Anstieg um 3,6 ProzentDeutsche Exporte haben im Februar überraschend mehr Umsatz verbucht

Die deutschen Exporteure haben im Februar und damit vor dem Iran-Krieg spürbar steigende Umsätze verbucht.
Ihre Ausfuhren kletterten um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 135,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet. "Der Sektor hält sich, trotz fehlender Wettbewerbsfähigkeit und höherer US-Zölle", sagte Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank.
Die Importe stiegen im Februar um 4,7 Prozent zum Vormonat auf 115,4 Milliarden Euro. Ökonomen hatten hier ein Wachstum von 4,0 Prozent vorausgesagt. Die meisten Ausfuhren gingen im Februar erneut in die USA. Dorthin wurden deutsche Waren im Wert von 12,2 Milliarden Euro geliefert. Das waren 7,5 Prozent weniger als im Januar.
Die von Präsident Donald Trump eingeführten hohen Zölle belasten die Nachfrage nach Waren "Made in Germany". Auch das deutsche China-Geschäft büßte ein: Die Ausfuhren in die Volksrepublik sanken um 2,5 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Die Exporte in die EU-Staaten hingegen stiegen um 5,8 Prozent auf 75,9 Milliarden Euro.
Der Iran-Krieg sorgt trotz der jüngsten Feuerpause für Unsicherheit in der Wirtschaft. Die Firmen dürften sich vorerst auf anhaltend höhere Kosten vor allem bei der Energie einstellen.