen beim FC Barcelona wohl aussichtslos. Trainer Hansi Flick unterstrich, dass Joan García weiter die Nummer eins sein werde. "Sonst niemand, es gibt keine Nummer zwei oder drei. Es kommt überhaupt nicht infrage, Joan auszutauschen. Er macht seine Sache sehr gut", sagte der frühere Bundestrainer vor der Partie am Samstag (18.30 Uhr/DAZN) in der spanischen La Liga bei CA Osasuna.
Bezüglich ter Stegens Zukunft bestätigte Flick lediglich interne Gespräche mit dem 33-Jährigen, der am Dienstag in der Champions League gegen Eintracht Frankfurt (2:1) erstmals nach seiner Verletzungspause wieder im Aufgebot der Katalanen gestanden hatte. "Ich habe mit ihm gesprochen, das ist meine Aufgabe", sagte der Barca-Coach: "Aber es bleibt eine Angelegenheit zwischen ihm und mir." Im Hinblick auf ter Stegens Ambitionen, bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko im deutschen Tor zu stehen, scheint ein Vereinswechsel im Winter nahezu unausweichlich. Laut Bundestrainer Julian Nagelsmann sind regelmäßige Einsätze die Grundvoraussetzung für eine Nominierung.
FC Liverpool trifft überraschende Salah-Entscheidung
Nach seinem brisanten Interview und der anschließenden Ausbootung kehrt Stürmerstar Mohamed Salah offenbar in den Kader des FC Liverpool zurück. Laut englischen Medien gehört der Ägypter zum Aufgebot des Meisters für die Partie am Samstag (16 Uhr bei Sky und im Liveticker bei ntv.de) gegen Brighton and Hove Albion.
Sowohl die BBC als auch Sky berichteten, dass die Entscheidung von Liverpools Teammanager Arne Slot getroffen wurde, um im besten Interesse des Vereins zu handeln. Am Freitag soll ein Gespräch zwischen Salah und dem niederländischen Coach stattgefunden haben, nachdem der Angreifer nicht im Kader für das Champions-League-Spiel bei Inter Mailand gestanden hatte. Seine Zukunft bei den Reds bleibt jedoch offen, nach der Partie gegen Brighton reist Salah mit Ägypten zum Afrika-Cup in Marokko.
Stadion in Flammen: Nach Abstieg brennt beim FC Haka die Tribüne ab
Noch vor 20 Jahren wird der FC Haka finnischer Meister, jetzt aber muss der Traditionsklub den Gang in die zweite Liga antreten. Kurz nach dem Abstieg folgt die nächste Katastrophe: Die Haupttribüne des Fußballplatzes brennt vollständig nieder. Zu den Tätern gibt es einen Verdacht.
Heißes Gerücht: Galatasaray plant Transfercoup mit Bayern-Star
Wie das türkische Portal "Fanatik" erfahren haben will, steht Bayern Münchens Leon Goretzka erneut auf der Transferliste von Galatasaray. Die Istanbuler wurden bereits in der Vergangenheit mit dem zentralen Mittelfeldspieler in Verbindung gebracht. Stadtrivale Fenerbahce soll den Rechtsfuß ebenfalls auf dem Schirm haben.
Galatasaray werde dem 30-Jährigen sowie dem FC Bayern "so schnell wie möglich sein Angebot unterbreiten", heißt es in dem entsprechenden Medienbericht weiter. "Fanatik" zufolge soll der türkische Meister eine Offerte über zehn Millionen Euro als Ablösesumme planen.
Goretzka besitzt an der Säbener Straße nur noch ein Arbeitspapier bis zum Saisonende. Die sportliche Zukunft des gebürtigen Bochumers ist somit ungewiss. Der Rechtsfuß muss sich beim FC Bayern im zentralen Mittelfeld aktuell einem harten Konkurrenzkampf stellen. Joshua Kimmich ist hier gesetzt. Aleksandar Pavlovic erhielt in den vergangenen Wochen oftmals den Vorzug vor Goretzka.
