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Seit Beginn des Ukraine-KriegsEU-Exporte nach Russland auf 37 Prozent gesunken

09.01.2024, 10:00 Uhr
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Die Wirtschaftsleistung der Eurozone ist im Sommer im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozent zurückgegangen. (Foto: Christian Charisius/dpa)

Die EU-Exporte nach Russland sind seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Frühjahr 2022 laut Ifo-Institut auf 37 Prozent des Vorkriegsniveaus gesunken. "Ein Grund für das immer noch hohe Exportvolumen nach Russland ist, dass insgesamt nur 32 Prozent aller Produkte aus der EU sanktioniert sind", sagte Feodora Teti, stellvertretende Leiterin des Ifo Zentrums für Außenwirtschaft, am Dienstag. "Bei Luxusgütern ist beispielsweise der Export von Champagner nach Russland sanktioniert, nicht aber von Prosecco." Hinzu komme, dass viele der sanktionierten EU-Waren indirekt über Drittländer nach Russland geliefert werden könnten, wie Auswertungen der neuen Ifo Sanktionsdatenbank nahelegen.

Der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine gilt bei der Europäischen Union und vielen westlichen Ländern als völkerrechtswidriger Angriffskrieg. Die EU, die US und andere Staaten unterstützen die Regierung in Kiew mit Waffen und haben Sanktionen gegen Russland verhängt. Durch die Ausfuhrbeschränkungen der EU und anderer westlicher Länder fehlen in Russland dem Ifo-Institut zufolge etwa ein Drittel der sanktionierten Produkte im Vergleich zur Vorkriegszeit.

"China ist für Russland das wichtigste alternative Herkunftsland für sanktionierte Produkte: 61 Prozent aller sanktionierten Produkte kommen aus China." Im Jahr 2021 habe dieser Anteil nur bei 35 Prozent gelegen. Aus der Türkei kommen demnach 13 Prozent aller Waren nach Russland, die vom Westen sanktioniert sind - 2021 waren es knapp 3 Prozent. Auch aus Armenien bezieht Russland heute einen kleinen Anteil - etwa 1 Prozent - aller sanktionierten Güter. Im gleichen Zeitraum haben sich die Exporte aus der EU nach Armenien verdoppelt.

"Im Falle von China können die zunehmenden Exporte nach Russland zumindest teilweise mit einer stärkeren inländischen Produktion erklärt werden. Im Falle der Türkei und Armenien legt der plötzliche und starke Anstieg der Exporte nach Russland jedoch den Verdacht der Sanktionsumgehung nahe", sagte Teti.

Quelle: ntv.de, rts

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