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Zahlungsstörung bei EZBArbeitnehmer und Rentner müssen nach Target-Störung mit verzögerter Auszahlung rechnen

28.02.2025, 15:47 Uhr
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Düstere Aussichten für die Wirtschaft im Euroraum (Archivbild) (Foto: Boris Roessler/dpa)

Nach der Störung im Zahlungssystem Target der Europäischen Zentralbank (EZB) müssen Arbeitnehmer und Rentner zum Monatsende möglicherweise länger auf ihr Geld warten. Bei Zahlungen von Gehältern, Renten und und Sozialleistungen könne es wegen der Target-Probleme am Donnerstag zu zeitlichen Verzögerungen kommen, erklärte die Deutsche Bundesbank am Freitag.

Von den Target-Problemen seien auch Massenzahlungen betroffen gewesen, die am Donnerstag für die Abwicklung am Freitag in die Clearingsysteme eingereicht worden seien - zu Monatsende insbesondere Gehalts- und Rentenzahlungen sowie Sozialleistungen. "Dies könnte dazu führen, dass Gutschriftseingänge am heutigen Tage erst zu einer späteren Uhrzeit als üblich auf den Girokonten der Zahlungsempfänger gutgeschrieben werden", erklärte die Bundesbank.

Am Donnerstag war es zu mehrstündigen Ausfällen auf den Plattformen Target 2 (T2) für große Zahlungen und T2S für Wertpapierübertragungen gekommen. Erst am Abend konnten diese behoben werden. Ursache sei ein Hardware-Defekt gewesen. Am Freitag liefen die Systeme, auf denen Billionensummen bewegt werden, laut EZB wieder im Normalbetrieb. Durch die Störung war es aber unter anderem zu einem Rückstau bei der Abwicklung von Großzahlungen gekommen. Die Probleme seien nicht auf einen Hackerangriff zurückzuführen, sondern auf einen technischen Fehler, betonte die EZB. Es habe keine "böswillige Attacke" gegeben.

Quelle: ntv.de, rts

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