Marburger BundÄrzteverband fordert Hitzeschutzplan

In der Debatte um einen Hitzeschutzplan sieht der Ärzteverband Marburger Bund weiterhin die Bundesregierung in der Verantwortung. "Nationale Vorgaben können helfen, dass wir ein bisschen Tempo in die Entwicklung bekommen", sagte die Vorsitzende Susanne Johna am Mittwoch dem Deutschlandfunk. Dabei gehe es nicht darum, den Kommunen Dinge vorzuschreiben. Sie fordere bundesweite Vorgaben, aus denen die Kommunen eigene Pläne entwickeln sollten.
«Es reicht nicht, das in einzelnen Gebäuden zu denken, sondern wir müssen tatsächlich auch städteübergreifend denken. Wir brauchen eine vermehrte Begrünung von Städten», sagte Johna weiter. Sie habe auch Verständnis für die Lage der Kommunen, weil es um bauliche Maßnahmen gehe und sie durch die Corona-Pandemie viel zu organisieren hätten. Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hatte zuletzt einen Hitzeschutzplan gefordert. Was genau ein solcher Plan umfassen soll, sagte Reinhardt zunächst nicht.
Auch der Deutsche Städtetag will gegen zu starke Hitze in den Städten und die Auswirkungen mehr tun. Einige Kommunen hätten bereits Hitzeaktionspläne veröffentlicht, andere bereiteten diese vor, sagte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin Verena Göppert der "Rheinischen Post" (Donnerstag). Hitzeschutz - etwa durch mehr Stadtbäume - sei aber auch teuer. Der Städtetag fordere feste Budgets für die Kommunen für mindestens zehn Jahre.