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Zweifel an Fortschritt bleibenDeutschland liegt bei Klimazielen bis 2030 im Plan

05.11.2025, 12:04 Uhr
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Es gibt Kritik an den Klimaschutzzielen der Landesregierung. (Symbolbild)

Wie steht Deutschland vor der UN-Klimakonferenz COP 30 im brasilianischen Belém da? Einerseits ist das Land mit Blick auf das Erreichen der nationalen Klimaziele für 2030 bisher zumindest weitgehend auf Kurs, andererseits gibt es erhebliche Zweifel, was danach die weitere Reduzierung der Treibhausgase angeht. Und der politische Wind hat sich seit dem Amtsantritt der Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) deutlich erkennbar gedreht - nicht zum Vorteil des Klimaschutzes.

Nach den derzeit aktuellsten Daten des Umweltbundesamts sind die Treibhausgasemissionen 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent und im Vergleich zum Referenzjahr 1990 um 48,2 Prozent gesunken. Es verblieben damit jährliche Gesamtemissionen von 649 Millionen Tonnen CO2.

Erreicht wurde der Rückgang vor allem dank einer deutlichen CO2-Reduzierung im Energiesektor wegen der zurückgehenden Kohleverstromung. Unzureichend bleiben hingegen die Fortschritte in den Sektoren Verkehr und Gebäude. Projektionen der Regierung gehen ohne zusätzliches Nachsteuern bis 2030 von einer CO2-Minderung um 63 Prozent verglichen mit 1990 aus. Der Zielwert von minus 65 Prozent würde damit noch nicht ganz erreicht.

Das deutsche Klimaschutzgesetz schreibt vor, dass bis 2045 Treibhausgasneutralität erreicht sein muss. Auf dem Weg dahin hinkt Deutschland noch deutlich hinterher. Lediglich eine CO2-Minderung von 80 Prozent wird laut offizieller Projektion bis 2040 erwartet, vorgegeben sind minus 88 Prozent. Erschwerend kommt hinzu, dass eine wesentliche Ursache für die aktuellen Emissionsminderungen die derzeitige Wirtschaftsflaute ist. Ein stärkeres Wirtschaftswachstum, wie es ja angestrebt wird, könnte die CO2-Minderung noch deutlich verlangsamen oder den Trend in einigen Bereichen sogar umkehren.

Quelle: ntv.de, AFP

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