ComputerZIP-Programme machen nicht jede Datei kleiner
München (dpa/tmn) - Zu große Dateien lassen sich mit dem Kompressionsprogramm ZIP bequem verkleinern. Allerdings funktioniert das nicht mit jedem Format gleich gut und nicht jede Datei bietet den nötigen Spielraum.
München (dpa/tmn) - Zu große Dateien lassen sich mit dem Kompressionsprogramm ZIP bequem verkleinern. Allerdings funktioniert das nicht mit jedem Format gleich gut und nicht jede Datei bietet den nötigen Spielraum.
Nicht jedes Format kann mit der Anwendung ZIP auf eine kleinere Datengröße gebracht werden. «Im schlechtesten Fall können Dateien durch die Komprimierung sogar größer werden», warnt Harald Görl, Professor für Betriebssysteme und Rechnerarchitektur an der Universität der Bundeswehr in München. Denn einige Formate, zum Beispiel Musik als MP3, JPG-Bilder oder MPEG-Videos sind bereits komprimiert und lassen sich auch mit noch so guten ZIP-Programmen nicht besser verpacken. Bei Software und Dokumenten funktioniert das Verkleinern dagegen in der Regel gut, PDF-Dateien bieten allerdings oft nur wenig Spielraum.
Komprimierungssoftware sucht in Dateien nach sogenannten Wiederholungsmustern - Zeichenketten, die immer wieder auftauchen. «Diese werden dann zusammengefasst», erklärt Görl. So sinkt die Zeichenlänge und damit auch die Größe der Datei. Je besser ein Programm die Muster erkennen kann, desto kleiner ist das Ergebnis, erklärt Görl: «Da gibt es durchaus Qualitätsunterschiede.» Gute Anwendungen lassen dem Nutzer außerdem die Wahl, ob er Dateien schneller oder gründlicher verpacken möchte. Der Name ZIP kommt aus dem Englischen von «zipper» - Reißverschluss und verweist auf die Funktion der Anwendung, mehrere Dateien zusammenfassen und als Container einpacken zu können.