Als PräventivmaßnahmeArgentinische Regierung verwehrt akkreditierten Journalisten Zugang zum Regierungssitz

Die Regierung des argentinischen Präsidenten Javier Milei hat akkreditierten Journalisten den Zugang zum Regierungssitz Casa Rosada verwehrt.
Die Regierung des argentinischen Präsidenten Javier Milei hat akkreditierten Journalisten den Zugang zum Regierungssitz Casa Rosada verwehrt. Regierungssprecher Javier Lanari teilte am Donnerstag auf X mit, der Zugang per Fingerabdruck sei nach einer Beschwerde des Militärs wegen Spionage als Präventivmaßnahme gesperrt worden. Ziel sei es, die nationale Sicherheit zu gewährleisten. Ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters konnte das Gebäude am Donnerstagmorgen nicht mehr betreten.
Milei hatte am Mittwoch ein Foto von zwei Journalisten des Fernsehsenders TN veröffentlicht und dazu auf X geschrieben: "Ich würde zu gerne sehen, wie dieser dreckige Abschaum, der Presseausweise trägt (95 Prozent), sich zu Wort meldet, um zu verteidigen, was diese beiden Kriminellen getan haben", sagte Milei. Er bezog sich dabei offenbar auf eine von dem Sender ausgestrahlte Aufnahme, die Kabinettschef Manuel Adorni in den Fluren der Casa Rosada zeigt.
Der umstrittene Präsident ist in der Vergangenheit wiederholt mit Journalisten aneinandergeraten, was laut Organisationen für Pressefreiheit seit seinem Amtsantritt im Dezember 2023 zu einer deutlichen Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Regierung und Presse geführt hat.