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Protektionismus?China weist EU-Vorwurf des unfairen Handels zurück

28.05.2026, 11:56 Uhr
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(Foto: picture alliance / photothek)

Kurz vor der Entscheidung über EU-Importzölle gegen Stahleinfuhren hat das chinesische Außenministerium der Europäischen Union vorgeworfen, die Handelsbeziehungen mit China falsch darzustellen.

Die EU wähle Daten selektiv aus, um ein unausgewogenes Handelsverhältnis kritisieren zu können, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums in Peking. Er warnte, China werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine Rechte und Interessen zu schützen.

"Wenn man nur den Warenhandel betrachtet, ohne den Dienstleistungshandel und die Investitionseinkünfte zu berücksichtigen, sich nur auf die reinen Handelszahlen konzentriert und nicht auf die Handelsstruktur und die Gewinnströme, dann führt das natürlich zu einer einseitigen Schlussfolgerung über ein Handelsungleichgewicht", sagte der Sprecher in Peking. Der EU gehe es um Protektionismus.

Zuvor hatte der EU-Industriekommissar Stéphane Séjourne der "Financial Times" gesagt, dass die EU Importquoten und Zölle systematischer einsetzen werde, um Branchen wie Chemie, Metall und grüne Technologien zu schützen, die durch "unfairen chinesischen Wettbewerb" bedroht seien. Die EU wirft China seit langem unfaire Handelspraktiken vor, darunter die Nutzung staatlich unterstützter Subventionen, Marktzugangsbarrieren und Maßnahmen, die ihrer Ansicht nach den Wettbewerb verzerren.

Frankreich, Italien und Spanien drängen die EU, die Handelsmaßnahmen zu überarbeiten, um den Block wirksamer gegen übermäßig billige Importe zu verteidigen. Das Handelsdefizit der EU mit China bei Waren stieg im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf 359,9 Milliarden Euro. 

Quelle: ntv.de, rts

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