Sorge in der NatoBundeswehr-General warnt nach Drohnenvorfällen im Baltikum vor wachsender Unruhe

Die jüngsten Drohnenvorfälle in den baltischen Staaten haben nach Ansicht von Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer für Unruhe unter Nato-Verbündeten gesorgt.
"Die Vorfälle, die mit dabei sind, stimmen uns, glaube ich, alle besorgt", sagte Breuer der Deutschen Presse-Agentur am Rande des sogenannten Drone Summit in der lettischen Hauptstadt Riga. Dies habe er auf lettischer Seite, aber auch bei Treffen zuletzt innerhalb der Nato gemerkt. "Und das sehe ich natürlich auch in Deutschland."
Estland, Lettland und Litauen grenzen an Russland und dessen Verbündeten Belarus. Im Zuge des Ukraine-Krieges hat es in den vergangenen Wochen mehrere Vorfälle mit Drohnen in den drei Staaten gegeben. Bei ukrainischen Angriffen waren wiederholt fehlgeleitete unbemannte Flugkörper in den Luftraum der EU- und Nato-Mitglieder eingedrungen und teils abgestürzt. Kiew hatte mit ihnen Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen.
Moskau gibt den Balten daran eine Mitschuld. Ohne jeden Beleg beschuldigte Russland die baltischen Staaten, ukrainische Drohnenangriffe zu unterstützen und ihren Luftraum und ihr Staatsgebiet dafür zur Verfügung zu stellen. Lettland drohte es sogar unverhohlen mit Vergeltung. Die Regierungen in Tallinn, Riga und Vilnius wiesen die russischen Vorwürfe als Lüge zurück und verurteilten die Drohungen. Auch EU und Nato bekundeten Beistand.