Moldau-UnterstützerkonferenzBaerbock: Arbeiten Tag und Nacht an Freilassung der Hamas-Geiseln

Außenministerin Annalena Baerbock hat vor dem Besuch von Kanzler Olaf Scholz in Israel die Bemühungen der Bundesregierung unterstrichen, die deutschen Hamas-Geiseln im Gazastreifen zu retten. "Diese Gespräche sind wahnsinnig komplex und wahnsinnig schwierig", sagte die Grünen-Politikerin am Rande der vierten Moldau-Unterstützerkonferenz in Chisinau, der Hauptstadt von Moldau. Sie ergänzte: "Wir arbeiten mit allen Akteuren, die dazu beitragen können (daran), die zivilen Geiseln zu befreien."
Schon in den vergangenen Tagen habe sie deutlich gemacht, dass die Befreiung der deutschen Geiseln "eines unserer zentralen Themen" sei, sagte Baerbock. "Da arbeiten wir Tag und Nacht dran." Da auch viele andere Nationalitäten und insbesondere auch israelische Staatsbürger betroffen seien, "arbeiten wir Hand in Hand" mit den Partnern in Israel, aber auch in Jordanien und Ägypten. Sie bitte um Verständnis, dass dazu nicht jeden Tag neue Updates gegeben werden könnten.
Scholz wollte Israel am Dienstag nach dem verheerenden Terrorangriff der islamistischen Hamas als erster Regierungschef mit einem Besuch seine Solidarität zeigen. In Tel Aviv wollte er den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treffen und mit Angehörigen von Geiseln der von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuften Hamas zusammenkommen. Zehn Tage nach der Attacke auf Israel wollte sich der Kanzler zudem über die Lage im Kriegsgebiet informieren, aber auch darüber sprechen, wie ein Flächenbrand in der Region verhindert werden kann.