Selina Freitag verpatzt die Landung
Die japanische Skispringerin Nozomi Maruyama hat beim Weltcup im sächsischen Klingenthal ihren vierten Saisonsieg gefeiert. Die 27 Jahre alte Führende des Gesamtweltcups siegte mit Sprüngen auf 130 und 127 Meter knapp vor der Slowenin Nika Prevc (128 und 126 Meter) und Lisa Eder aus Österreich (125,5 und 128,5). Das deutsche Team zeigte mannschaftlich eine gute Leistung. Selina Freitag sprang beim Heim-Weltcup als Siebte in die Top Ten, auch Agnes Reisch (11.), Katharina Schmid (13.) und Juliane Seyfarth (19.) sammelten einige Weltcuppunkte.
Besonders Freitag überzeugte im ersten Durchgang mit dem weitesten Sprung des Nachmittags auf 130,5 Meter, landete aber unsauber. "Ich glaube, ich habe mich einfach schon zu früh gefreut, dass der so gut war", ärgerte sich Freitag in der ARD. "Ich weiß, wenn ich es wirklich sauber mache, kann ich mit da angreifen", sagte die 24-Jährige nach dem Wettkampf. "Wenn alles klappt, könnte ich auch auf dem Podest stehen." Im zweiten Durchgang landete Freitag bei 120 Metern.
Nach Salah-Knall: Liverpool-Coach sagt, was Sache ist
Beim FC Liverpool steht die Entscheidung über die mögliche Rückkehr von Superstar Mohamed Salah in den Kader kurz bevor ."Ich werde heute mit ihm sprechen, und das Ergebnis dieses Gesprächs wird darüber entscheiden, wie es morgen weitergeht", sagte Trainer Arne Slot auf der heutigen Pressekonferenz. Der FC Liverpool trifft am Samstagnachmittag (16 Uhr/im ntv.de-Liveticker) in der Premier League im eigenen Stadion auf Brighton & Hove Albion. "Was ich brauche, ist ein Gespräch mit ihm, und das nächste Mal, wenn ich über Mo spreche, sollte das mit ihm sein und nicht hier. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen", ergänzte Slot.
Längst wird über einen möglichen Abgang von Salah spekuliert. Insbesondere Saudi-Arabien fiel immer wieder als potenzielles Ziel. "Ich habe keinen Grund, ihn nicht behalten zu wollen. Dieser Verein hat mit ihm viele Spiele gewonnen", reagierte Slot auf die zahlreichen Gerüchte der vergangenen Tage. Salah spielt bereits seit 2017 für den FC Liverpool, erzielte in 420 Pflichtspielen ganze 250 Tore für den Klub. Der Vertrag des 33 Jahre alten Ägypters ist bis zum Sommer 2027 datiert.
Bayern-Trainer gibt Update zu schwer verletzter Lena Oberdorf
Fußball-Nationalspielerin Lena Oberdorf kommt in der Reha nach ihrem zweiten Kreuzbandriss laut Bayern Münchens Trainer José Barcala gut voran. "Sie macht wirklich gute und schnelle Fortschritte", berichtete der Spanier. Die 23-Jährige gehe mit der erneut schweren Verletzung "wirklich gut um". Der Kontakt mit der Mittelfeldspielerin bestehe täglich, erklärte Barcala weiter, da sie ihr Programm am Campus absolviert: "Wir sind jeden Tag nah bei ihr und unterstützen sie. Wir essen zusammen zu Mittag. Wir sprechen jeden Tag."
Der zweite Kreuzbandriss sei auch "ein bisschen anders" als der erste, führte der Bayern-Coach aus: "Sie macht schnellere Fortschritte. Sie ist guter Dinge. Natürlich ist es eine langfristige Verletzung. Also können wir nicht erwarten, dass sie früher zurückkommt. Aber sie erholt sich gut." Im Oktober, nur 15 Monate nach der ersten Verletzung, war bei Oberdorf erneut das Kreuzband im rechten Knie gerissen. "Das zweite Mal ist sogar noch härter als das erste, weil alle akzeptieren, dass man zumindest einmal im Leben solche Situationen durchmachen muss", betonte Barcala. "Aber das zweite Mal direkt nach dem ersten ist wirklich, wirklich hart."
