Diplomatie als LösungPapst ruft zu Ende der "Spirale der Gewalt" im Nahen Osten auf

Papst Leo XIV. hat mit Blick auf die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und dem Iran ein Ende der Gewaltspirale im Nahen Osten gefordert.
"Angesichts der Möglichkeit einer Tragödie riesigen Ausmaßes rufe ich alle Seiten auf, der moralischen Verantwortung gerecht zu werden, die Spirale der Gewalt zu stoppen, bevor sie zu einer unüberbrückbaren Kluft wird", sagte der Papst am Sonntag vor einer Menschenmenge auf dem Petersplatz in Rom.
"Stabilität und Frieden" würden nicht "durch gegenseitige Drohungen oder mit Waffen erreicht, welche Zerstörung, Schmerz und Tod säen, sondern nur durch einen vernünftigen, ehrlichen und verantwortungsvollen Dialog", sagte der in den USA geborene Leo XIV. während seines wöchentlichen Angelusgebets. Er forderte zudem, dass "die Diplomatie ihre Rolle wiedererlangt".
Auch mit Blick auf den Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan forderte das katholische Kirchenoberhaupt die "dringende Rückkehr zur Diplomatie". Die USA und Israel hatten am Samstagmorgen eine massive Welle von Luftangriffen gegen die Islamische Republik gestartet. Als Reaktion griff der Iran Israel sowie US-Militäreinrichtungen in Staaten der Golfregion an. Am Sonntag dauerten die gegenseitigen Angriffe weiter an.