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Geopolitische Lage angespanntBundesbank sieht deutsches Finanzsystem vor schweren Herausforderungen

21.11.2024, 11:06 Uhr
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"Wir erwarten, längere Zeit keine Gewinne ausschütten zu können", sagt Bundesbankpräsident Joachim Nagel. (Foto: Lando Hass/dpa)

Geopolitische Spannungen, eine stotternde Konjunktur und die Unsicherheit hinsichtlich der künftigen US-Wirtschaftspolitik lasten aus Sicht der Bundesbank auf dem deutschen Finanzsystem. "Das Finanzsystem steht vor akuten Herausforderungen aufgrund geopolitischer Spannungen und einer schwachen Wirtschaft", erklärte Bundesbank-Vorstand Michael Theurer zur Vorstellung des jüngsten Finanzstabilitätsberichts der deutschen Notenbank.

"Unsere oberste Priorität muss ein widerstandsfähiges Finanzsystem sein." Insgesamt habe die Finanzwirtschaft die vergangene Hochzinsphase gut verkraftet. In den vergangenen zwölf Monaten sei das Finanzsystem stabil geblieben.

"Zusätzliche Unsicherheiten für die deutsche Wirtschaft bestehen nach dem Ausgang der Wahlen in den USA im Hinblick auf die konkrete Ausgestaltung der Wirtschaftspolitik", erklärte die Bundesbank. Der designierte US-Präsident Donald Trump hat in seinem Wahlkampf wiederholt mit höheren Zöllen gedroht, was zu Handelskonflikten führen könnte und auch die deutsche Wirtschaft treffen würde.

Die Bundesbank wies in ihrem Bericht zudem darauf hin, dass nun verstärkt Kreditrisiken ein Thema seien. Die Ertragslage der Banken entwickle sich weiter positiv. Denn die Institute profitierten von den niedrigen Zinsen im Einlagegeschäft. Sorgen bereite aber weiter der Gewerbeimmobiliensektor. Die Verluste aus Gewerbeimmobilienkrediten seien deutlich gestiegen, was aber nur wenige Banken und Versicherer betreffe. Auf dem Markt für Wohnimmobilien zeichnet sich laut Bundesbank dagegen langsam eine Entspannung ab.

Quelle: ntv.de, RTS

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