Enttäuschung von Tella ist für Bayer ausnahmsweise eine gute Nachricht
Aufatmen bei Bayer Leverkusen, Enttäuschung bei Nathan Tella: Der 26 Jahre alte Angreifer des Fußball-Bundesligisten wurde nicht von seinem Heimatverband Nigeria für den Afrika-Cup in Marokko nominiert. Der zweifache nigerianische Auswahlspieler wurde aus dem endgültigen Kader gestrichen. "Für Leverkusen ist das gut, klar. Aber Nathan hatte Hoffnungen, wirklich Hoffnungen", sagte Bayer-Trainer Kasper Hjulmand, er könne die Enttäuschung nachvollziehen.
Bei dem vom 21. Dezember bis zum 18. Januar stattfindenden Afrika-Cup muss Leverkusen aber immer noch vier Spieler abstellen: Neben den Leistungsträgern Edmond Tapsoba (Burkina Faso) und Ibrahim Maza (Algerien) gilt dies auch für den Kameruner Christian Kofane sowie den Marokkaner Eliesse Ben Seghir. Die Abstellungsfrist beginnt bereits ab Montag. Alle vier fehlen Bayer damit im letzten Liga-Spiel vor der Winterpause bei RB Leipzig, und vielleicht der ein oder andere auch noch beim Rückrundenauftakt Mitte Januar.
Zweimal Olympia-Norm: Biathletinnen kommen in Schwung
Die deutschen Biathletinnen Vanessa Voigt und Anna Weidel haben zum Auftakt des zweiten Saison-Weltcups in Hochfilzen die Olympia-Norm geknackt. Beim Sieg der Französin Lou Jeanmonnot lief die fehlerfrei schießende Voigt als beste Deutsche auf Rang sieben (+ 37,7 Sekunden). Auch Weidel traf alle zehn Scheiben und hatte nach 7,5 Kilometern als Achte 42 Sekunden Rückstand auf die Siegerin. Zweite wurde die Norwegerin Maren Kirkeeide (1 Fehler/+ 15,3 Sekunden) vor Anna Magnusson aus Schweden (0/+ 16,1 Sekunden). "Hier zu stehen mit so einem Ergebnis macht mich doch sehr glücklich. Ich wusste, dass es ein guter Tag wird", sagte Voigt in der ARD.
Marlene Fichtner blieb ebenfalls fehlerfrei, war aber läuferisch zu schwach. Sie verpasste ebenso die Top 40 wie Janina Hettich-Walz und Julia Tannheimer nach jeweils vier Schießfehlern sowie Julia Kink (2). Preuß und Grotian waren nach Erkrankungen nicht rechtzeitig fit geworden. Beide sollen zum Weltcup in Annecy-Le Grand Bornand wieder ins Team zurückkehren.
FC Bayern verlängert gleich mehrere wichtige Verträge
Das freut Vincent Kompany. Nach seiner Vertragsverlängerung weitet der FC Bayern München die Zusammenarbeit mit den Assistenztrainern aus. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister mitteilte, wurden die Verträge von René Marić, Aaron Danks und Floribert Ngalula sowie von Torwarttrainer Michael Rechner bis zum 30. Juni 2029 verlängert.
"Wir freuen uns, dass wir nach Vincent Kompany auch mit seinem Trainerteam verlängern konnten. Mit dieser eingespielten Konstellation wollen wir unseren eingeschlagenen Weg weitergehen und gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft angehen", sagte Sportvorstand Max Eberl laut Mitteilung. Die Münchner hatten im Oktober bereits die Zusammenarbeit mit Kompany bis 2029 verlängert. Rechner und Maric kamen im Jahr 2023 zum FC Bayern, Danks und Ngalula fingen zusammen mit Kompany im Sommer 2024 an.
Bericht: Düsseldorf überrascht mit beim BVB gefeuerten Boss
Der kriselnde Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat offenbar einen Nachfolger für Sportvorstand Klaus Allofs gefunden. Wie die "Bild" berichtete, soll der Klub vor einer Verpflichtung von Sven Mislintat, langjähriger Chefscout und bis Februar für einige Monate Technischer Direktor von Borussia Dortmund, stehen. Im Gegenzug werde Allofs, der seinen am 30. Juni 2026 auslaufenden Vertrag ohnehin nicht verlängern wird, wohl zu Beginn der kommenden Woche den Verein vorzeitig verlassen. Am Wochenende solle nun in einer Sitzung offiziell die Zusage erfolgen.
