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Skepsis in der WirtschaftDIHK-Umfrage: Iran-Krieg belastet deutsche Firmen und gefährdet Erholung

26.05.2026, 10:32 Uhr
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Die Folgen des Iran-Kriegs verteuern einer DIHK-Umfrage zufolge die Geschäfte deutscher Firmen deutlich und bremsen damit die erhoffte Erholung noch weiter.

Viele Betriebe blicken skeptisch nach vorn, halten sich bei Investitionen zurück und streichen Jobs, wie am Dienstag aus der Konjunkturumfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) unter rund 23.000 Unternehmen hervorgeht. "Schon vor der aktuellen Krise waren die Unternehmen durch hohe Arbeitskosten, Energiepreise, Bürokratie und Steuern stark belastet", erklärte DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. "Die zuletzt massiv gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise sind für viele Betriebe der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt."

Kurz nach Kriegsbeginn kam es demnach nicht nur zu Preissprüngen bei Öl, Gas und Benzin, sondern auch bei Baumaterialien und Kunststoffen. "Der Kostendruck zieht sich inzwischen durch nahezu alle Wirtschaftszweige", betonte Melnikov. "Viele Unternehmen können diese Belastung nicht mehr stemmen." Etwa 70 Prozent der Firmen nennen als größtes Geschäftsrisiko Energie- und Rohstoffpreise - zu Jahresbeginn waren es nur 48 Prozent.

"Wir stecken in einer Doppelkrise", erklärte Melnikov. "Zu den Strukturproblemen in Deutschland kommen die wirtschaftlichen Folgen des Krieges im Nahen Osten hinzu - geschwächt durch drei Jahre Rezession und Stagnation fühlen sich viele an ihrer Belastungsgrenze." Die Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage so negativ wie zuletzt in der Corona-Pandemie: Mehr als jedes vierte Unternehmen bezeichnet seine Lage als schlecht, nur 23 Prozent als gut. Besonders angespannt ist die Situation im Handel: Hier ist laut DIHK für 35 Prozent die Lage schlecht.

Auch die Aussichten der Unternehmen verdüstern sich: Ein Drittel rechnet in den kommenden zwölf Monaten mit schlechteren Geschäften – acht Prozentpunkte mehr als zu Jahresanfang. Nur 13 Prozent schauen noch optimistisch in die Zukunft. Wie viele andere Organisationen und Wirtschaftsforschungsinstitute senkt die DIHK nun ihre Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum vom Jahresbeginn für 2026 von 1,0 Prozent auf 0,3 Prozent.

Quelle: ntv.de, rts

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