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Ölpreisanstieg durch Iran-KriegDeutsche Erzeugerpreise so stark gestiegen wie seit Mai 2023 nicht mehr

19.06.2026, 08:50 Uhr
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(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Die deutschen Erzeugerpreise haben im Mai im Zuge des vom Iran-Krieg ausgelösten Ölpreisanstiegs kräftig angezogen.

Die Hersteller gewerblicher Produkte – von Lebensmitteln bis hin zu Industriegütern – verlangten 2,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte. Einen höheren Anstieg hatte es zuletzt im Mai 2023 gegeben. Von Reuters befragte Experten hatten sogar mit einem Zuwachs von 2,5 Prozent gerechnet.

Der Anstieg der Erzeugerpreise ist laut Destatis vor allem auf höhere Preise von Vorleistungsgütern (+4,2 Prozent) zurückzuführen. Die Preise für Energie legten um 2,5 Prozent gegenüber Mai 2025 zu.

Von April auf Mai zogen die Erzeugerpreise um 0,3 Prozent an. In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern geführt, bevor sie etwa in den Groß- und Einzelhandel kommen. Sie gelten deshalb als frühes Signal für die allgemeine Inflation.

Die deutschen Verbraucherpreise sind im Mai mit der Einführung des Tankrabatts nicht mehr so stark gestiegen wie im Vormonat. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 2,6 Prozent zum Vorjahresmonat, nach 2,9 Prozent im April. Die Europäische Zentralbank stemmt sich mit höheren Zinsen gegen die Inflation im Euroraum. Der Einlagensatz wurde zuletzt von 2,0 auf 2,25 Prozent erhöht - die erste Anhebung seit knapp drei Jahren. 

Quelle: ntv.de, rts

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