Wie reagiert Merz?Bericht: Letzter Vermittlungsversuch beim Kampfjetprojekt FCAS gescheitert

Beim deutsch-französischen Kampfflugzeugprojekt FCAS ist einem Zeitungsbericht zufolge ein letzter Vermittlungsversuch gescheitert.
Die Mediatoren hätten keine Einigkeit erzielt, berichtete das "Handelsblatt" am Samstag und berief sich auf mit den Verhandlungen vertraute Kreise. Es solle sogar zwei verschiedene Ergebnisberichte geben. Am Wochenende wolle sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unterrichten lassen und bis Dienstag entscheiden, bevor er am Donnerstag und Freitag kommender Woche den französischen Präsidenten Emmanuel Macron beim informellen Gipfel der Staats- und Regierungschefs auf Zypern treffe.
Airbus lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Von Dassault, dem Präsidialamt in Paris und der Bundesregierung waren zunächst keine Stellungnahmen zu erhalten.
Ende März hatte der Kanzler erklärt, er wolle "alles" unternehmen, um das milliardenschwere europäische Luftkampfsystem FCAS noch zu retten. Er habe sich mit Macron "wirklich die Karten gelegt und gesagt, wir wollen es versuchen zu retten". Es gebe ein paar technische und industrielle Schwierigkeiten, sagte er in Anspielung auf den Streit Führungsrolle bei dem Projekt zwischen Dassault auf französischer Seite und Airbus für Deutschland und Spanien. Zwei Moderatoren sollten bis Ende April einen Vorschlag machen, wie man das Projekt mit einem industriellen Konzept sichern könne, hatte Merz gesagt. Die deutsche und die französische Regierung diskutieren seit Monaten, ob sie die gemeinsame Entwicklung des "Future Combat Air System" (FCAS) als wichtigstes europäisches Rüstungsprojekt fortsetzen wollen.