Befragung des CHE28,4 Prozent aller Studierenden leben bei ihren Eltern

Unter den Studierenden in Deutschland leben 28,4 Prozent bei ihren Eltern. Das geht aus einer Befragung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hervor, die am Donnerstag in Gütersloh vorgestellt wurde. Jeweils rund ein Viertel der Studierenden lebt demnach in einer privaten Mietwohnung (26,5 Prozent) oder in einer Wohngemeinschaft (26,2 Prozent). In einem Wohnheim leben 14,5 Prozent, auf die Antwortmöglichkeit «Sonstiges» entfielen 4,4 Prozent.
Die Publikation entstand im Rahmen des "CHE Hochschulrankings". In den Wintersemestern 2020/21 bis 2022/23 wurden dazu insgesamt mehr als 82 000 Studierende in grundständigen Studiengängen zu ihrer Wohnsituation sowie ihrer Mobilität befragt.
Im Vergleich zu früheren Befragungen sei der Anteil der Studierenden, die bei ihren Eltern wohnen, leicht angestiegen, teilte das CHE mit. 2018 wohnten demnach 25,2 Prozent der Befragten bei ihren Eltern, 2003 waren es noch 22,4 Prozent. "Die Entwicklung dürfte unter anderem auch auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sein", hieß es. Mit den Wintersemestern 2020/21 und 2021/22 seien zwei von drei Befragungszeiträumen mitten in die Pandemie gefallen, sagte Studienautor Marc Hüsch. "Es gab teils Online-Lehre und viele Studierende sind auch deshalb nicht direkt an ihren Hochschulort gezogen." Generell seien bei der Entwicklung der Wohnsituation aber stets verschiedene Faktoren zu betrachten, etwa auch Infrastruktur und die Entwicklung des Studienangebots.