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Allianz-Studie zu LänderrisikenDeutschland behält niedriges Länderrisiko trotz wirtschaftlicher Schwäche

03.02.2025, 12:38 Uhr
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Die deutsche Wirtschaft schrumpft, die Exporte gehen zurück (Archivbild). (Foto: Christian Charisius/dpa)

Trotz konjunkturellem Gegenwind sind die makroökonomischen, politischen und strukturellen Risiken in Deutschland einer Studie zufolge stabil. Für Deutschland bestehe ein unverändert niedriges Länderrisiko (AA1) – "trotz der aktuellen wirtschaftlichen Schwäche, bevorstehenden Wahlen, zahlreichen geopolitischen Konflikten weltweit und einem drohenden Handelskonflikt", teilte der Kreditversicherer Allianz Trade am Montag zu seinem Länder-Risikoatlas mit.

"Die aktuelle Situation ist eine der größten Herausforderung für die deutsche Wirtschaft der Nachkriegszeit", sagt Milo Bogaerts, Chef von Allianz Trade im deutschsprachigen Raum. "Es gibt so viele Krisen gleichzeitig wie lange nicht, und Unternehmen müssen sehr viele Bälle gleichzeitig in der Luft halten." Aber die Firmen hätten es in der Vergangenheit auch geschafft, robust durch Krisen zu kommen. "Sie sind stärker als viele denken."

Allerdings zögen 2025 dunklere Wolken auf, räumte Bogaerts ein. "Denn die USA sind für Deutschland inzwischen ein wichtigerer Handelspartner als China und hier drohen Handelskonflikte und Zölle."

Der zweite Allianz Trade Länder-Risikoatlas analysiert mittelfristige konjunkturelle, politische und strukturelle Risiken sowie das Risiko von Zahlungsausfällen in 83 Ländern weltweit. Das globale Länderrisiko habe sich 2024 deutlich verbessert: 48 Volkswirtschaften wurden hochgestuft, insbesondere Schwellenländer in Lateinamerika - etwa Brasilien und Chile - sowie Volkswirtschaften in Europa - unter anderem Portugal, Bulgarien, Ungarn, Tschechien und Slowenien - und Asien-Pazifik - wie Hongkong und Thailand. Fünf Volkswirtschaften wurden laut Studie herabgestuft, vor allem im Mittleren Osten - unter anderem Bahrein, Israel und Kuwait.

Quelle: ntv.de, rts

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