Sonderanalyse der DAK-GesundheitDauerkrisen vor allem für Mädchen psychisch belastend

Die Dauerkrisen belasten vor allem Mädchen psychisch stark. Im Jahr 2022 wurde ein Drittel mehr Teenagerinnen zwischen 15 und 17 Jahren mit einer Angststörung in Kliniken versorgt als im Vorcoronajahr 2019, wie die Krankenkasse DAK-Gesundheit am Donnerstag in Hamburg in einer Sonderanalyse ihres Kinder- und Jugendreports mitteilte.
Hochgerechnet auf alle Jugendlichen in dieser Altersgruppe kamen im vergangenen Jahr bundesweit rund 6900 Mädchen mit einer Angststörung ins Krankenhaus. Das entspricht einem Anstieg von 35 Prozent im Vergleich zu 2019 und markiert demnach einen neuen Höchststand. Insgesamt wurden 8500 Jugendliche stationär wegen Angststörungen behandelt.
Auch bei Essstörungen und Depressionen nahmen die Krankenhausbehandlungen jugendlicher Mädchen zu. So stieg die Zahl der Klinikaufenthalte im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2019 bei Essstörungen um mehr als die Hälfte, bei Depressionen nahmen die Behandlungszahlen um gut ein Viertel zu.
Von insgesamt 4300 Jugendlichen, die 2022 mit einer Essstörung ins Krankenhaus kamen, waren 4200 weiblich. Von 19.500 Jugendlichen mit einer stationären Behandlung aufgrund von Depressionen waren drei Viertel Mädchen. Bei Schulkindern im Alter zwischen zehn und 14 Jahren zeigt sich den Angaben zufolge ein ähnliches Bild.