Ausschreitungen in EnglandBritische Innenministerin verurteilt Krawalle nach Protesten in Southampton

Die britische Innenministerin Shabana Mahmood hat Ausschreitungen in der südenglischen Stadt Southampton verurteilt.
Hunderte Menschen waren am Dienstagabend einem Aufruf des Rechtsextremen Tommy Robinson gefolgt, um wegen eines krassen Polizeifehlers im Zusammenhang mit dem Mord an dem 18-jährigen Studenten Henry Nowak zu demonstrieren. Sie werfen der Polizei umgekehrten Rassismus vor, also eine Benachteiligung der weißen Mehrheitsbevölkerung.
Am späteren Abend kam es teilweise zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Auf Videos, die im Internet kursieren, ist zu sehen, wie Mülltonnen, Warnkegel und andere Gegenstände auf Polizisten geschleudert werden. In verschiedenen Clips sieht man, wie Beamte in Schutzausrüstung eine aufgebrachte Menschenmenge mit ihren Schilden zurückdrängen. Berichte über Verletzte gab es zunächst keine. Zwei Menschen wurden nach Angaben von Polizeistaatssekretärin Sarah Jones festgenommen.
Die Szenen in Southampton seien "komplett inakzeptabel", schrieb Mahmood auf der Plattform X. Es gebe keine Rechtfertigung, die Tragödie zum Vorwand zu nehmen, um Gewalt und Unruhe zu schüren. Den Verantwortlichen drohte sie mit der ganzen Härte des Gesetzes. Sie dankte der Polizei, die "großen Mut und Ruhe angesichts beschämender Gewalt gezeigt hat, die gegen sie gerichtet war".