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Keine EntwarnungBundesagentur warnt trotz leichtem Rückgang weiter vor Fachkräftemangel

29.05.2026, 11:11 Uhr
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(Foto: picture alliance / Wolfgang Maria Weber)

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht trotz eines leichten Rückgangs der Zahl der Berufe mit Arbeitskräfteengpässen keinen Grund zur Entwarnung beim Fachkräftemangel.

Die Zahl der Berufe mit Knappheiten sei zwar von 163 auf 157 gesunken, sagte BA-Chefin Andrea Nahles am Freitag in Nürnberg. "Das kann aber nicht pauschal mit einer mittelfristigen Entspannung auf dem Fachkräftemarkt gleichgesetzt werden." Die konjunkturelle Schwäche dämpfe zwar die Nachfrage. In vielen Berufen seien Fachkräfte aber weiterhin sehr knapp. Nahles betonte, die Engpässe wären ohne Zuwanderung noch weitaus gravierender.

Händeringend gesucht werden laut Nahles vor allem Pflegerinnen und Pfleger, Fachkräfte in der Physio- und Ergotherapie sowie Busfahrerinnen und Busfahrer. Auch im Handwerk sei die Situation in vielen Berufen weiter angespannt, etwa in der Elektrik, im Metallbau sowie in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Bei akademischen Berufen bestünden Engpässe insbesondere im Sozialbereich und bei Ärzten.

Als Beispiel für die Entlastung des Arbeitsmarkts durch Zuwanderung hob Nahles die Pflege hervor. Hier sei die Zahl der beschäftigten deutschen Staatsangehörigen binnen eines Jahres um 5000 gesunken. Die Zahl der ausländischen Beschäftigten habe dagegen um 46.000 zugenommen. "Ohne Zuwanderung wären viele Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser vermutlich kaum noch in der Lage, den Betrieb aufrechtzuerhalten", sagte Nahles.

Bei Berufskraftfahrern, Köchen und Elektrikern kann die Beschäftigung von Ausländern laut Nahles den altersbedingten Rückgang bei deutschen Fachkräften nur teilweise ausgleichen. Würden sich diese Menschen nicht für eine Arbeit in Deutschland entscheiden, "würden wir es alle im Alltag deutlich merken".

Quelle: ntv.de, rts

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