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Dämpfer vor KonfliktUS-Industrie verzeichnet vor Ausbruch des Nahost-Kriegs deutlichen Rückgang bei Aufträgen

07.04.2026, 15:01 Uhr
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(Foto: picture alliance / SvenSimon-ThePresidentialOfficeU)

Die US-Industrie hat vor Ausbruch des Nahost-Krieges einen kräftigen Auftragsschwund hinnehmen müssen.

Die Bestellungen für langlebige Güter - von Haushaltsgeräten bis hin zu Flugzeugen - gingen im Februar zum Vormonat um 1,4 Prozent zurück, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte hatten nur ein Minus von 1,0 Prozent auf dem Schirm. Bereits im Januar hatte es nach revidierten Daten einen Rückgang der Bestellungen gegeben - und zwar um 0,5 Prozent. Zunächst war von einer Stagnation die Rede gewesen. Die frischen Daten machen auf die sich wieder eintrübende Situation der US-Industrie schon vor Beginn des Ende Februar ausgebrochenen Iran-Krieges aufmerksam, wie Ökonom Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) anmerkt. "Da es sich um Zahlen aus der Phase vor dem Krieg handelt, wird der Einfluss auf die Zinserwartungen bezüglich der Fed und auf das Marktgeschehen wohl begrenzt sein", fügte er hinzu. Die US-Notenbank Federal Reserve entscheidet Ende des Monats wieder über den Leitzins. Sie hatte ihn Mitte März und damit wenige Wochen nach Ausbruch der Kampfhandlungen im Nahen Osten konstant gehalten. US-Zentralbankchef Jerome Powell signalisierte unlängst eine weiter abwartende Haltung. Die längerfristigen Inflationserwartungen seien trotz des aktuellen Energieschocks offenbar stabil. Die Zentralbank sei daher mit Blick auf die Zinspolitik nicht unter Zugzwang. 

Quelle: ntv.de, rts

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