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Zölle ohne WirkungÄnderungen bei US-Zöllen auf Metallimporte aus der EU helfen deutschen Maschinenbauern nicht

13.04.2026, 10:59 Uhr
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(Foto: Bernd Wei�brod/dpa)

Anfang April in Kraft getretene Änderungen bei den US-Zöllen auf Metallimporte aus der EU helfen den deutschen Maschinenbauern nach Angaben des Branchenverbandes VDMA nicht.

"Die Neuregelung der US-Stahl- und Aluminiumzölle führt für viele Maschinenbaufirmen zu höheren Belastungen", erklärte Verbandschef Thilo Brodtmann am Montag. "Laut einer neuen VDMA-Umfrage ist die durchschnittliche Zollbelastung seit dem 6. April für betroffene Unternehmen von 21 auf 26 Prozent gestiegen."

US-Präsident Donald Trump hatte vor knapp zwei Wochen neue Zollregeln verkündet. Fertigerzeugnisse, die erhebliche Mengen an Stahl, Aluminium oder Kupfer enthalten, werden seitdem mit einem Zollsatz von 25 Prozent belegt. Vorher lag der Satz bei 50 Prozent bezogen auf den jeweiligen Anteil der Metalle am Produkt.

Brodtmann vom VDMA begrüßte, dass die Verfahren dadurch vereinfacht wurden. "Wirtschaftlich stehen viele Unternehmen jedoch schlechter da", erklärte er. "Rund die Hälfte der Befragten gibt an, durch die neuen Regelungen stärker belastet zu sein. Nur etwa ein Fünftel profitiert, ein Drittel sieht keine Veränderung."

EU-Vertreter hatten die Änderungen als Entgegenkommen in den aktuellen Verhandlungen mit den USA begrüßt. Der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange (SPD) sprach von einem "ersten, willkommenen Schritt".

Aus Sicht des europäischen Maschinen- und Anlagenbaus könne die Ankündigung aus Washington aber nicht positiv bewertet werden, erklärte der VDMA. "Wir fordern von der Europäischen Union, in den Verhandlungen mit den USA einen verbindlichen Zolldeckel von 15 Prozent auch für den Maschinenbau durchzusetzen."

Quelle: ntv.de, AFP

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