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Weniger als rund 1600 EinwohnerDeutschland erkennt kleine Pazifikinsel Niue völkerrechtlich an

07.01.2026, 17:22 Uhr
ARCHIV-27-11-2011-Neuseeland-Aitutaki-ARCHIV-Eine-Frau-geht-am-Sandstrand-von-Aitutaki-entlang-einer-der-Cookinseln-undatiertes-Archivbild
Symbolbild. (Foto: dpa)

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den kleinen pazifischen Inselstaat Niue völkerrechtlich anerkannt und diplomatische Beziehungen beschlossen.

"Der Indopazifik ist eine bedeutende Region auch für die deutsche Außenpolitik", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius zur Begründung. Deshalb wolle man die Partnerschaften zu allen 14 pazifischen Inselstaaten des Pacific Island Forum verstärken, dem Niue angehört.

Niue hat weniger als rund 1600 Einwohner und ist kein Vollmitglied der Vereinten Nationen, sondern hat dort nur einen Beobachterstaus. Es ist mit rund 261 Quadratkilometern etwa so groß wie Bielefeld. Die Außen- und Sicherheitspolitik übernimmt eigentlich Neuseeland. Das Atoll hat sich aber zunehmend selbstständig gezeigt und unterhält mittlerweile diplomatische Beziehungen mit mehr als 25 Staaten.

In den vergangenen Jahren hat Deutschland sein Engagement für die pazifischen Inselstaaten verstärkt. Ein Grund ist, dass China seinen Einfluss in der Region massiv ausbaut. Die Pazifikinseln verfügen über außerordentlich große sogenannte maritime ausschließliche Wirtschaftszonen. Bei Niue umfasst diese ein Gebiet im Pazifik von 320.000 Quadratkilometern. Einige Pazifikinseln haben Verträge etwa mit China über die Nutzung von Rohstoffen am Meeresgrund geschlossen.

Quelle: ntv.de, RTS

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