Fußball-WM 2018

Stimmen zum WM-Aus "Wir haben in keinem Spiel richtig überzeugt"

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Kroos am Ende aller weltmeisterlichen Träume.

(Foto: dpa)

In drei Vorrundenspielen bei der WM in Russland kassiert die deutsche Elf zwei Niederlagen. Damit endet das Turnier unerwartet früh. Es fehlt an beinahe allen Ecken und Kanten. Erste Spieler lassen durchblicken: Es stimmt nicht im Team.

In drei Vorrundenspielen bei der WM-in Russland kassiert die deutsche Elf zwei Niederlagen. Damit endet das Turnier unerwartet früh. Es fehlt an beinahe allen Ecken und Kanten. Erste Spieler lassen durchblicken: Es stimmt nicht im Team.

Joachim Löw, Bundestrainer:

"Es herrscht eine riesige Enttäuschung, Totenstille. Für uns ist das eine riesige  Enttäuschung. Gratulation an unsere Gegner, die Schweden und die Mexikaner. Man kann der Mannschaft heute im kämpferischen Bereich keinen Vorwurf machen. Aber wir haben es nicht geschafft, ein Tor zu erzielen. Das hat sich durch das Turnier gezogen. Der Mannschaft hat die Leichtigkeit gefehlt. Die Sicherheit war nicht vorhanden. Wir sind zu Recht aus dem Turnier ausgeschieden. Wir haben viele Tormöglichkeiten gehabt, aber wir konnten das Tor nicht erzwingen."

Oliver Bierhoff, Teammanager:

"Es ist einfach großer Frust und Riesen-Enttäuschung. Am Ende hat es nicht gereicht, das müssen wir akzeptieren. Am Ende ist es einfach doch zu wenig."

Mats Hummels:

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Hummels: "Das letzte überzeugende Spiel, das wir abgeliefert haben, war im Herbst 2017."

(Foto: REUTERS)

"Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt, selbst nach dem 0:1. Aber wir haben den Ball nicht ins Tor gebracht. Wir hatten genug Gelegenheiten. Das hat uns heute das Genick gebrochen. Das letzte überzeugende Spiel, das wir abgeliefert haben, war im Herbst 2017. Das ist ein bisschen lange her. Wenn ich den in der 86. Minute reinmache, reden wir darüber, wie geil es ist, dass wir weitergekommen sind. Jetzt reden wir leider über was anderes. Ein ganz bitterer Tag für alle deutschen Fußball-Fans. (...) Wir haben einige Punkte, bei denen wir ansetzen müssen, das werde ich öffentlich aber nicht mehr sagen "

Manuel Neuer:

"Ich denke, dass jeder sehr enttäuscht und traurig ist, dass wir diese große Chance verpasst haben. Wir haben es auch bei diesem Spiel nicht geschafft, eine sehr gute Leistung zu zeigen. Ich denke, dass von uns allen die Bereitschaft nicht groß genug war und der Wille zu zeigen, dass wir bei dieser Weltmeisterschaft was reißen wollen. Spätestens bei der nächsten oder übernächsten Station wäre Halt gewesen für uns. Wir haben in keinem Spiel richtig überzeugt, wo wir sagen können, das war die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Das ist bitter und erbärmlich."

Christoph Kramer:

"Ich fand, das war nicht der Fußball, den wir gewohnt sind, mit dem wir verwöhnt sind. Irgendwie passte es auf dem Platz mit der Chemie nicht so richtig."

Sami Khedira:

"Das ist jetzt einer der schwersten Momente für die Mannschaft und auch für mich persönlich. Wir haben gesagt, dass gerade die Weltmeister das Team tragen müssen, das ist nicht einfach, aber wir wollten das so. Aber wenn man so bitter ausscheidet, muss man die Verantwortung auf sich nehmen. Das tun wir zu 100 Prozent. Ich bin der erste, der das tut. Dementsprechend müssen wir mit den Konsequenzen leben. (...) Wir haben die Kurve nicht bekommen. Das komplette Team muss die Verantwortung übernehmen, die Führungsspieler als erste."

Reinhard Grindel, DFB-Präsident:

"Erstmal spüren auch wir in der Delegation, im Präsidium eine grenzenlose Enttäuschung. Es ist jetzt nicht die Aufgabe des Präsidenten, inhaltlich diese WM zu analysieren. Da würde ich mich verheben. Dafür haben wir eine sportliche Leitung um Oliver Bierhoff. Da erwarte ich, dass sie die Lage analysieren."

Ex-Nationalspieler Oliver Kahn:

"Das Nationaltrikot wiegt für jeden mehrere Tonnen, wie eine Last die auf den Spielern liegt. Man hat nicht das Gefühl gehabt, dass in dieser Mannschaft eine Achse vorhanden ist. Es bleibt ein Rätsel, wie man in so einem Zustand der phasenweisen Apathie dieses letzte Gruppenspiel hingenommen hat."

Tae Yong Shin, Trainer Südkorea

"Ich fühle mich großartig, aber auch leer. Am Dienstag haben wir gesagt, dass die Chancen bei einem Prozent liegen. Aber ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass sie bis zum Ende kämpfen soll. Wir waren Außenseiter, diese Rolle haben wir genutzt."

Gary Lineker, Ex-Nationalspieler England:

"Fußball ist ein  einfaches Spiel. 22 Spieler rennen 90 Minuten lang einem Ball hinterher und am Ende gewinnen die Deutschen nicht mehr. Die vorherige Version ist nun Geschichte."

Gareth Southgate, Nationaltrainer England:

"Ich habe sie  letzten Sommer hier mit einem jungen Team beim Confed Cup gesehen, sie hatten zudem Erfolge mit der U21. Aber in diesem Turnier haben sie in den drei Spielen zusammengenommen nur etwa eineinhalb Minuten geführt. Es war ungewohnt zu sehen, dass sie so große Probleme haben."

Arne Friedrich, Ex-Nationalspieler:

"Es ist leicht, stolz auf unser Team und Land zu sein, wenn wir Titel gewinnen. Gerade jetzt sollten wir zusammenrücken, aus unseren Fehlern lernen und nach vorne schauen."

Mario Basler, Ex-Nationalspieler:

"Wenn du dieses Spiel nicht gewinnst, hast du in einem Achtelfinale auch nichts verloren! Dann gehörst du da nicht hin! Fertig!"

Dirk Nowitzki, Basketball-Star:

"Sprachlos. Ich werde einige Zeit brauchen."

Moritz Wagner, Basketball-Profi:

"Schreibt mir nicht. Ruft mich nicht an. Lasst mich in Ruhe."

Imke Duplitzer, Degenfechterin:

"Für so 'ne Leistung hätte mein Trainer mich früher nach Hause LAUFEN lassen - aus BUDAPEST!!!!"

Quelle: n-tv.de, jwu/sid/dpa

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