Mislintat, von 2006 bis 2017 Chefscout beim BVB, war zum 1. Mai 2024 in neuer Funktion nach Dortmund zurückgekehrt. Nach einem Machtkampf in der Führungsetage mit Sportdirektor Sebastian Kehl war er dann aber bereits Anfang Februar entlassen worden.
Kane knackt Müller-Marke - fällt jetzt auch Lewandowski?
Harry Kane trifft, wie er will - aus der Distanz, vor dem Tor, frisch von der Bank. Mit seinem nächsten Hattrick bricht der Bayern-Stürmer sogar Gerd Müllers Altrekord und marschiert mit 17 Toren aus 13 Spielen Richtung Lewandowskis Bestmarke. Auf Mainz und Heidenheim kommt Schwerstarbeit zu.
Wirbelsäulen-OP nach Sturz: Trainer informiert über Ski-Star
Einen Tag nach dem schweren Sturz von Michelle Gisin in St. Moritz hat ihr Trainer Beat Tschuor Informationen zum Gesundheitszustand der Skirennfahrerin bekanntgegeben. Die bisherigen Operationen seien gut verlaufen, sagte der Chefcoach des Schweizer Frauen-Teams dem SRF. Gisin habe ihm eine Sprachnachricht geschickt und dabei positiv gewirkt. Es stünden aber noch weitere Untersuchungen bei der 32-Jährigen an.
Gisin war im Abfahrts-Training am Donnerstag heftig gestürzt und hatte sich dabei an der Halswirbelsäule verletzt. Sie war zunächst in das Krankenhaus von St. Moritz und später weiter in eine Spezialklinik nach Zürich gebracht worden. Der zweimaligen Olympiasiegerin gehe es den Umständen entsprechend gut, hieß es da bereits vom Schweizer Skiteam. Gisin könne Arme und Beine "normal bewegen", müsse allerdings an der Halswirbelsäule operiert werden. Auch am rechten Handgelenk und am linken Knie habe sie sich zudem verletzt.
"Sau enttäuschend": Bitterer Rückschlag für deutsche Gold-Hoffnung
Der deutsche Skeleton-Pilot Axel Jungk hat beim Weltcup im norwegischen Lillehammer nur knapp den Sieg verpasst. Der WM-Dritte belegte am Freitag den zweiten Platz. Zum Briten Matt Weston, der bereits den Auftakt in den Winter auf der komplett erneuerten Olympia-Bahn in Cortina d'Ampezzo gewonnen hatte, fehlten am Ende lediglich fünf Hundertstelsekunden.
Goldhoffnung Christopher Grotheer kassierte derweil auf dem Weg zu den Olympischen Spielen den nächsten bitteren Rückschlag. Nach Platz 15 in Norditalien erreichte der 33-Jährige bei der zweiten Weltcup-Station nur den 21. Rang, der Rückstand zur Spitze betrug 1,03 Sekunden. "Fahrerisch war es nicht so schlecht, wie es auf der Ergebnisliste steht", sagte der Peking-Olympiasieger, der aufgrund eines in der Vorbereitung erlittenen leichten Muskelfaserrisses mit Trainingsrückstand in die Saison gegangen war: "Das ist natürlich sau enttäuschend, da muss ich nicht um den heißen Brei herumreden."
"Einfach geil": Biathlet Horn sprintet erstmals aufs Podest
Philipp Horn hat mit dem ersten Podestplatz seiner Karriere für das erhoffte Ausrufezeichen des deutschen Biathlon-Teams gesorgt. Der 31-Jährige wurde im Sprint von Hochfilzen Dritter und bescherte den DSV-Skijägern das erste Erfolgserlebnis im Olympia-Winter. Zum Auftakt des zweiten Weltcup-Wochenendes in Österreich musste sich der Thüringer nur Tommaso Giacomel aus Italien und Eric Perrot aus Frankreich geschlagen geben. "Ich habe in den letzten zwei Jahren schon gespürt, dass ich es drauf habe. Das war immer mein großes Ziel. Ich bin einfach nur happy, es war einfach geil heute" sagte Horn in der ARD.
