Einreisebedingungen in die USABranchenverband verzeichnet sinkende Nachfrage nach Reisen in die USA

Die deutsche Reisewirtschaft verzeichnet einen Einbruch der Nachfrage nach Reisen in die USA.
Die deutsche Reisewirtschaft verzeichnet einen Einbruch der Nachfrage nach Reisen in die USA. "Aktuell sehen wir bei den Vorausbuchungen für USA-Reisen Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich", sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), Albin Loidl, der "Welt am Sonntag". Es sei eine Verunsicherung darüber zu beobachten, wie sich die Einreisebedingungen in die USA entwickeln könnten.
Hinzu kämen Bedenken bezüglich der Inflation im Land, sagte Loidl: "Die momentane Nachfrageschwäche hat nicht nur mit der politischen und gesellschaftlichen Situation in den USA zu tun, sondern auch mit der Frage: Kann ich mir einen Urlaub dort überhaupt noch leisten?"
Nach den Plänen der US-Regierung sollen Deutsche und Bürger einer Reihe weiterer Staaten für Reisen in die USA künftig ihre Online-Aktivitäten über fünf Jahre offenlegen. Das sieht eine Anordnung des US-Heimatschutzministeriums vor, die im Dezember veröffentlicht worden war. Demnach sollen Touristen verpflichtet werden, "ihre sozialen Medien der vergangenen fünf Jahre vorzulegen", wenn sie die Esta-Einreisegenehmigung beantragen. Gemeint sind offenbar Nutzerkonten bei Plattformen wie X, Facebook oder Instagram, wie sie bereits bei Visa-Bewerbungen abgefragt werden.
Das Auswärtige Amt rät seit den tödlichen Schusswaffeneinsätzen von Einsatzkräften der US-Einwanderungsbehörde ICE in seinen Reisehinweisen zudem zu Vorsicht in der Nähe von Protesten. Auch mit Blick auf die Einreisekontrollen hatte das Außenministerium bereits seine Reisehinweise angepasst.