Steuerzahlerbund: Bis 13. Juli arbeiten Deutsche rechnerisch für den Staat

Bis zum 13. Juli arbeiten die Menschen in Deutschland in diesem Jahr nach Angaben des Bundes der Steuerzahler für die Staatskasse. Der Lobbyverein nennt diesen Tag deshalb "Steuerzahlergedenktag". Erst danach arbeiten die Bürgerinnen und Bürger dem Verein zufolge rein rechnerisch für den eigenen Geldbeutel. Von einem Euro Einkommen blieben einem durchschnittlichen Arbeitnehmer-Haushalt demnach 47 Cent übrig.
Für Alleinstehende sei die Belastung höher, für Familien mit Kindern geringer. «Beiden Gruppen bleibt nicht einmal die Hälfte ihres Einkommens zur freien Verfügung», sagte Vereinspräsident Reiner Holznagel in Berlin. In den vergangenen zehn Jahren pendelte der «Gedenktag» um die Juli-Mitte, im vergangenen Jahr fiel er auf den 11. Juli.
Die Rechnung basiert laut Bund der Steuerzahler auf Schätzungen für einen durchschnittlichen Privathaushalt. Grundlage hierfür seien anonymisierte Haushaltsbefragungen des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2022.
Berücksichtigt wurden neben Steuern auch Sozialabgaben und Quasisteuern, denen die Bürger nicht ausweichen können – etwa der Rundfunkbeitrag oder CO2-Abgaben auf Kraft- und Heizstoffe.