Nach zehn Kilometern hatte Horn nur sechs Sekunden Rückstand auf den Sieger, zu Platz zwei und Perrot fehlten dem laufstarken Horn lediglich zwei Sekunden. Das Trio war fehlerfrei geblieben. Horn war der Einzige des deutschen Sextetts, der alle zehn Scheiben abräumte. Damit hat der Thüringer vielversprechende Aussichten für die Verfolgung am Samstag (12.00 Uhr/ARD und Eurosport).
"Verein, den ich liebe": DFB-Star verlängert bei Man City
Fußball-Nationalspielerin Rebecca Knaak bleibt dem englischen Spitzenklub Manchester City erhalten. Die Abwehrspielerin verlängerte ihren Vertrag um zwei weitere Jahre bis Sommer 2028, wie der Verein mitteilte. "Ich bin sehr glücklich, hier zu bleiben", sagte Knaak: "Es ist der Verein, den ich liebe und in dem ich erfolgreich sein möchte, und ich freue mich sehr, noch zwei weitere Jahre hier zu sein."
Knaak war im Januar 2025 vom FC Rosengard aus Schweden nach Manchester gekommen. Bislang absolvierte die 29-Jährige für City 16 Partien, in denen sie fünf Tore erzielte. Kurz nach ihrem Wechsel nach England hatte Knaak im vergangenen Februar auch ihr Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft gefeiert. Mit der DFB-Elf war sie im Sommer unter anderem in das Halbfinale der EM eingezogen und hatte zuletzt das Finale der Nations League gegen Spanien bestritten (0:0, 0:3). "Ihre Einstellung ist erstklassig, daher ist es keine Überraschung, wie gut sie sich hier eingelebt hat, und ihre Erfolge mit Deutschland sind nur die Belohnung für all die Anstrengungen, die sie auf und neben dem Platz unternimmt", sagte Therese Sjögran, Direktorin Frauenfußball bei City.
Auch DFB regt sich über Horror-Preise bei WM auf
Der Deutsche Fußball-Bund bedauert die hohen Ticketpreise bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. "Die WM ist von Deutschland aus gesehen weit weg und ein Besuch ist ohnehin mit größerem Aufwand und hohen Reisekosten verbunden. Auch deshalb hätten wir uns für unsere Fans insgesamt günstigere Tickets gewünscht", sagte Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig.
Die günstigsten Eintrittskarten im Fanblock der Nationalmannschaft für die drei Gruppenspiele im Sommer kommenden Jahres sind für das erste Gruppenspiel gegen Curaçao am 14. Juni in Houston ab 155 Euro erhältlich. Für ein Ticket gegen die Elfenbeinküste am 20. Juni in Toronto müssen mindestens 190 Euro berappt werden. Das letzte Gruppenspiel am 25. Juni gegen Ecuador in East Rutherford können die Anhänger der DFB-Auswahl im günstigsten Fall ab 230 Euro live im Stadion verfolgen. "Die Eintrittspreise legt allein die FIFA fest, darauf hat der DFB keinen Einfluss. Wir sind wenige Stunden vor Bewerbungsstart lediglich über die Preise informiert worden", sagte Rettig dazu.
US-Superstar hat als "Coach Snoop" im US-Team eine große Aufgabe
US-Rapper Snoop Dogg soll Lindsey Vonn, Mikaela Shiffrin & Co. bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo zu Medaillen führen. Das Olympische & Paralympische Komitee der USA hat ihn offiziell zu "Coach Snoop" gemacht. Er wird die Athleten als erster Ehrentrainer der Geschichte begleiten und seinen Charme als Motivator spielen lassen.
