Buschfeuer im Süden Australiens Behörden fordern tausende Menschen auf sich in Sicherheit zu bringen

In Australien haben die Behörden tausende Menschen aufgefordert, sich vor einem außer Kontrolle geratenen Buschfeuer im Süden des Landes in Sicherheit zu bringen. Die Feuerwehr war am Freitag mit fast 1000 Feuerwehrleuten im Einsatz, um das Feuer im Bundesstaat Victoria etwa zwei Autostunden nordwestlich der Großstadt Melbourne einzudämmen. Die Flammen haben den Angaben zufolge schon rund 10.000 Hektar Wald und Ackerland zerstört.
Die Feuerwehrleute werden von mehreren großen Löschflugzeugen unterstützt, wie der Chef der Feuerwehr in dem betroffenen Landkreis, Jason Heffernan, im Fernsehsender ABC sagte. Trotzdem werde das Feuer vorerst wohl "dynamisch und unberechenbar" bleiben, warnte Heffernan. "Wir sind noch nicht über den Berg." Für tausende Menschen aus 28 ländlichen Gemeinden wurden Notunterkünfte eingerichtet.
"In dieser gefährlichen und schwierigen Zeit" seien alle Australierinnen und Australiern in Gedanken bei den Betroffenen und den Feuerwehrleuten, die "mutig" für die Rettung von Menschenleben und Häusern kämpften, erklärte Premierminister Anthony Albanese.
In Australien haben in diesem Sommer schon viele schwere Buschbrände gewütet. Die Lage ist bereits vergleichbar mit der schlimmen Waldbrand-Saison 2019/2020, als zahlreiche außer Kontrolle geratene Brände enorme Schäden in Australien angerichtet und Millionen Tiere getötet hatten. Klimaforschern zufolge nehmen Extremwetterereignisse wie Dürren mitsamt Waldbränden durch die zunehmende Erderwärmung an Intensität und Häufigkeit zu.