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Rückgang bei StationierungenAirlines verlegen wegen hoher Kosten immer mehr Flugzeuge aus Deutschland ins Ausland

11.08.2025, 11:00 Uhr
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(Foto: Kirill Kudryavtsev/AFP)

Wegen hoher staatlicher Kosten ziehen Airlines immer mehr Flugzeuge aus Deutschland ab. Die Zahl der stationierten Flieger sei von 190 im Vor-Coronakrisenjahr 2019 auf 130 in diesem Jahr gesunken, teilte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Montag mit.

Der Abzug der Flugzeuge bedeute einen Verlust von rund 10.000 Arbeitsplätzen und mehr als vier Milliarden Euro Wertschöpfung im Jahr. "Wegen der seit 2019 mehr als verdoppelten staatlich veranlassten Kosten machen die Airlines einen großen Bogen um Deutschland", sagte BDL-Präsident Jens Bischof bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen der Branche. Die Anbindung der deutschen Exportwirtschaft an ihre Märkte leide darunter massiv.

Die Luftfahrtbranche ist enttäuscht darüber, dass die Bundesregierung die im Koalitionsvertrag angekündigte Senkung der Luftverkehrssteuer verschoben hat. "Die Rücknahme der jüngsten Erhöhung der Luftverkehrsteuer von Mai 2024 wäre ein erstes Signal gewesen, damit die Fluggesellschaften zurückkehren", sagte Bischof. "Die Bundesregierung muss der Krise des Luftverkehrsstandortes Deutschland Priorität einräumen." Durch die Steuer sowie Gebühren und Entgelte für Flugsicherung und Sicherheitskontrollen steigen die staatlichen Abgaben laut BDL in diesem Jahr um rund 1,1 Milliarden auf 4,4 Milliarden Euro. Deshalb komme die Erholung des Luftverkehrs in Deutschland kaum voran.

Die Passagierzahl stieg im ersten Halbjahr nur um knapp drei Prozent auf 99,4 Millionen, verglichen mit zehn Prozent Wachstum vor Jahresfrist.

Quelle: ntv.de, rts

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