Schon länger war klar, dass er erneut als Korrespondent von Olympischen Spielen berichten wird. Nach seiner vielfach gelobten Premiere bei den Sommerspielen im vergangenen Jahr in Paris wird der 54 Jahre alte Musiker auch bei den Winterspielen im kommenden Februar in Italien im Einsatz sein, wie der US-Sender NBC unlängst mitteilte. Snoop Dogg, seit Juli Miteigentümer des walisischen Fußball-Zweitligisten Swansea City, hatte mit seinen Auftritten in der französischen Hauptstadt nicht nur die Fans begeistert. Die "New York Times" hatte ihn als "NBCs neue Stimme des Volkes" betitelt. Für sein Debüt als TV-Experte und Sportkommentator erhielt Snoop Dogg zusammen mit Martha Stewart sogar einen Emmy, den bedeutendsten Fernsehpreis der Welt.
Wird ein 19-Jähriger zur Gefahr für die DFB-Elf?
Der zweitschnellste Spieler der Bundesliga Yan Diomande entwickelt sich zum Supertalent: Zehn Scorerpunkte in 15 Pflichtspielen für den RB Leipzig. Trainer Ole Werner zeigt sich dankbar für seinen Super-Stürmer, befürchtet aber einen Interessenkonflikt bei der anstehenden Weltmeisterschaft.
Schalke behält Angreifer auch während Afrika-Cups
Fußball-Zweitligist Schalke 04 kann auch während des Afrika-Cups auf Offensivspieler Moussa Sylla zählen. Der 26-Jährige steht nicht im Kader von Mali für das Turnier in Marokko, wie der Verband mitteilte. Der Afrika-Cup beginnt am 21. Dezember, sodass die Abstellung von Spielern viele Klubs aus Europa für mehrere Wochen vor Probleme stellt.
Sylla hätte Schalke im letzten Spiel des Jahres bei Braunschweig gefehlt und womöglich auch einen großen Teil der Vorbereitung auf die Rückrunde sowie das erste Spiel nach der Winterpause gegen Hertha BSC verpasst. Der Angreifer ist beim Tabellenführer der zweiten Liga in dieser Saison gesetzt. Dazu hatten die Königsblauen in den vergangenen Tagen den langfristigen Ausfall von Bryan Lasme (Innenband) verkraften müssen.
Schumacher: Hamilton "verlangt Dinge, die nicht möglich sind"
Nach einer desaströsen Debütsaison bei Ferrari hat Lewis Hamilton gar keinen Bock mehr, sogar seine Formel-1-Zukunft lässt er offen. Gestern ruderte er etwas zurück, sprach vom "Traum", den er noch habe. Ralf Schumacher würde dem Superstar aber raten, seine Karriere zu beenden. "Das Problem ist, Ferrari kann sich nicht leisten, auch nächstes Jahr nur mit einem Auto zu fahren, wenn es um die WM geht, nur mit Charles Leclerc alleine. An einem Wochenende ein Auto zu entwickeln, das ist, was ich höre, die größte Schwäche von Lewis Hamilton", sagte der ehemalige Rennfahrer bei Sky.
Der Brite suche "krampfhaft nach dem Fahrgefühl, mit dem er mal gewonnen hat", ergänzte Schumacher. "Anscheinend baut er das Auto dann komplett um und verlangt Dinge, die einfach nicht möglich sind. Er ist nicht in der Lage, seinen Fahrstil zu ändern. Der Simulator muss für ihn wohl ein absoluter Graus sein, das macht er gar nicht. Das ist nicht die moderne Formel 1." Hamilton müsse "loslassen und vor allem dem Team gönnen, dass im kommenden Jahr ein zweiter guter und junger Pilot neben Leclerc fährt", sagte Schumacher. "Sonst ist Ferrari auf verlorenem Posten. Sie können kein Auto entwickeln, dass Charles und Lewis gleichzeitig passt."
"Monster mit Tentakeln" im Gehirn: Ex-Profi spricht über Tumor
Ex-Basketballer Jason Collins hat erstmals über das Ausmaß seiner Hirntumor-Erkrankung gesprochen. Der frühere NBA-Profi sagte bei ESPN, dass er an einem Glioblastom im vierten Stadium erkrankt sei, einem der tödlichsten Hirnleiden und der aggressivsten Krebsarten überhaupt. "Stell dir ein Monster mit Tentakeln vor, das sich auf der Unterseite meines Gehirns in der Breite eines Baseballs ausbreitet", sagte der 47-Jährige.
