Grünes Licht aus BrüsselEU genehmigt Einstieg des Bundes bei Leopard-2-Hersteller KNDS

Der Bund darf mit 40 Prozent beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS einsteigen.
Die EU-Kommission in Brüssel gab grünes Licht für die Beteiligung an dem Unternehmen, das unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2 herstellt. Der Bund soll bei KNDS nach Angaben aus Berlin die gleichen Rechte bekommen wie der französische Staat.
Hintergrund des Einstieg ist Medienberichten zufolge, dass die deutschen Eigentümerfamilien ihre Anteile verkaufen wollen. Deutschland zieht mit seinem 40-prozentigen Anteil mit Frankreich gleich, will seinen Anteil in den kommenden Jahren aber auf 30 Prozent verringern. Die Federführung bei dem Geschäft übernimmt das Bundeswirtschaftsministerium.
Laut seiner Website hat der Rüstungskonzern, der auch das Militärtransportfahrzeug Boxer sowie Artillerie und Munition herstellt, mehr als 11.000 Beschäftigte und einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. 2025 belief sich der Auftragsbestand demnach auf 33,1 Milliarden Euro.
In Deutschland unterhält KNDS elf seiner weltweit 34 Standorte. Werke gibt es nach Unternehmensangaben in Hamburg, den nordrhein-westfälischen Städten Remscheid und Mühlheim an der Ruhr und im thüringischen Ebeleben. In Frankreich gibt es zehn KNDS-Standorte.
Die Bundeswehr, die unter anderem den Leopold-2-Kampfpanzer von KNDS nutzt, hat derzeit einen großen Beschaffungsbedarf. Schließlich soll Deutschland nach dem Willen der Bundesregierung bis 2039 die "stärkste konventionelle Armee in Europa" stellen.