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Grund sei seine fehlende Rentenauszahlung89-Jähriger nach zwei Schusswaffenangriffen in Athener Amtsgebäuden gefasst

28.04.2026, 17:56 Uhr
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(Foto: imago images/ANE Edition)

In Griechenland hat ein 89-Jähriger bei zwei Schusswaffenangriffen in Amtsgebäuden in Athen vier Menschen leicht verletzt - Grund war offenbar, dass seine Rente nicht ausgezahlt wurde

In Griechenland hat ein 89-Jähriger bei zwei Schusswaffenangriffen in Amtsgebäuden in Athen vier Menschen leicht verletzt - Grund war offenbar, dass seine Rente nicht ausgezahlt wurde. Der Mann, der unter psychischen Problemen leiden soll, wurde am Dienstag nach mehreren Stunden auf der Flucht in Patras, etwa 200 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, festgenommen, wie der staatliche TV-Sender ERT berichtete.

Die Polizei nahm den Rentner in einem Hotel in der Nähe des Busbahnhofs in der Hafenstadt fest. Dem Sender zufolge hatte er eine Waffe dabei. Wie die griechische Nachrichtenagentur ANA berichtete, hatte der 89-Jährige zunächst in einem Büro der Sozialversicherung mit seiner Waffe einen Mitarbeiter leicht am Bein verletzt. Danach habe er in einem Gericht drei dort arbeitende Frauen leicht verletzt, bevor er geflüchtet sei.

Die drei Frauen sowie eine weitere unter Schock stehende Frau seinen ins Krankenhaus gebracht worden, befänden sich jedoch außer Lebensgefahr, berichtete ERT. Ein Augenzeuge sagte: "Ich habe alles gesehen ... er schoss auf den Boden". Auf von ERT ausgestrahlten Aufnahmen einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie der Mann - in einem dunklen Mantel und mit einer Mütze - das Gebäude der Sozialversicherung verlässt.

Medienberichten zufolge hinterließ er in dem Gerichtsgebäude Briefe, in denen er sich darüber beschwert, keine Rente zu erhalten. Auch eine Waffe soll er demnach zurückgelassen haben. Den Angaben zufolge war der Mann 2018 in einer psychiatrischen Klinik behandelt worden. Die Mitarbeiter des Athener Gerichts kündigten am Mittwoch einen 24-stündigen Streik an, um gegen mangelnde Sicherheitsvorkehrungen in Amtsgebäuden zu protestieren, die sie für den Vorfall verantwortlich machen.

Quelle: ntv.de, afp

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