Die durchschnittliche Lebenserwartung in der Situation liege bei elf bis vierzehn Monaten. Eine vollständige Entfernung sei unmöglich, ohne aus dem Eingriff "verändert" hervorzugehen, so Collins. Der Tumor befinde sich in einer kritischen Region nahe dem Frontallappen, jenem Bereich, der die Persönlichkeit präge. Mit Medikamenten, Bestrahlung, Chemotherapie sowie einer experimentellen Therapie in Singapur wurde der Ex-Basketballer behandelt.
Ehemaliger Weltmeister-Trainer träumt von der "echten Sensation"
Für den ehemaligen Weltmeister-Trainer Lothar Doering, der die DHB-Frauen 1993 zum WM-Titel führte, wäre ein Sieg im Halbfinale gegen Frankreich ein kleines Wunder. "Nach den Jahren ohne Medaillen wäre das schon eine echte Sensation. Die Franzosen sind ja nun die Crème de la crème", sagte Doering bei "Sport im Osten" des MDR vor dem Spiel heute Abend (17.45 Uhr/Sporteurope.TV/ARD) in Rotterdam.
Seit 20 Jahren haben die deutschen Handballerinnen kein Pflichtspiel mehr gegen Frankreich gewonnen. Positiv stimmen Doering die überzeugenden Auftritte der deutschen Auswahl im bisherigen Turnierverlauf. Sieben Spiele, sieben Siege. "Mit einem stabilen Abwehrverhalten, guten Gegenstoß und ganz wenigen Schwächeperioden", lobte der 75-Jährige. Den ganz großen Gold-Coup traut Doering Deutschland aber nicht zu. Im Finale, wo mit großer Wahrscheinlichkeit Norwegen warten würde, wäre dann seiner Meinung nach spätestens Endstation. "Weltmeister-Titel, schön wär's, aber Norwegen scheint mir doch zurzeit absolut die Nummer eins zu sein. Von daher ist das, was die Damen mit dem Finale vielleicht erreichen, vollkommen ausreichend, um den Frauenhandball vielleicht ein Stück vorwärtszubringen", sagte Doering.
Deutscher Darts-Profi frustriert: "Dat Jahr war beschissen"
Das Saisonfazit fällt bei Darts-Profi Gabriel Clemens kurz und knapp aus. "Dat Jahr war beschissen. Das kann man nicht viel anders sagen. Wenn ich wüsste, was ich ändern kann, könnte ich es ändern", sagte der 42 Jahre alte Saarländer mit einer ordentlichen Portion Ratlosigkeit.
Vor knapp drei Jahren hatte der German Giant noch den damaligen Primus Gerwyn Price besiegt und war sensationell ins WM-Halbfinale eingezogen - inzwischen droht Clemens der Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Die Rückkehr in den Alexandra Palace in London ist Clemens' letzte Chance, das verkorkste Kalenderjahr 2025 noch zu retten. Am späten Samstagabend (23 Uhr/Sport1 und DAZN) bekommt es der Deutsche zum WM-Auftakt mit dem amerikanischen Außenseiter Alex Spellman zu tun.
Irres Finish bremst Playoff-Aspiranten aus
Die Atlanta Falcons haben den Tampa Bay Buccaneers in der NFL einen Rückschlag im Playoff-Rennen verpasst. Die Falcons gewannen beim Favoriten durch ein Field Goal mit Ablauf der Spieluhr 29:28. Die Gastgeber, mittlerweile mit je sieben Siegen und Niederlagen, verloren durch die fünfte Pleite im sechsten Spiel die Tabellenführung der NFC South an die Carolina Panthers.
Atlanta, das bereits keine Chance mehr auf die K.-o.-Phase mit dem Ziel Super Bowl hat, war im Raymond James Stadium für die letzten 15 Punkte im Schlussviertel verantwortlich. Das Team aus Georgia trotzte damit auch einem während des Spiels aufgestellten Negativ-Rekord von 19 Strafen. Besonders Ersatz-Quarteurback Kirk Cousins, der den für den Rest der Saison verletzten Michael Penix Jr. vertritt, glänzte im Finish mit drei starken Drives. Diese führten zu zwei Touchdown-Pässen auf Tight End Kyle Pitts sowie dem gewinnbringenden Kick von Zane Gonzales.
