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Ersatz für gestopptes Fregatten-ProjektBundesregierung will vier neue Kriegsschiffe für rund 6 Milliarden Euro beschaffen

02.07.2026, 18:03 Uhr
meko a-200
(Foto: TKMS)

Die Bundesregierung will als Ersatz für das gestoppte Fregatten-Projekt F126 zunächst vier neue Kriegsschiffe des Typs Meko A-200 für einen Gesamtpreis von rund 6,63 Milliarden Euro beschaffen.

Die Bundesregierung will als Ersatz für das gestoppte Fregatten-Projekt F126 zunächst vier neue Kriegsschiffe des Typs Meko A-200 für einen Gesamtpreis von rund 6,63 Milliarden Euro beschaffen. Das geht aus einer Vorlage des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlag. Der Vertrag mit der Hauptauftragnehmerin Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) enthält zudem eine Option für den Bau von bis zu vier weiteren, baugleichen Fregatten für rund 5,3 Milliarden Euro. Die Beschaffung von zunächst nur vier statt der ursprünglich angedachten acht Schiffe ist dem Dokument zufolge ein wesentlicher Grund für den vergleichsweise hohen Stückpreis von rund 1,57 Milliarden Euro pro Schiff.

Mit der Beschaffung reagiert das Verteidigungsministerium auf die Einstellung des Projekts Fregatte 126, die Minister Boris Pistorius kürzlich bekannt gegeben hatte. Die Meko A-200 dient als "Alternative Plattform", um eine Fähigkeitslücke bei der U-Boot-Jagd zu schließen und die Bündnisverpflichtungen gegenüber der Nato zu erfüllen. Die Allianz fordert von Deutschland die dauerhafte Bereitstellung von vier auf die U-Boot-Jagd spezialisierten Kampfschiffen in höchster Bereitschaftsstufe. Die Auslieferung der ersten vier Schiffe soll zwischen Dezember 2029 und März 2032 erfolgen.

Der gegenüber den Erwartungen höhere Stückpreis ergibt sich dem Erklärstück zur Vorlage zufolge nicht nur aus dem geringeren Beschaffungsumfang. Die ursprüngliche Kostenannahme habe auf einer wenig belastbaren, ersten industrieseitigen Schätzung für acht Schiffe basiert. In den Vertragsverhandlungen seien zudem Kosten für Ausbildung, Logistik, Bankgarantien und die Baurisikoversicherung hinzugekommen. Auch die Integration des Bordhubschraubers NH90 Sea Tiger sowie die Beschaffung von Waffensystemen, die ursprünglich nicht im Preis enthalten waren, hätten zu dem Anstieg geführt. 

Quelle: ntv.de, RTS

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