Auch 1.300 Flaschen Cannabisöl40 Tonnen illegales Marihuana in Nordmazedonien gefunden

Die Polizei im Balkanland Nordmazedonien hat mehr als 40 Tonnen mutmaßlich illegales Marihuana beschlagnahmt.
Es wurden mehrere Agrarbetriebe durchsucht, wie die Polizei mitteilte. In einem Betrieb in der Hauptstadt Skopje seien neun Tonnen der Droge sowie mehr als 1.300 Flaschen Cannabisöl sichergestellt worden, hieß es in einer Mitteilung des nordmazedonischen Innenministeriums. Zugleich seien bei Razzien in Betrieben im Osten des Landes 31 Tonnen Marihuana und Biomasse beschlagnahmt worden. Medien in Skopje nannten die Kleinstadt Strumica, 120 Kilometer südöstlich von Skopje, als Fundort. Die durchsuchten Betriebe waren zur Herstellung von medizinischem Marihuana befugt, das in Nordmazedonien zu Therapiezwecken zugelassen ist. Die gefundenen Mengen sollen jedoch nicht aus der als legal dokumentierten Produktion stammen. Sie könnten für den internationalen Drogenhandel bestimmt gewesen sein.
Die Behörden in Skopje untersuchen darüber hinaus mögliche Verbindungen nach Serbien. Im nördlichen Nachbarland hatte die Staatsanwaltschaft erst am 29. Januar fünf Tonnen illegales Marihuana beschlagnahmt, das aus Nordmazedonien gekommen sein soll. Fundort war ein Gehöft in der Nähe der südserbischen Stadt Krusevac. Die serbische Behörde nahm vier Serben fest. Gegen den flüchtigen mutmaßlichen Kopf der Bande, Aleksandar M., erließ sie einen internationalen Haftbefehl. M. ist Mitglied des Gemeinderats von Krusevac und gehört der Regierungspartei SNS des mächtigen Staatspräsidenten Aleksandar Vucic an. Das nordmazedonische Innenministerium erwähnte in seiner Mitteilung eine konkrete Verbindung zum Drogenfund in Serbien. So soll einer der in Serbien festgenommenen Männer Miteigentümer jener Firma in Skopje sein, auf deren Gelände Marihuana und Cannabisöl gefunden wurden.