In der Division sorgt das Ergebnis nun für einen extrem spannenden Saisonendspurt: Zwei der drei letzten Spiele für Tampa Bay gehen gegen den direkten Konkurrenten aus Carolina.
Ohne Dennis Schröder setzt's für die Kings eine Klatsche
Ohne den weiterhin verletzten Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder haben die Sacramento Kings in der Basketball-Profiliga NBA eine empfindliche Klatsche kassiert. Gegen die starken Denver Nuggets um Superstar Nikola Jokic setzte es zu Hause eine 103:136-Niederlage, der dreimalige MVP Jokic überragte dabei mit 36 Punkten, zwölf Rebounds und acht Assists.
Für Sacramento war es bereits die 19 Pleite der Saison, in der Western Conference liegt das Team nur auf dem drittletzten Platz. Denver ist Zweiter hinter dem übermächtigen Champion Oklahoma City Thunder. Welt- und Europameister Schröder fehlte erneut wegen Hüftproblemen, der Point Guard hat seit dem 24. November nicht mehr gespielt. Der 32-Jährige soll aber vor seiner Rückkehr stehen.
"Wenn er eine lange Hose anzieht, verlieren wir"
Die Hoffnungen des VfL Bochum liegen gerade auf den kurzen Hosen von Trainer Uwe Rösler. Der VfL hat eine Glückssträhne, für die die "Rösler-Shorts" verantwortlich sein sollen. Im Fan-Shop sind die Hosen bereits ausverkauft.
Bayern-Star will "so unangenehm wie möglich sein"
Konrad Laimer hat kein Problem mit seinem Image als Fußball-Arbeiter. "Ich will auf dem Platz so unangenehm wie möglich sein und mag es, wenn es zur Sache geht", sagte der österreichische Nationalspieler von Bayern München bei "Sports Illustrated Deutschland" und betonte: "Zweikämpfe und Intensität waren schon immer wichtige Parameter meines Spiels. Wenn wir am Ende gewinnen, bin ich gerne ein Wadlbeißer."
Und das tut der deutsche Rekordmeister ja in schöner Regelmäßigkeit - auch dank des umgeschulten Laimer, der eigentlich gelernter Mittelfeldspieler ist. An den Rand gedrängt fühlt er sich nicht. Die Außenverteidigerposition sei "eine der wichtigsten, die es gibt", sagte er, für den Posten des Rechts- oder Linksverteidigers müsse man "viel mitbringen. Du musst viel Einfluss aufs Spiel nehmen, offensiv und defensiv denken, am besten entlang der Seitenlinie überall sein. Das macht die Rolle so komplex".
Messi bekommt riesige Ehre in Indien
Vom Floh zum Koloss: Dem frisch gekürten Champion Lionel Messi wird nach dem Triumph in der Major League Soccer (MLS) eine weitere große(!) Ehre zuteil. Laut BBC soll am Samstagmorgen (Ortszeit) im indischen Kolkata eine mehr als 20 Meter hohe Messi-Statue enthüllt werden - gebaut in nur 27 Tagen von einem 45-köpfigen Team.
Im Rahmen der dreitägigen "G.O.A.T Tour" soll der Argentinier demnach zusammen mit Luis Suárez und Rodrigo de Paul vier Städte Indiens besuchen. Neben Kolkata wird der achtmalige Ballon-d'Or-Gewinner, der von vielen Fußballfans als bester Spieler aller Zeiten (GOAT) gesehen wird, mit seinen Teamkollegen von Inter Miami in Hyderabad, Mumbai und Neu-Delhi erwartet. In der indischen Hauptstadt soll Messi laut Indian Times Premierminister Narendra Modi treffen. Auf der Tour wird es zudem die "Hola Messi"-Fanzone geben, in der die Anhänger von "La Pulga" (Spanisch für Floh) eine lebensgroße Messi-Figur auf einem Thron und eine Nachbildung seiner großen Trophäensammlung bestaunen können.