"Ziehe dann die Konsequenzen"Brandenburgs Ministerpräsident Woidke will bei AfD-Sieg abtreten

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will im Fall eines Wahlsiegs der AfD bei der anstehenden Landtagswahl zurücktreten. "Wenn die AfD auf Platz Eins landet, kann ich als Ministerpräsident nicht weitermachen", sagte Woidke in einem Interview mit dem "Tagesspiegel".
"Natürlich ziehe ich dann die Konsequenzen." Sein klares Wahlziel sei, die auch in Brandenburg als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei bei der Wahl am 22. September zu schlagen.
In Umfragen liegt die AfD derzeit allerdings vorne. Einer Erhebung von infratest dimap im Auftrag des RBB vom Donnerstag zufolge liegt die Partei bei 27 Prozent. Woidkes SPD kommt demnach auf 23 Prozent. Die CDU folgt mit 18 Prozent, das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) käme aus dem Stand auf 15 Prozent. Die Grünen müssen mit fünf Prozent um den Wiedereinzug in den Potsdamer Landtag bangen.
Die Linke liegt bei vier Prozent, die Freien Wähler bei drei Prozent. Die FDP wird wegen zu niedriger Werte nicht mehr einzeln ausgewiesen. Der 62-jährige Woidke ist seit 2013 Brandenburgs Ministerpräsident.