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EU-Kommission stellt Paket vor: 1,2 Billionen Euro für Stärkung des EU-Energienetzes in den nächsten 15 Jahren geplant

10.12.2025, 12:18 Uhr
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Die EU-Kommission hat ein Maßnahmenpaket zur Stärkung des Energienetzwerkes in Europa vorgestellt, in dem sie Investitionen in Höhe von 1,2 Billionen Euro in den kommenden 15 Jahren veranschlagt.

Diese Investitionen in Strom- und andere Energienetze seien notwendig, um sicherzustellen, "dass unsere Netze zukunftsfähig sind und bis 2050 Klimaneutralität erreichen", erklärte die Kommission am Mittwoch in Brüssel. Der Vorschlag sieht unter anderem den priorisierten Ausbau von acht "Energie-Autobahnen" vor, um Nadelöhre im Energie-System der EU zu beseitigen.

"Durch eine stärkere Verbindung der nationalen Netze erhöhen wir die Widerstandsfähigkeit über Grenzen hinweg und ermöglichen es den nationalen Systemen, sich gegenseitig zu unterstützen", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera bei der Vorstellung des Maßnahmenpakets. Die EU entferne sich von "fragmentierten nationalen Plänen hin zu einer einheitlichen Planung".

Unternehmen solle ermöglicht werden, im gesamten EU-Binnenmarkt zu gleichen Bedingungen zu konkurrieren, verdeutlichte Ribera. Die "Energieisolation" verschiedener Mitgliedstaaten müsse überwunden werden.

Das Paket sieht vor, den Planungsprozess für grenzüberschreitende Energieinfrastruktur zu verbessern sowie die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Zudem soll grenzüberschreitende Infrastruktur widerstandsfähiger und sicherer gemacht werden. Nach Angaben der Kommission würde der Netzausbau die Systemkosten senken und den Verbrauchern in Europa Einsparungen beim Energiekauf bringen.

Zu den acht genannten "Energie-Autobahnen" gehört etwa die Stärkung der Stromverbindung zwischen den baltischen Staaten und dem Rest der EU, um die Energiesicherheit zu fördern und die Abhängigkeit von Russland zu verringern. Der Plan sieht zudem Wasserstoffpipelines von Tunesien und Portugal bis nach Deutschland vor. Zudem soll die Stromverbindung zwischen Frankreich und der iberischen Halbinsel gestärkt werden.

Quelle: ntv.de, AFP

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