Kurznachrichten

Scharfe Kritik der GewerkschaftBerliner Polizei soll Stromleitungen schützen

10.01.2026, 13:53 Uhr
ARCHIV-23-07-2023-Nordrhein-Westfalen-Brauweiler-Das-Symbolbild-zeigt-eine-Stromleitung
(Foto: dpa)

Die Gewerkschaft der Berliner Polizei hat scharfe Kritik daran geäußert, dass Einsatzkräfte in der Hauptstadt nun für den Schutz von Stromleitungen abgestellt werden.

"Polizisten sollen nach dem Terroranschlag auf die Stromversorgung in Zehlendorf Berlins kritische Infrastruktur schützen", erklärte die Gewerkschaft am Samstag. Das sei "politisch motivierte Hyperaktivität", welche die Berliner Polizei an ihre Belastungsgrenze bringe.

"Kräfte in Hundertschaftsstärke werden nun gebunden sein, um oberirdische Stromleitungen zu schützen", führte die Gewerkschaft aus. "Dazu sind Streifen im ehemaligen Blackoutgebiet geplant und auch der personell bereits stark belastende Objektschutz fordert uns weiter heraus." Gewerkschaftschef Bodo Pfalzgraf nannte die Maßnahme "überzogene und sinnfreie politisch motivierte Hyperaktivität". Die Polizei sei "fassungslos.

Ein Brandanschlag im Südwesten Berlins mit mutmaßlich linksextremem Hintergrund hatte am vergangenen Samstag 45.000 Haushalte und 2200 Firmen von der Stromversorgung abgeschnitten. In vielen Haushalten fiel mangels Strom auch die Heizung aus. Es dauerte bis Mittwoch, bis alle betroffenen Haushalte wieder am Netz waren, teils mit provisorischen Maßnahmen.

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales